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Telekommunikationsnetze im Übergang – Vom Telefon zum intelligenten Allzwecknetz

Wir sind mitten drin in einem Paradigmenwechsel, der die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren dramatisch ändern wird. Und ein Ende dieses Wandels ist im Moment noch überhaupt nicht absehbar. Das betrifft nicht mehr nur die Kommunikation zwischen Menschen, sondern auch die zwischen Menschen und Maschinen und sogar zwischen den Maschinen selber. Über 100 Jahre lang dominierte das Telefon die moderne Art der Kommunikation. Und dann kam das Internet. Anfangs noch klein und leise, ab den 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts aber wie eine gewaltig anwachsende Welle. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche nahm ihren Lauf.

So etwas hat Konsequenzen. Und wirft ganz viele Fragen auf. Anfang Dezember zum Beispiel stellen sich die 193 Mitgliedsländer der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) die Frage, ob das Internet in Zukunft nach den gleichen Prinzipien reguliert werden soll wie das klassische Telefonnetz. „Auf jeden Fall“, sagen die Betreiber von Telefonnetzen. „Unter keinen Umständen“, klingt es aus dem Lager der Internet-Firmen. Wirtschaftliche Interessen treten zu Tage, während die einen langsam schrumpfen und die anderen stark wachsen.

Als Heinrich von Stephan, Generalpostdirektor des Deutschen Reiches, am 26. Oktober 1876 erste Fernsprechversuche zwischen Generalpostamt und Generaltelegrafenamt in Berlin durchführte, witzelte man schnell über das „Buch der Idioten“, heute bekannt als Telefonbuch. Denn schließlich hatte man ja Dienstboten, und die waren doch für die Kommunikation völlig ausreichend. All das konnte ihn aber nicht aufhalten, zwischen 1877 und 1881 unter dem Motto „Jedem Bürger sein Telefon“ in Deutschland das modernste Telefonnetz der Welt aufzubauen. Im Gefolge entstanden etliche gut bekannte Großkonzerne, die ein Jahrhundert lang an der Telefonie sehr gut verdienten. Und die Dienstboten? Na ja, die gibt es heute nur noch im High-End-Bereich, Außenminister und so.

Heute passiert vor unseren Augen etwas, dass ein größeres Potential zur Transformation unseres Lebens hat, als die Kombination von Heinrich von Stephans Telefonnetz und Gutenbergs Buchdruckerkunst zusammen. Das, was wir Internet nennen durchdringt mit wachsender Geschwindigkeit alle Bereiche unseres Lebens – Freizeit, Wirtschaft, Politik, Medizin, Energie, Medien, Militär, Transport, etc. Nichts scheint ausgenommen. Die verfügbare Bandbreite wächst, völlig neue Muster und Dienste der Kommunikation sprießen wie Pilze aus dem Boden, extrem leistungsfähige Endgeräte geben uns das Gefühl, das Netz sei ständig mit uns und um uns. Das führt zu großer Begeisterung vieler, aber auch zu Unsicherheit oder Fassungslosigkeit bei jenen, die das Internet jahrelang für eine vorübergehende Modeerscheinung hielten.

Das Internet vereinfacht und verbessert unsere gesamte Kommunikationsinfrastruktur. Wo es bis vor kurzem noch viele unterschiedliche Netze für die jeweiligen Dienste gab – ein Telefon-Festnetz, ein Mobilfunknetz, Datennetze mit ATM / SDH Technik, TV-Netze, und noch das Internet – entsteht vor unseren Augen ein hochmodernes Allzwecknetz: sozusagen das neue Internet. Eine Vielzahl von Technologien reduziert sich grob vereinfacht auf ganz wenige: Ethernet für Daten-Transport, Internet Protocol (IP) für Networking, der Rest ist eine Vielzahl von Anwendungen, die unsichtbar auf Millionen von Rechenzentren – der Cloud – abläuft. Die Betreiber der existierenden vielen dienste-spezifischen Netze stellt das vor eine riesige Herausforderung: man muss die heutige Mannigfaltigkeit der Netze transformieren auf eine einzige Kommunikations-Plattform, und zwar ohne dass die Kunden und Anwender irgendetwas davon mitbekommen.

Diese Umstellung der Netze darf man nicht verschlafen. Man muss sie vorantreiben, solange man mit der traditionellen Technik noch Gewinne machen kann. Diese Herausforderung ist im Grunde für alle diese Betreiber ähnlich und umfasst Arbeitspakete wie:

  • Lösungen für den kosten-effizienten Betrieb der Festnetz- und Mobilfunk Telefonie. Dies muss solange gewährleistet werden, bis die neue Technik ausgereift den Betrieb schrittweise übernehmen kann. Die alte „Cash Cow“ darf man nicht schlachten, solange die neue noch nicht auf der Weide steht. Hier bieten sich z.B. flexible Service Outsourcing Lösungen an.
  • Aufteilung der existierenden Telefonie-Netze in unabhängige Einheiten, die man durch neue Teilnetze nahtlos ersetzen kann. Dieses Arbeitspaket erfordert detaillierte Kenntnisse aus beiden Welten.
  • Auswahl und Integration von kostengünstigen Komponenten der neuen Netztechnologie auf dem Weltmarkt. Diese Netzelemente erfahren eine immer stärkere Standardisierung, so dass sie austauschbar und frei kombinierbar sind. Hier ist unabhängiges Netzwerkdesign gefragt.
  • Der Betrieb der Kommunikationsnetze geht nur unter Einbeziehung einer gigantischen Menge an Daten: über die User, die Netztopologie, Konfiguration, Vergebührung und Abrechnung, Fehlerdiagnose, Sicherheit, Privatsphäre, Leitweglenkung, und vieles mehr. Diese Daten müssen aus den alten Systemen extrahiert, auf die Strukturen der neuen Systeme umgewandelt, und schließlich dort korrekt wieder eingefügt werden. Jeder Schritt muss dabei absolut fehlerfrei ablaufen, um den Betrieb nicht zu stören.
  • Und nicht zuletzt die Entwicklung von neuen Kommunikationsdiensten. Denn hier liegen die Gewinne. Der User sieht nämlich nicht das Netz, welches die Daten überall auf der Welt zur Verfügung stellt. Er kann sich nicht im Entferntesten vorstellen, welche Meisterleistung dort erbracht wird. Er sieht nur die Kommunikationsdienste, und für die ist er auch bereit zu zahlen. Gerade bei der Definition der Kommunikations-Dienste sind der Phantasie immer weniger Grenzen gesetzt. Das moderne intelligente Netz organisiert nicht mehr nur den Aufbau der Kommunikation, sondern enthält eine stark wachsende Zahl von Rechenzentren unterschiedlichster Größe: die Cloud durchdringt das Netz und eröffnet ungeahnte Möglichkeiten.

Bernd Stahl

Breitbandausbau dezentral und genossenschaftlich organisieren

So ganz einfach kann der Staat gar nicht in die Bresche springen beim Breitbandausbau. Experten schätzen die Investitionssumme für die Verlgung von Glasfaserkabel in alle Haushalte in Deutschland auf rund 80 Milliarden Euro. Die öffentliche Hand darf hier aus europarechtlichen Gründen nicht tätig werden – anders als beispielsweise in Singapur. An der Notwendigkeit eines schnellen Internet dürften aber wohl keine Zweifel mehr bestehen. Und wenn wir nicht völlig ins Mittelmaß fallen wollen, sollten wir jetzt über neue Lösungen nachdenken und diese auch schnell umsetzen. Im internationalen Maßstab rangieren wir nur noch auf dem 40. Platz – mit sinkender Tendenz. Das dürfte uns irgendwann auch volkswirtschaftlich auf die Füße fallen.

Im Interview mit dem Ich sag mal-Blog bin ich ausführlich auf die Idee eines genossenschaftlichen Ausbau des Breitbandes eingegangen:

Open Innovation-Projekt von Nash Technologies: Mobiles Assistenzsystem für Pflegebedürftige

Durch die Überalterung der Gesellschaft steigt die Zahl der pflegebedürftigen Menschen – eine bekannte Tatsache. Immer mehr können nicht allein und selbstbestimmt leben. Entsprechend wichtiger werden Assistenzsysteme, um beispielsweise Demenzkranken so lange wie möglich eine Unterbringung in einem Pflegeheim zu ersparen.

„Das hat sehr viel mit Lebensqualität zu tun, wenn man länger in der gewohnten Umgebung mit vertrauten Menschen bleiben kann. Dafür werden telemedizinische Systeme entwickelt, um die häusliche Pflege zu verbessern und den Patienten ein Sicherheitsgefühl zu vermitteln. Hier setzt die barrierefreie Gesundheits-Assistenz an, die im Nürnberger Medizintechnik-Cluster Medical Valley unter Beteiligung unseres Unternehmens entwickelt wird“, sagt Nash Technlogies-Kollege Rolf Bittner.

Das Gerät sieht aus wie eine Armbanduhr, um Stigmatisierungen der Betroffenen zu vermeiden. Es überprüft 24 Stunden am Tag den Gesundheitszustand dementer Patienten und sendet die Daten automatisch an einen Gesundheits-Server weiter, auf den Ärzte und Pflegepersonal Zugriff haben.

Nash Technologies ist für die Software verantwortlich. Die Applikation gleicht einem Trichter: Medizinische Sensoren überprüfen die wichtigsten Vitalfunktionen wie EKG und Blutdruck, aber auch die Position des Patienten und senden diese Daten an den Gesundheits-Server. Von dort aus gelangen sie über eine Internetverbindung an das medizinische Netzwerk.

„Mobile Assistenzsysteme für Pflegebedürftige sind heute noch nicht verfügbar. Vielen Herstellern von Medizinprodukten fehlen schlichtweg die technologischen Erfahrungen, denn es handelt sich um ein System der Telekommunikation. Der Anspruch an solch ein Gerät ist sehr hoch. Und genau hier liegt die Kompetenz unseres Unternehmens. Die Datenübertragung muss so stabil und zuverlässig sein wie die Festnetz-Telefonie. Die Daten müssen hochverfügbar sein, in Echtzeit gesendet werden und das System muss extrem skalierbar sein. Die Technik darf also nicht zusammenbrechen, wenn sie von Millionen Menschen genutzt wird“, so Bittner.

Der Netzwerk-Spezialist greift dafür zurück auf die jahrzehntelange Erfahrung, die das Unternehmen in der Telekommunikationsbranche gemacht hat. Für die Datenübertragung hat Nash Technologies Internet-Protokolle mit Mobilfunk-Protokollen „verheiratet“. Durch Optimierung der Informationsübertragung spart das Gerät sogar noch Energie, so dass beispielsweise die Batterielaufzeiten verlängert werden. Nash Technologies verfolgt dabei den Open Innovation-Ansatz als Problemlöser für die Gesundheitsbranche.

„Als eigentlich branchenfremdes Unternehmen sehen wir uns als richtigen Partner an, um die Herausforderung auf der Seite der Telekommunikation zu bewältigen. Ein mobiles System muss ganz andere Aufgaben bewältigen als ein Hausnotruf. Deshalb wird es für die Hersteller von Medizinprodukten wichtig sein, auf externe Expertisen in der Telekommunikation zurückzugreifen“, resümiert Bittner.

Präsentiert wird das mobile Assistenzsystem am Messestand (Standnummer 105) von Nash Technologies auf der MedTech Pharma  in Nürnberg vom 4. bis 5. Juli im NCC Ost der Nürnberg Messe.

Für Interviewtermine und Informationsgespräche bitte Rolf Bittner kontaktieren: Mobil erreichbar unter: 0151 – 5500 3342. Bittner wird auch an unserem Messestand sein.

Mobile World Congress: How Femtocells can Move Digitalization Forward

Press Release

Barcelona, 22/02/2012 – With every new Smartphone and every new tablet, potential problems escalate for network providers. They need to keep their mobile communication networks in top shape, otherwise customers could very well drown in data bottlenecks – as they themselves could in prohibitive power costs. “Digitalization of all economic sectors greatly depends on the industry’s willingness to invest”, states IT expert Bernd Stahl from network specialist Nash Technologies. The digitalization of all private and business processes is a megatrend that opens up huge opportunities for innovation and growth.

Hardly a day goes by without a device manufacturer announcing a new product to be launched at the Mobile World Congress in Barcelona, where the entire mobile communications sector is coming together to further drive the mobile Internet vision while setting new impetus for growth. In Germany alone, over 20 million people already have a Smartphone – and the trend is rising.

“The industry is currently facing three major challenges. On the one hand, network providers have to reduce their energy costs. Also, coverage has to be extended to address more rural areas. And finally, frequency ranges also have to be increased, if market needs are to be covered”, says Stahl. Energy costs arise for the most part through the base stations, which currently remain greatly responsible for supply. “The stations, which are often installed in high buildings or on their own masts, cover wide areas. For them to function sufficiently on the edges of these areas,  performance at their center automatically needs to be excessively high. This draws the balance downwards”, adds Stahl. Moreover, high costs arise through locations that are either rented or purchased.

A considerably more high-performance and cost-efficient solution is available through Femtocells: “The radio cells can be used where there is a high concentration of people – at hot spots in urban centers for instance. They can deliver in a highly targeted way rather than by providing widespread coverage.” For example, football stadiums or shopping centers can be equipped with their own radio cells. As well, they enable more cost-efficient coverage in rural areas.

The reliability factor is also extremely important in the mobile Internet. No one can afford to have their networks malfunction or break down due to overloading or unexpected events. This is even more important in view of the fast-rising numbers of mobile users and their increased need for bandwidth due to innovative Internet services. Femtocells are no exception, they carry their own set of challenges. This is why the specialists from Nuremberg are also showing their “Nash Protocol Tester” in Barcelona, with which Femtocell performance and efficacy can be tested. http://www.nashtech.com/home/products/nptr/

“Femtocells and Small Cells create the technological infrastructure for the ongoing development of entire economic sectors”, says Stahl. The degree of digitalization in certain industries can be as low as 30 to 45 percent. With digitalization, we are referring to communication, closeness to suppliers, process chains and delivery to end-customers – and not only straightforward LTE access. “The trend is crystal clear: what can be digitalized will be digitalized”, says Stahl.

Nash Technologies at the Mobile World Congress, Barcelona, February 27 to March 1, Hall 2, Stand E18.

http://www.mobileworldcongress.com/exhibitor-list/nash-technologies-1

For more information, contact:

Bernd Stahl
Senior Systems Architect
Nash Technologies Stuttgart GmbH
ES/VS/E
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Email: bernd.stahl@nashtech.com
www.nashtech.com

iPhone: +49 (0) 160 / 97304915
Tel: +49 (0) 711 / 33501-7573
Fax: +49 (0) 711 / 33501-5403

Blog: https://nashtechblog.wordpress.com/
Twitter: http://twitter.com/#!/NashTechGermany
Facebook: http://www.facebook.com/nash.technologies

Vor dem Mobile World Congress: Wie Femtozellen die Digitalisierung nach vorne bringen

Pressemitteilung

Nürnberg/Stuttgart/Barcelona, 22. Februar 2012 – Mit jedem neuen Smartphone und jedem neuen Tablet wachsen die Probleme der Netzbetreiber: Sie müssen ihre Mobilfunknetze schnell genug fit machen, sonst versinken ihre Kunden im Datenstau – und sie selbst in Stromkosten. „Gleichzeitig hängt an der Investitionsbereitschaft der Branche die Digitalisierung aller Wirtschaftszweige“, sagt IT-Experte Bernd Stahl vom Dienstleistungspartner für Netzwerkausrüster Nash Technologies. Die Digitalisierung aller privaten und geschäftlichen Prozesse ist ein robuster Megatrend. Hier liegt eine riesige Chance für Innovation und Wachstum.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem Gerätehersteller nicht verkünden, welches neue Produkt sie auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentieren werden. Die Mobilfunkbranche kommt zusammen, um die Vision des mobilen Internet weiter zu treiben und neue Wachstumsimpulse zu setzen. Allein in Deutschland haben bereits über 20 Millionen Bürger ein Smartphone. Tendenz: steigend. „Die Branche steht vor drei großen Herausforderungen: Zum einen müssen die Netzbetreiber ihre Energiekosten senken. Außerdem müssen sie die Abdeckung in den ländlichen Gebieten ausbauen. Und die Bandbreite muss ebenfalls steigen, wenn man den Bedarf decken will“, sagt Stahl. Die Energiekosten entstehen zum großen Teil durch die Basisstationen, die zurzeit noch flächendeckend für die Versorgung zuständig sind. „Die Stationen, die häufig in hohen Gebäuden oder eigenen Masten installiert sind, decken weite Flächen ab. Dadurch dass sie an den Rändern noch ausreichend funktionieren müssen, ist ihre Leistung im Zentrum automatisch überdimensioniert. Das zieht die Energiebilanz nach unten“, sagt Stahl. Außerdem entstünden hohe Kosten durch die Standorte, die angemietet oder gekauft werden müssten.

Eine deutlich leistungsstärkere und kostengünstige Lösung steht mit den Femtozellen bereit: „Die Funkzellen können dort eingesetzt werden, wo viele Menschen sind – also an Hot Spots in den Städten. Sie können punktgenau liefern anstatt großflächig abzudecken.“ So könnten beispielsweise Fußballstadien oder Einkaufszentren mit eigenen Funkzellen ausgestattet werden. Außerdem ließe sich damit eine kostengünstigere Abdeckung im ländlichen Raum erreichen.

Auch im mobilen Internet ist das Thema Zuverlässigkeit enorm wichtig: niemand kann es sich leisten, dass seine Netze wegen Überlastung oder unerwarteter Zwischenfälle ausfallen. Dies wird umso wichtiger angesichts stark wachsender Zahlen der mobilen User und deren erhöhtem Bedarf an Bandbreite aufgrund innovativer Internetdienste. Femtozellen machen hier keine Ausnahme, sondern bringen auch neue Herausforderungen mit sich. Daher zeigen die Nürnberger Spezialisten auf dem Kongress in Barcelona unter anderem ihren „Nash Protocol Tester“ http://www.nashtech.com/home/products/nptr/, mit dem Femtozellen auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft werden.

„Femtozellen und Small Cells bilden die technologische Infrastruktur für die weitere Entwicklung ganzer Wirtschaftszweige“, sagt Stahl. Der Grad der Digitalisierung liegt in einzelnen Branchen erst bei 30 bis 45 Prozent. Mit Digitalisierung sind Kommunikation, Anbindung an Zulieferer, Prozessketten und die Lieferung an Endkunden gemeint – und nicht bloß der profane LTE-Anschluss: „Der Trend ist ganz klar: Was digitalisiert werden kann, das wird auch digitalisiert“, sagt Stahl.

Nash Technologies auf dem Mobile World Congress, Barcelona, 27. Februar bis 1. März, Halle 2, Stand E18.

http://www.mobileworldcongress.com/exhibitor-list/nash-technologies-1

 

Kontakt:

Bernd Stahl
Senior Systems Architect
Nash Technologies Stuttgart GmbH
ES/VS/E
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Email: bernd.stahl@nashtech.com
www.nashtech.com

iPhone: +49 (0) 160 / 97304915
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Die Hauptthesen aus dem Video:

http://youtu.be/FQhU6gK1NNc

 

Die Netze müssen fit gemacht werden für Smart Grid. Das bedeutet konkret:

  • Neue Netzelemente müssen jederzeit hinzufügbar sein. Dazu ist es notwendig, dass diese neuen Netzelemente nicht nur den funktionalen Test gemäß Spezifikation bestehen, sondern auch im wirklichen Netz funktionieren, d.h. interoperabel sind. Es passiert einfach zu häufig, dass funktional als korrekt getestete Geräte im Wirknetz nicht mehr funktionieren und sogar den Betrieb anderen Netzelemente stören.
  • Lasttests sind ein weiteres Thema. Es ist einfach ein großer Unterschied, ob man ein Netz mit ein paar duzend Netzelementen hat, oder eines mit Zig-tausenden oder gar Millionen, oder noch mehr. Große Datenvolumen verändern das Verhalten des Netzes. Das muss man kennen bevor man online geht.
  • Schliesslich sind da die unerwarteten Fehlerfälle. Es reicht nicht aus, nur die erlaubten Use Cases zu testen (Sunny Day Scenarios) man muss auch die Fehlerfälle testen (Rainy Day Scenarios), um sicher zu stellen, dass das Netz stabil bleibt. Dabei gilt: es gibt viel mehr Rainy Day Scenarios als Sunny Day Scenarios.

Wer aus der Telekommunikation kommt, kennt diese Problematik schon lange. Ein weltweites, sehr robustes Netz wurde aufgebaut, mit ca. einer Milliarde Usern, zu vertretbaren Kosten. Hier die optimale Testabdeckung zu finden erfordert sehr viel Erfahrung. Es die nicht da, können die Kosten für die Verifikation des Netzes schnell explodieren.

Auf der E-World stellen wir eine Testumgebung vor, die genau auf diese Bedürfnisse eingeht: neben funktionalen Tests werden Interoperabilitäts-Tests unterstützt, Lasttests sind nahtlos skalierbar möglich, Fehlerfälle können similiert werden, andere Netzelemente können emuliert werden, um das „System Under Test“ einem realistischen Szenario zu unterziehen.

Es gibt für das Intelligente Netz schon Insellösungen mit großer Strahlkraft: z.B. Elektromobilität Region Stuttgart.

Ich sag mal

Interview mit der Energieexpertin Martina Dietschmann von Nash Technologies. Was müssen die Netz leisten, um die Energiewende zu bewerkstelligen? Welche Fehlerquellen müssen berücksichtigt werden, welche intelligenten Technologien werden gebraucht für einen sparsamen Umgang mit Energie. Alles das ist Thema der Energy World in Essen, die ich heute besucht habe.

Im intelligenten Netz verschmelzen zahlreiche neue Technologien mit der bestehenden Energie-Infrastruktur. Wind, Solar, Bioenergie – die dezentral aus ganz Deutschland Energie liefern – müssen mit der klassischen Energieerzeugung verwoben werden und in die sich verändernden Netze integriert werden. Die Steuerung des Smart Grids läuft über das Internet, was noch mehr Integrationsarbeit bedeutet. „Wir müssen dies von Anfang an beachten“, sagt Dietschmann und plädiert für einen branchenübergreifenden Dialog über die Standards und die Architektur des Netzes.

Ein Beispiel für die verschiedenen Komponenten, die im Smart Grid berücksichtigt werden müssen, sind die „Smart Meter Gateways“. In den Gateways werden die Energieverbrauchswerte von vielen…

Ursprünglichen Post anzeigen 56 weitere Wörter

„Outbreak“ – keine Killer, aber genauso lautlos im Smart Metering

1995 kam Wolfgang Petersens Biowaffen-Thriller unter dem deutschen Nebentitel „lautlose Killer“ in die Kinos, der etwas vereinfacht darin gipfelt, wie mit einem hochansteckenden Virus umgegangen werden soll. Auf der einen Seite die Philanthropen auf der Suche nach dem Impfstoff, auf der anderen ein austickender US-General, der die besonders einfache und nachhaltige Lösung des noch lokalisierbaren Problems mit einer Aerosolbombe anordnet und am Ende des Films arrestiert wird.

Kein Happy End finden flächendeckende Virusinfektionen üblicherweise im Internet, auch ohne die Option mit der Bombe. Stichworte I Love You, Conficker, Melissa, Nimda, Sasser und viele mehr. Hat mit Smart Metering nichts zu tun? Oder doch? Die BSI-Architektur schreibt ein Smart Metering Gateway als Bindeglied mit Internet-Anschluß zwischen den Zählern zuhause und den Betreibern vor, das optional die Proxy-Funktion für intelligente Hausgeräte übernehmen soll. Auch die Nutzeranfragen über den persönlichen Verbrauch, mit dem Smart Metering dem Endkunden schmackhaft gemacht werden soll, sind von diesem Gateway zu beantworten.

Es verhält sich wie im vorne mit Iriserkennung und Fingerabdruck-Terminal gesicherten Rechenzentrum, in dem die hintere Tür zum Hof verkeilt wurde, damit der Paketbote eine erwartete Lieferung drinnen abstellen kann. Auch wenn das Gateway abgesehen vom sogenannten „Wake Up“ Dienst, mit dem das Gateway Verbindung zum legitimen Betreiber aufnimmt, keinerlei zugängliche Schnittstellen zum öffentlichen Internet exponiert – auf dessen „Rückseite“ soll es Verbindungsversuche aus dem intelligenten Zähler- und Heimnetz bearbeiten können. Gelingt es dem Hacker, solche Heimnetze zu kompromittieren, hat er den gewünschten Ausgangspunkt für den Angriff auf das Gateway. Um hundert Ecken gedacht? Man betrachte das klassische Szenario zur Kaperung von korporativen Netzen: Andocken, Eindringen in einen Rechner, Eskalation von Privilegien, Überspringen auf die anderen Rechner des Netzes. Intelligente Hausgeräte können, müssen aber nicht das Smart Metering Gateway als Brücke zum Internet verwenden – der Anschluß an den hauseigenen DSL-Router ist nicht nur denkbar, sondern für manche Geräte bereits heute Realität. Und letzterer ist nur scheinbar die unüberwindliche Festungsmauer zuhause (kleiner Test: haben Sie das Default-Passwort Ihres DSL-Routers geändert?).

Mehrere Faktoren arbeiten solch einem Szenario zu. Zuerst der Skalenfaktor – es wird nicht unendlich viele Kombinationen aus Gateway und Heimnetzendgeräten geben. D.h. wurde eine Kombination aus DSL-Router/Heimnetzgerät/Gateway „geknackt“, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dieses Muster mühelos – vom heimischen Schreibtisch aus – replizieren zu können. Weder vertiefte Branchenkenntnisse, die das böse Tun zumindest erschweren, noch schwer beschaffbare oder teure Hardware sind notwendige Voraussetzung für den Einstieg. Kunden und Betreiber freuen sich über niedrige Kosten für Endgeräte und Gateways – wenn nicht, werden sie diese zu erzwingen versuchen. Damit ist für Eigenentwicklungen von Betriebssystemen, die einen gewissen Schutz vor Gelegenheitsangreifern bieten, wenig Raum. Sog. „embedded“-Versionen von gängigen Betriebssystemen werden zum Einsatz kommen, die nicht über jeden Zweifel erhaben sind.

Das BSI deutet diese Problematik zwar an, führt sie aber nicht näher aus. Schade. Für die Betreiber. Denn im Fall der flächendeckenden Kompromittierung der Infrastruktur bleiben sie auf diesem Problem der sog. „Business Continuity“ sitzen. Was, wenn im Gateway plazierte Malware dazu führt, daß das Gateway keine oder nur noch manipulierte Verbindungen aufbaut? Datentechnisch ist das Gateway dem Betreiber entglitten. Auch heute schon kein Problem im Einzelfall, der Stoff für das TV-Vorabendprogramm liefert,  – aber ganze Flotten von Montagetrupps, die die gesamte Kundenbasis sequentiell zur Reparatur anfahren? Unrealistisches Szenario? Versuchen Sie doch einfach, sich gegen diesen Fall zu versichern. Wenn es das Problem nicht gibt, verlangt Ihre Versicherung gegen dieses Risiko 0 € Prämie. An dieser Stelle sei einfach die Behauptung aufgestellt, daß nach der Analyse durch den Rückversicherer die Prämie nicht 0 € betragen wird.

Lösungen sind denkbar, jedoch im Hinblick auf den regulatorischen Aspekt nicht trivial. Dies ist nur ein Grund, warum Blaupausen von Standard-IT Lösungen nicht helfen werden. Tiefgehende Analyse der Anforderungen im Hinblick auf denkbare Bedrohungen, sorgsame Auswahl der Lieferanten und vor allem erschöpfende Praxistests werden dem Betreiber der Smart Metering Infrastruktur nicht erspart bleiben.

Wolf-Dieter Wurst
Senior Systems Architect
Nash Technologies GmbH

Mehr Informationen:

Nash Technologies GmbH
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Bernd Stahl (zuständig für Pressearbeit)
E-Mail: bernd.stahl@nashtech.com
Fon: +49 711 33501 – 7573.

www.nashtech.com
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