Posts Tagged 'Netzwerke'

Telekommunikationsnetze im Übergang – Vom Telefon zum intelligenten Allzwecknetz

Wir sind mitten drin in einem Paradigmenwechsel, der die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren dramatisch ändern wird. Und ein Ende dieses Wandels ist im Moment noch überhaupt nicht absehbar. Das betrifft nicht mehr nur die Kommunikation zwischen Menschen, sondern auch die zwischen Menschen und Maschinen und sogar zwischen den Maschinen selber. Über 100 Jahre lang dominierte das Telefon die moderne Art der Kommunikation. Und dann kam das Internet. Anfangs noch klein und leise, ab den 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts aber wie eine gewaltig anwachsende Welle. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche nahm ihren Lauf.

So etwas hat Konsequenzen. Und wirft ganz viele Fragen auf. Anfang Dezember zum Beispiel stellen sich die 193 Mitgliedsländer der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) die Frage, ob das Internet in Zukunft nach den gleichen Prinzipien reguliert werden soll wie das klassische Telefonnetz. „Auf jeden Fall“, sagen die Betreiber von Telefonnetzen. „Unter keinen Umständen“, klingt es aus dem Lager der Internet-Firmen. Wirtschaftliche Interessen treten zu Tage, während die einen langsam schrumpfen und die anderen stark wachsen.

Als Heinrich von Stephan, Generalpostdirektor des Deutschen Reiches, am 26. Oktober 1876 erste Fernsprechversuche zwischen Generalpostamt und Generaltelegrafenamt in Berlin durchführte, witzelte man schnell über das „Buch der Idioten“, heute bekannt als Telefonbuch. Denn schließlich hatte man ja Dienstboten, und die waren doch für die Kommunikation völlig ausreichend. All das konnte ihn aber nicht aufhalten, zwischen 1877 und 1881 unter dem Motto „Jedem Bürger sein Telefon“ in Deutschland das modernste Telefonnetz der Welt aufzubauen. Im Gefolge entstanden etliche gut bekannte Großkonzerne, die ein Jahrhundert lang an der Telefonie sehr gut verdienten. Und die Dienstboten? Na ja, die gibt es heute nur noch im High-End-Bereich, Außenminister und so.

Heute passiert vor unseren Augen etwas, dass ein größeres Potential zur Transformation unseres Lebens hat, als die Kombination von Heinrich von Stephans Telefonnetz und Gutenbergs Buchdruckerkunst zusammen. Das, was wir Internet nennen durchdringt mit wachsender Geschwindigkeit alle Bereiche unseres Lebens – Freizeit, Wirtschaft, Politik, Medizin, Energie, Medien, Militär, Transport, etc. Nichts scheint ausgenommen. Die verfügbare Bandbreite wächst, völlig neue Muster und Dienste der Kommunikation sprießen wie Pilze aus dem Boden, extrem leistungsfähige Endgeräte geben uns das Gefühl, das Netz sei ständig mit uns und um uns. Das führt zu großer Begeisterung vieler, aber auch zu Unsicherheit oder Fassungslosigkeit bei jenen, die das Internet jahrelang für eine vorübergehende Modeerscheinung hielten.

Das Internet vereinfacht und verbessert unsere gesamte Kommunikationsinfrastruktur. Wo es bis vor kurzem noch viele unterschiedliche Netze für die jeweiligen Dienste gab – ein Telefon-Festnetz, ein Mobilfunknetz, Datennetze mit ATM / SDH Technik, TV-Netze, und noch das Internet – entsteht vor unseren Augen ein hochmodernes Allzwecknetz: sozusagen das neue Internet. Eine Vielzahl von Technologien reduziert sich grob vereinfacht auf ganz wenige: Ethernet für Daten-Transport, Internet Protocol (IP) für Networking, der Rest ist eine Vielzahl von Anwendungen, die unsichtbar auf Millionen von Rechenzentren – der Cloud – abläuft. Die Betreiber der existierenden vielen dienste-spezifischen Netze stellt das vor eine riesige Herausforderung: man muss die heutige Mannigfaltigkeit der Netze transformieren auf eine einzige Kommunikations-Plattform, und zwar ohne dass die Kunden und Anwender irgendetwas davon mitbekommen.

Diese Umstellung der Netze darf man nicht verschlafen. Man muss sie vorantreiben, solange man mit der traditionellen Technik noch Gewinne machen kann. Diese Herausforderung ist im Grunde für alle diese Betreiber ähnlich und umfasst Arbeitspakete wie:

  • Lösungen für den kosten-effizienten Betrieb der Festnetz- und Mobilfunk Telefonie. Dies muss solange gewährleistet werden, bis die neue Technik ausgereift den Betrieb schrittweise übernehmen kann. Die alte „Cash Cow“ darf man nicht schlachten, solange die neue noch nicht auf der Weide steht. Hier bieten sich z.B. flexible Service Outsourcing Lösungen an.
  • Aufteilung der existierenden Telefonie-Netze in unabhängige Einheiten, die man durch neue Teilnetze nahtlos ersetzen kann. Dieses Arbeitspaket erfordert detaillierte Kenntnisse aus beiden Welten.
  • Auswahl und Integration von kostengünstigen Komponenten der neuen Netztechnologie auf dem Weltmarkt. Diese Netzelemente erfahren eine immer stärkere Standardisierung, so dass sie austauschbar und frei kombinierbar sind. Hier ist unabhängiges Netzwerkdesign gefragt.
  • Der Betrieb der Kommunikationsnetze geht nur unter Einbeziehung einer gigantischen Menge an Daten: über die User, die Netztopologie, Konfiguration, Vergebührung und Abrechnung, Fehlerdiagnose, Sicherheit, Privatsphäre, Leitweglenkung, und vieles mehr. Diese Daten müssen aus den alten Systemen extrahiert, auf die Strukturen der neuen Systeme umgewandelt, und schließlich dort korrekt wieder eingefügt werden. Jeder Schritt muss dabei absolut fehlerfrei ablaufen, um den Betrieb nicht zu stören.
  • Und nicht zuletzt die Entwicklung von neuen Kommunikationsdiensten. Denn hier liegen die Gewinne. Der User sieht nämlich nicht das Netz, welches die Daten überall auf der Welt zur Verfügung stellt. Er kann sich nicht im Entferntesten vorstellen, welche Meisterleistung dort erbracht wird. Er sieht nur die Kommunikationsdienste, und für die ist er auch bereit zu zahlen. Gerade bei der Definition der Kommunikations-Dienste sind der Phantasie immer weniger Grenzen gesetzt. Das moderne intelligente Netz organisiert nicht mehr nur den Aufbau der Kommunikation, sondern enthält eine stark wachsende Zahl von Rechenzentren unterschiedlichster Größe: die Cloud durchdringt das Netz und eröffnet ungeahnte Möglichkeiten.

Bernd Stahl

Mobile World Congress: How Femtocells can Move Digitalization Forward

Press Release

Barcelona, 22/02/2012 – With every new Smartphone and every new tablet, potential problems escalate for network providers. They need to keep their mobile communication networks in top shape, otherwise customers could very well drown in data bottlenecks – as they themselves could in prohibitive power costs. “Digitalization of all economic sectors greatly depends on the industry’s willingness to invest”, states IT expert Bernd Stahl from network specialist Nash Technologies. The digitalization of all private and business processes is a megatrend that opens up huge opportunities for innovation and growth.

Hardly a day goes by without a device manufacturer announcing a new product to be launched at the Mobile World Congress in Barcelona, where the entire mobile communications sector is coming together to further drive the mobile Internet vision while setting new impetus for growth. In Germany alone, over 20 million people already have a Smartphone – and the trend is rising.

“The industry is currently facing three major challenges. On the one hand, network providers have to reduce their energy costs. Also, coverage has to be extended to address more rural areas. And finally, frequency ranges also have to be increased, if market needs are to be covered”, says Stahl. Energy costs arise for the most part through the base stations, which currently remain greatly responsible for supply. “The stations, which are often installed in high buildings or on their own masts, cover wide areas. For them to function sufficiently on the edges of these areas,  performance at their center automatically needs to be excessively high. This draws the balance downwards”, adds Stahl. Moreover, high costs arise through locations that are either rented or purchased.

A considerably more high-performance and cost-efficient solution is available through Femtocells: “The radio cells can be used where there is a high concentration of people – at hot spots in urban centers for instance. They can deliver in a highly targeted way rather than by providing widespread coverage.” For example, football stadiums or shopping centers can be equipped with their own radio cells. As well, they enable more cost-efficient coverage in rural areas.

The reliability factor is also extremely important in the mobile Internet. No one can afford to have their networks malfunction or break down due to overloading or unexpected events. This is even more important in view of the fast-rising numbers of mobile users and their increased need for bandwidth due to innovative Internet services. Femtocells are no exception, they carry their own set of challenges. This is why the specialists from Nuremberg are also showing their “Nash Protocol Tester” in Barcelona, with which Femtocell performance and efficacy can be tested. http://www.nashtech.com/home/products/nptr/

“Femtocells and Small Cells create the technological infrastructure for the ongoing development of entire economic sectors”, says Stahl. The degree of digitalization in certain industries can be as low as 30 to 45 percent. With digitalization, we are referring to communication, closeness to suppliers, process chains and delivery to end-customers – and not only straightforward LTE access. “The trend is crystal clear: what can be digitalized will be digitalized”, says Stahl.

Nash Technologies at the Mobile World Congress, Barcelona, February 27 to March 1, Hall 2, Stand E18.

http://www.mobileworldcongress.com/exhibitor-list/nash-technologies-1

For more information, contact:

Bernd Stahl
Senior Systems Architect
Nash Technologies Stuttgart GmbH
ES/VS/E
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Email: bernd.stahl@nashtech.com
www.nashtech.com

iPhone: +49 (0) 160 / 97304915
Tel: +49 (0) 711 / 33501-7573
Fax: +49 (0) 711 / 33501-5403

Blog: https://nashtechblog.wordpress.com/
Twitter: http://twitter.com/#!/NashTechGermany
Facebook: http://www.facebook.com/nash.technologies

Vor dem Mobile World Congress: Wie Femtozellen die Digitalisierung nach vorne bringen

Pressemitteilung

Nürnberg/Stuttgart/Barcelona, 22. Februar 2012 – Mit jedem neuen Smartphone und jedem neuen Tablet wachsen die Probleme der Netzbetreiber: Sie müssen ihre Mobilfunknetze schnell genug fit machen, sonst versinken ihre Kunden im Datenstau – und sie selbst in Stromkosten. „Gleichzeitig hängt an der Investitionsbereitschaft der Branche die Digitalisierung aller Wirtschaftszweige“, sagt IT-Experte Bernd Stahl vom Dienstleistungspartner für Netzwerkausrüster Nash Technologies. Die Digitalisierung aller privaten und geschäftlichen Prozesse ist ein robuster Megatrend. Hier liegt eine riesige Chance für Innovation und Wachstum.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem Gerätehersteller nicht verkünden, welches neue Produkt sie auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentieren werden. Die Mobilfunkbranche kommt zusammen, um die Vision des mobilen Internet weiter zu treiben und neue Wachstumsimpulse zu setzen. Allein in Deutschland haben bereits über 20 Millionen Bürger ein Smartphone. Tendenz: steigend. „Die Branche steht vor drei großen Herausforderungen: Zum einen müssen die Netzbetreiber ihre Energiekosten senken. Außerdem müssen sie die Abdeckung in den ländlichen Gebieten ausbauen. Und die Bandbreite muss ebenfalls steigen, wenn man den Bedarf decken will“, sagt Stahl. Die Energiekosten entstehen zum großen Teil durch die Basisstationen, die zurzeit noch flächendeckend für die Versorgung zuständig sind. „Die Stationen, die häufig in hohen Gebäuden oder eigenen Masten installiert sind, decken weite Flächen ab. Dadurch dass sie an den Rändern noch ausreichend funktionieren müssen, ist ihre Leistung im Zentrum automatisch überdimensioniert. Das zieht die Energiebilanz nach unten“, sagt Stahl. Außerdem entstünden hohe Kosten durch die Standorte, die angemietet oder gekauft werden müssten.

Eine deutlich leistungsstärkere und kostengünstige Lösung steht mit den Femtozellen bereit: „Die Funkzellen können dort eingesetzt werden, wo viele Menschen sind – also an Hot Spots in den Städten. Sie können punktgenau liefern anstatt großflächig abzudecken.“ So könnten beispielsweise Fußballstadien oder Einkaufszentren mit eigenen Funkzellen ausgestattet werden. Außerdem ließe sich damit eine kostengünstigere Abdeckung im ländlichen Raum erreichen.

Auch im mobilen Internet ist das Thema Zuverlässigkeit enorm wichtig: niemand kann es sich leisten, dass seine Netze wegen Überlastung oder unerwarteter Zwischenfälle ausfallen. Dies wird umso wichtiger angesichts stark wachsender Zahlen der mobilen User und deren erhöhtem Bedarf an Bandbreite aufgrund innovativer Internetdienste. Femtozellen machen hier keine Ausnahme, sondern bringen auch neue Herausforderungen mit sich. Daher zeigen die Nürnberger Spezialisten auf dem Kongress in Barcelona unter anderem ihren „Nash Protocol Tester“ http://www.nashtech.com/home/products/nptr/, mit dem Femtozellen auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft werden.

„Femtozellen und Small Cells bilden die technologische Infrastruktur für die weitere Entwicklung ganzer Wirtschaftszweige“, sagt Stahl. Der Grad der Digitalisierung liegt in einzelnen Branchen erst bei 30 bis 45 Prozent. Mit Digitalisierung sind Kommunikation, Anbindung an Zulieferer, Prozessketten und die Lieferung an Endkunden gemeint – und nicht bloß der profane LTE-Anschluss: „Der Trend ist ganz klar: Was digitalisiert werden kann, das wird auch digitalisiert“, sagt Stahl.

Nash Technologies auf dem Mobile World Congress, Barcelona, 27. Februar bis 1. März, Halle 2, Stand E18.

http://www.mobileworldcongress.com/exhibitor-list/nash-technologies-1

 

Kontakt:

Bernd Stahl
Senior Systems Architect
Nash Technologies Stuttgart GmbH
ES/VS/E
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Email: bernd.stahl@nashtech.com
www.nashtech.com

iPhone: +49 (0) 160 / 97304915
Tel: +49 (0) 711 / 33501-7573
Fax: +49 (0) 711 / 33501-5403

Blog: https://nashtechblog.wordpress.com/
Twitter: http://twitter.com/#!/NashTechGermany
Facebook: http://www.facebook.com/nash.technologies

Die Hauptthesen aus dem Video:

http://youtu.be/FQhU6gK1NNc

 

Die Netze müssen fit gemacht werden für Smart Grid. Das bedeutet konkret:

  • Neue Netzelemente müssen jederzeit hinzufügbar sein. Dazu ist es notwendig, dass diese neuen Netzelemente nicht nur den funktionalen Test gemäß Spezifikation bestehen, sondern auch im wirklichen Netz funktionieren, d.h. interoperabel sind. Es passiert einfach zu häufig, dass funktional als korrekt getestete Geräte im Wirknetz nicht mehr funktionieren und sogar den Betrieb anderen Netzelemente stören.
  • Lasttests sind ein weiteres Thema. Es ist einfach ein großer Unterschied, ob man ein Netz mit ein paar duzend Netzelementen hat, oder eines mit Zig-tausenden oder gar Millionen, oder noch mehr. Große Datenvolumen verändern das Verhalten des Netzes. Das muss man kennen bevor man online geht.
  • Schliesslich sind da die unerwarteten Fehlerfälle. Es reicht nicht aus, nur die erlaubten Use Cases zu testen (Sunny Day Scenarios) man muss auch die Fehlerfälle testen (Rainy Day Scenarios), um sicher zu stellen, dass das Netz stabil bleibt. Dabei gilt: es gibt viel mehr Rainy Day Scenarios als Sunny Day Scenarios.

Wer aus der Telekommunikation kommt, kennt diese Problematik schon lange. Ein weltweites, sehr robustes Netz wurde aufgebaut, mit ca. einer Milliarde Usern, zu vertretbaren Kosten. Hier die optimale Testabdeckung zu finden erfordert sehr viel Erfahrung. Es die nicht da, können die Kosten für die Verifikation des Netzes schnell explodieren.

Auf der E-World stellen wir eine Testumgebung vor, die genau auf diese Bedürfnisse eingeht: neben funktionalen Tests werden Interoperabilitäts-Tests unterstützt, Lasttests sind nahtlos skalierbar möglich, Fehlerfälle können similiert werden, andere Netzelemente können emuliert werden, um das „System Under Test“ einem realistischen Szenario zu unterziehen.

Es gibt für das Intelligente Netz schon Insellösungen mit großer Strahlkraft: z.B. Elektromobilität Region Stuttgart.

Ich sag mal

Interview mit der Energieexpertin Martina Dietschmann von Nash Technologies. Was müssen die Netz leisten, um die Energiewende zu bewerkstelligen? Welche Fehlerquellen müssen berücksichtigt werden, welche intelligenten Technologien werden gebraucht für einen sparsamen Umgang mit Energie. Alles das ist Thema der Energy World in Essen, die ich heute besucht habe.

Im intelligenten Netz verschmelzen zahlreiche neue Technologien mit der bestehenden Energie-Infrastruktur. Wind, Solar, Bioenergie – die dezentral aus ganz Deutschland Energie liefern – müssen mit der klassischen Energieerzeugung verwoben werden und in die sich verändernden Netze integriert werden. Die Steuerung des Smart Grids läuft über das Internet, was noch mehr Integrationsarbeit bedeutet. „Wir müssen dies von Anfang an beachten“, sagt Dietschmann und plädiert für einen branchenübergreifenden Dialog über die Standards und die Architektur des Netzes.

Ein Beispiel für die verschiedenen Komponenten, die im Smart Grid berücksichtigt werden müssen, sind die „Smart Meter Gateways“. In den Gateways werden die Energieverbrauchswerte von vielen…

Ursprünglichen Post anzeigen 56 weitere Wörter

Cloud außerhalb von Deutschland „gefühlt unsicherer“?

Das Cloud-Computing hat sich zu einem Milliarden-Markt entwickelt; daher ist es nicht verwunderlich, dass es inzwischen sehr viele Anbieter von Cloud-Lösungen gibt. Somit stellte sich für uns die Frage, ob man sich bei einer Suche nach Anbietern von Cloud-Lösung, z.B. für eine Email-Archierung, ausschliesslich auf deutsche Anbieter konzentriert oder ob man sich auch „weltweite“ Anbieter evaluiert.

Noch bevor wir uns die einzelnen Cloud-Anbieter genauer anschauten, gab es eine „gefühlte Unsicherheit“ bzgl. nicht in Deutschland beheimateter Anbieter. Argumente gab es  in Bezug auf

  1. Unsicherheit bzgl. eines schlechteren Datenschutzes in anderen Ländern
  2. Unsicherheit bzgl. wer beim Provider (und aus welchem Land) was einsehen kann
  3. Einsichtnahme von Dritten (Organisationen, …)

Zum ersten Punkt: Es ist sicher richtig, dass der Datenschutz in verschiedenen Ländern unterschiedlich geregelt ist und in Deutschland im internationalen Vergleich ein hohes Niveau bzgl. Datenschutz herrscht. Daher muss man versuchen, die in Deutschland geltenden Bestimmungen in Einklang zu bringen mit den Regelungen, die ein Cloud-Provider bietet. Als hilfreich dafür habe ich das BSI Dokument „Sicherheitsempfehlungen für Cloud Computing Anbieter“ empfunden.

Zum zweiten Punkt:  „wer arbeitet beim Provider ggf. remote von wo aus“  kann man als potentieller Kunde kaum festlegen, geschweige denn kontrollieren. D.h. die Anfragen greifen stark in das Geschäftsmodell des Providers ein und sind auch beim Provider ggf.  Subject-to-change. Diese Art der Bedrohung werden bei allen Providern vorhanden sein. Unterschiede mag es nur in der „Dimension“ der „gefühlten Unsicherheit“ geben. Eine Evaluierung oder gar objektive Bewertung ist aus meiner Sicht kaum möglich.

Zum dritten Punkt: dieser Punkt zielt auf Organisationen und Geheimdienste der verschiedenen Länder. Bei Anbietern z.B. aus den USA ist auf Grund des US Antiterrorgesetzes „Patriot Act“ geregelt, dass US-Behörden auf diese Daten zugreifen können. Bzgl. Geheimdienste und Wirtschaftskriminalität: das ist ein endloses Thema. Hingegen ist man in keinem Land der Welt sicher vor den Geheimdiensten.

Zusammenfassend  gesehen sollte man sich, trotz einer „gefühlten Unsicherheit“, bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters nicht nur auf deutsche Anbieter zu beschränkten, sondern auch Anbieter aus Europa mit in Betracht ziehen.

Lars Willer
Leiter IT
Nash Technologies GmbH

Mehr Informationen:

Nash Technologies GmbH
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Bernd Stahl (zuständig für Pressearbeit)
E-Mail: bernd.stahl@nashtech.com
Fon: +49 711 33501 – 7573.

www.nashtech.com
Blog: https://nashtechblog.wordpress.com/
Twitter: http://twitter.com/#!/NashTechGermany
Facebook: http://www.facebook.com/nash.technologies

Zukunft des Smart Grid: „Die Energie- und die IKT-Branche gehören zusammen wie Muskeln und das Nervensystem“

Nürnberg, Bonn, 13.12.2011, www.ne-na.de – Alle sprechen vom Smart Grid– und doch versteht jede Branche etwas anderes unter dem intelligenten Energienetz der Zukunft, das die Energieerzeuger und -verbraucher vernetzen wird. Deutschlands größtes IKT-Projekt steckt noch in den Kinderschuhen: „Solange jede Branche nur auf ihre eigene Untertasse guckt, werden wir nicht zum Fliegen kommen“, kritisiert Martina Dietschmann vom Netzwerkspezialisten Nash Technologies. http://www.nashtech.com/

In die gleiche Kerbe haut der internationale Ingenieursverband IEEE-SA: Der Verband hat eine Richtlinie erstellt, wie die Kommunikation innerhalb des Smart Grids funktionieren sollte. „Wenn ich drei Stromanbieter frage, wie ich eine Solaranlage ans Netz anschließe, bekomme ich vier verschiedene Antworten. So bekommen wir nicht die `Economy of Scale´. Die Schnittstellen, die Protokolle, das Mapping müssen weltweit standardisiert werden“, sagt Direktoriumsmitglied Sam Sciacca in den VDI Nachrichten. http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/Wir-brauchen-einen-globalen-Standard-fuer-die-Smart-Grid-Schnittstelle/56158/2

In Deutschland laufen zwar einzelne Pilotprojekte an wie auf der Nordsee-Insel Pellworm, wo das erste intelligente Stromnetz entstehen soll. http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/Pellworm-wird-bald-zum-Smart-Grid-Labor/55901/2 Eine grundsätzliche, branchenübergreifende Debatte über die Standards und die Architektur des Smart Grids gibt es jedoch bisher kaum. „Die Telekommunikationsbranche und die Energie-Industrie leben in zwei völlig verschiedenen Welten. Wenn wir das neue Energienetz aber durch Kommunikationstechnologien steuern wollen, müssen wir es ganzheitlich betrachten“, sagt Dietschmann. Die Energiewende und damit der stetig wachsende Anteil dezentraler Energieeinspeisung in die Verteilnetze werde eine ähnlich disruptive Wirkung haben, wie sie die Telekommunikationsbranche in den vergangenen Jahren bereits erlebt hat.

An die Stelle weniger Versorger treten Millionen von Erzeuger, die per Solardach oder über kleine Windparks Energie einspeisen. Die fluktuierenden Energieträger – wie Wind und Solar – müssen nahezu in Echtzeit gesteuert werden. Wenn beispielsweise ein Windpark ausfällt, muss die nächstliegende Stadt über andere Kanäle sofort weiterversorgt werden. Zugleich werden die Bundesbürger über ihre Elektroautos deutschlandweit Strom von unterwegs abzapfen. Über Smart Grid-Konzepte und die zugehörigen Smart Meter werden neben völlig neuen Geschäftsmodellen auch völlig andere Messstandards entwickelt, prognostiziert die Expertin des Netzwerkausrüsters. „Ein Messstellenbetreiber, der seit Jahrzehnten für die Energiebranche die Hauszähler kontrolliert, hat dies in der Regel nicht im Blick.“ Und auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Energie-Branche habe noch Defizite: „Überspitzt gesagt darf das Internet nicht mehr nur eine Fußnote in der Starkstrom-Vorlesung sein. Die Branche sollte sich das hohe Innovationspotenzial der IKT-Branche zu Nutze machen.“ Umgekehrt müsse sich die Telekommunikationsbranche mit der spezifischen Situation in der Energiebranche auseinandersetzen. „Solardächer und kleinere Windparks laufen über das Mittel- und Niederspannungsnetz. Genau dieses Netz wird über intelligente Kommunikationstechnologien gesteuert werden.

Die Nürnberger Netzwerkspezialisten verstehen sich als Schnittstelle zwischen Energie- und IKT-Branche. Auf der e-World 2012 stellen sie einen „Demonstrator“ für ihr Smart Energy Testing Framework vor, welches die verschiedenen Protokollstandards unter einen Hut bringt. Eine Testumgebung simuliert die gesamte Kette vom Smart Meter-Gerät bis zur Plattform, auf der die Datenpakete gesammelt und weitergeschickt werden. Dabei ist die Testumgebung „Carrier Grade“ gestaltet – sie funktioniert also zu 99,999 Prozent zuverlässig. „Carrier Grade bedeutet, dass das System eine Ausfallwahrscheinlichkeit von maximal fünf Minuten pro Jahr hat“, erklärt Dietschmann. Diese Stabilität werde vor allem in den Mittelpunkt rücken, wenn in Deutschland nicht mehr Pilotprojekte im Fokus stünden, sondern eine deutschlandweites Smart Grid. Denn das neue System muss Last tragen – und darf nicht bei jeder Schwankung ins Stocken geraten oder gar zusammenbrechen. Nur ein derartig stabiles Kommunikationsnetz erfüllt damit alle zukünftigen Anforderungen, die ein schon heute hochverfügbares Energienetz in Zukunft von einem Smart Grid verlangt.

Für Dietschmann ist letzten Endes klar: „Die Energie- und die Telekommunikationsbranche gehören für die Smart Grid-Entwicklung zusammen – so wie beim Menschen das Muskeln und das Nervensystem.“ Wie stark die beiden Branchen zusammenwachsen wird sich auf der e-World zeigen.

Mehr Informationen:

Nash Technologies GmbH
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Bernd Stahl (zuständig für Pressearbeit)
E-Mail: bernd.stahl@nashtech.com
Fon: +49 711 33501 – 7573.

www.nashtech.com
Blog: https://nashtechblog.wordpress.com/
Twitter: http://twitter.com/#!/NashTechGermany
Facebook: http://www.facebook.com/nash.technologies

Live von der Medica: Smartphones als lebenswichtige Gesundheitsüberwacher?

Smartphones verwandeln sich auf der Medizinmesse Medica zu den neuen Gesundheitskontrolleuren. Vom Blutdruck bis zum Herzschlag kann alles überwacht werden – zumindest in der Theorie. Doch sind die tragbaren Geräte für einen professionellen Einsatz auch zuverlässig genug? „Wenn Smartphones kontinuierlich lebenswichtige Datenpakete übermitteln, brauchen Ärzte und Mediziner ein extrem stabiles Netz und keine hakende Verbindung zum Internet“, sagt Bernd Stahl vom Netzwerkspezialisten Nash Technologies.

Die Medizinbranche verschmilzt mit der ITK-Welt

Die Nürnberger gehören zu den rund 400 Ausstellern aus der Informations- und Kommunikationstechnik (ITK). Im Vergleich zu den insgesamt rund 4.500 Ausstellern vertreten sie eine kleine, aber entscheidende Branche auf der Medica. „Die Medizintechnik verschmilzt mit der ITK-Branche. Dadurch entstehen gigantische Möglichkeiten, aber auch viele Herausforderungen, die wir sehr gut gemeinsam lösen können“, sagt Stahl. Nash Technologies ist Projektpartner im Medizintechnik-Cluster Medical Valley, das mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird.

http://www.youtube.com/watch?v=zdHR-VCmzvw

Auf der Medica zeigt das Unternehmen seinen „mHealth-Demonstrator“: Die Gerätestrecke sendet Vitaldaten von Patienten per Bluetooth an eine Smartphone-App und von dort weiter an ein Computersystem, das die Funktion eines „Gesundheitsportals“ übernimmt. Auf das fertige Portal, das noch entwickelt wird, können später Ärzte ihre Patienten in Echtzeit aus der Ferne überwachen.

https://nashtechblog.wordpress.com/2011/10/18/medica-neu-entwickelte-app-misst-ekg-und-blutdruck-arzte-empfangen-zuverlassig-die-lebenswichtigen-daten/

„Das Entscheidende ist: Die gesamte Kommunikationskette – von den Sensoren, die die Vitaldaten erfassen, bis zum emulierten Gesundheitsportal – ist zu 99,999 Prozent zuverlässig. Das entspricht einer Ausfallwahrscheinlichkeit von fünf Minuten pro Jahr“, erklärt IT-Experte Stahl.

Mobilfunkprotokolle werden mit Internetprotokollen „verheiratet“

„Carrier Grade“ nennt sich dies in der Fachsprache – ein Thema, bei dem die Netzwerkspezialisten an vorderster Front arbeiten.

https://nashtechblog.wordpress.com/2011/11/15/carrier-grade-sind-sie-sicher/

„Solch ein mobiler Service muss genau so robust sein wie wir es von der Festnetz-Telefonie gewöhnt sind. Dort bricht die Leitung schließlich auch nicht einfach zusammen, wie wir es beim mobilen Surfen im Internet leider immer noch erleben“, sagt Stahl. Für die Datenübertragung hat Nash Technologies Internetprotokolle mit Mobilfunkprotokollen „verheiratet“, also kombiniert und optimiert. Die neuen Netze müssen auf ihre Zuverlässigkeit getestet werden, erst dann könne ihnen die Verantwortung gegeben werden, Daten zu übermitteln, die über Leben und Tod entscheiden. Auf solche Testszenarien haben sich die Nürnberger spezialisiert: Sie betreiben eine der weltweit größten Mobilfunk-Testanlagen der Welt.

Für Nash Technologies hat sich bereits der erste Tag auf der Medica gelohnt: „Bei vielen Besuchern beginnen die Augen zu leuchten. Denn sie finden in den ITK-Unternehmen die Problemlöser, die sie suchen“, berichtet Stahl. „Von daher freuen wir uns sehr auf den Rest der Veranstaltung.“

Mehr Informationen:

Nash Technologies GmbH
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Bernd Stahl (zuständig für Pressearbeit)
E-Mail: bernd.stahl@nashtech.com
Fon: +49 711 33501 – 7573.

www.nashtech.com
Blog: https://nashtechblog.wordpress.com/
Twitter: http://twitter.com/#!/NashTechGermany
Facebook: http://www.facebook.com/nash.technologies


Twitter us

Enter your email address to follow this blog and receive notifications of new posts by email.

Schließe dich 23 Followern an

Am Besten bewertet

August 2017
M D M D F S S
« Feb    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Flickr Photos

RSS Technology Review Blogs

  • Die Qual mit dem Original August 18, 2017
    Weil alle alles selber sehen wollen und jeder überall hinwill, sieht keiner mehr irgend etwas außer Touristen.
  • Datensalatschleuder August 17, 2017
    Mit der kostenlosen App "phyphox" der RWTH Aachen bekommt der Begriff "Datenschleuder" eine ganz neue Bedeutung.
  • Dr. Seltsam lebt August 16, 2017
    Viel gefährlicher als die Interkontinentalrakete der Nordkoreaner ist die Modernisierung des atomaren Arsenals, die derzeit weltweit stattfindet.
  • Wer will schon eine Selbstmordwelle? August 15, 2017
    Prominente Selbstmörder in Kunst und Realität fanden in der Vergangenheit immer wieder viele Nachahmer. Ein transparenterer, zupackenderer Umgang mit psychischen Krisen könnte da Abhilfe schaffen.
  • Die App zum faulen Ei August 14, 2017
    Der Fipronil-Skandal zieht seine Kreise und eine passende App sorgt für Aufklärung. Doch auch die stößt an ihre Grenzen.
  • Der Geist des Hackens August 11, 2017
    Auflicht und Durchlicht: Eine Bildschirmbetrachtung.
  • Ehrgeizig und naiv August 10, 2017
    Wie konnte ein so straff geführter Konzern wie Volkswagen so tief in Lug und Betrug versinken? Ein Buch will Fakten liefern.
  • Zeitfresser August 9, 2017
    Mit Computern kann man Probleme lösen, die man ohne sie nicht hätte. Wobei: Heutzutage sollte man das Wort "Computer" durch das Wort "Apps" ersetzen.
  • Ein Anfang fern von Blitz und Donner August 8, 2017
    Am Anfang standen nicht die Ursuppe und regelmäßige Funkenentladungen. Jedenfalls nicht, wenn es nach Nick Lane geht.
  • Alles für die Katz‘ August 7, 2017
    Der Schiffsverkehr, die Luftfahrt und Dreck schleudernde Autos – in der Gruppe der Umwelt- und Klimaschädlinge hat ein Forscher nun einen weiteren Schuldigen ausgemacht.