Archive for the 'Quality of Service' Category

E-World in Essen: Hausaufgaben für die Energiewende – Maßnahmen für Smart Grid Security

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Neue Nachrichten.

Essen/Nürnberg – IT-Sicherheit und Smart Grid gehören zu den Top-10-Trends des Jahres 2012, wie eine aktuelle Umfrage des Branchenverbandes BITKOM belegt. Was vielen jedoch noch nicht klar ist: Die beiden Trends sind im Grunde ein einziger – zusammengefasst unter dem Schlagwort Smart Grid Security. „Das intelligente Energienetz braucht ein Sicherheitskonzept. Sonst ist alles im Eimer, bevor es überhaupt entstanden ist“, sagt die Stuttgarter IT-Expertin Martina Dietschmann. Auf der E-World, die Anfang Februar in Essen stattfindet, könnte dies zum zentralen Thema werden.

Bei der Umfrage des BITKOM belegt IT-Sicherheit Platz 3 und das Thema Smart Grid/E-Energy Platz 9. Das Thema Smart Grid ist erstmals in den Top 10 vertreten, IT-Sicherheit hat im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent zugelegt. „Wir spüren die Verunsicherung der Energiewirtschaft beim Smart Grid. Die meisten Sorgen beziehen sich auf mögliche Ausfälle und auf Sicherheitslöcher. Beide Bedrohungsszenarien entstehen durch die vielen verschiedenen Komponenten, aus denen das Smart Grid entsteht“, sagt Dietschmann vom Netzwerkunternehmen Nash Technologies.

Denn im intelligenten Netz verschmelzen zahlreiche neue Technologien mit der bestehenden Energie-Infrastruktur. Wind, Solar, Bioenergie – die dezentral aus ganz Deutschland Energie liefern – müssen mit der klassischen Energieerzeugung verwoben werden und in die sich verändernden Netze integriert werden. Die Steuerung des Smart Grids läuft über das Internet, was noch mehr Integrationsarbeit bedeutet. „Wir müssen dies von Anfang an beachten“, sagt Dietschmann und plädiert für einen branchenübergreifenden Dialog über die Standards und die Architektur des Netzes.

Ein Beispiel für die verschiedenen Komponenten, die im Smart Grid berücksichtigt werden müssen, sind die „Smart Meter Gateways“. In den Gateways werden die Energieverbrauchswerte von vielen Anschlussnutzern, wie zum Beispiel in Mehrfamilienhäusern oder großen Liegenschaften, erfasst, gesammelt und weitergeleitet. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, hat dazu ein „Schutzprofil“ entworfen. Das sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, so Dietschmann: „Die Gateways sind ein Knotenpunkt von vielen, und sie alle müssen ordentlich gesichert sein.“ Auf der E-World zeigen die Stuttgarter Netzwerkspezialisten ihr „Smart Energy Testing Framework“ am Smart Energy Gemeinschaftsstand.

„Das Framework kann letztlich jeden beliebigen Knotenpunkt oder ganze Netzbereiche im Smart Grid simulieren oder emulieren. Wir testen die Schnittstellen, indem wir sie mit Datenpaketen beschießen und überprüfen so, ob sie auch unter sehr starker Belastung halten“, erläutert Dietschmann. Die Ausfallsicherheit des intelligenten Stromnetzes müsse letztlich mindestens so hoch liegen, wie beim Telefonnetz, nämlich bei einer Verfügbarkeit von 99,999 Prozent der Gesamtzeit – oder einer Ausfallzeit von maximal fünf Minuten im Jahr. Für ausgewählte Netzwerkelemente sind durchaus auch höhere Verfügbarkeiten zu erreichen.

Mehr Informationen:

Nash Technologies GmbH
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Bernd Stahl (zuständig für Pressearbeit)
E-Mail: bernd.stahl@nashtech.com
Fon: +49 711 33501 – 7573.

www.nashtech.com
Blog: https://nashtechblog.wordpress.com/
Twitter: http://twitter.com/#!/NashTechGermany
Facebook: http://www.facebook.com/nash.technologies

Zukunft des Smart Grid: „Die Energie- und die IKT-Branche gehören zusammen wie Muskeln und das Nervensystem“

Nürnberg, Bonn, 13.12.2011, www.ne-na.de – Alle sprechen vom Smart Grid– und doch versteht jede Branche etwas anderes unter dem intelligenten Energienetz der Zukunft, das die Energieerzeuger und -verbraucher vernetzen wird. Deutschlands größtes IKT-Projekt steckt noch in den Kinderschuhen: „Solange jede Branche nur auf ihre eigene Untertasse guckt, werden wir nicht zum Fliegen kommen“, kritisiert Martina Dietschmann vom Netzwerkspezialisten Nash Technologies. http://www.nashtech.com/

In die gleiche Kerbe haut der internationale Ingenieursverband IEEE-SA: Der Verband hat eine Richtlinie erstellt, wie die Kommunikation innerhalb des Smart Grids funktionieren sollte. „Wenn ich drei Stromanbieter frage, wie ich eine Solaranlage ans Netz anschließe, bekomme ich vier verschiedene Antworten. So bekommen wir nicht die `Economy of Scale´. Die Schnittstellen, die Protokolle, das Mapping müssen weltweit standardisiert werden“, sagt Direktoriumsmitglied Sam Sciacca in den VDI Nachrichten. http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/Wir-brauchen-einen-globalen-Standard-fuer-die-Smart-Grid-Schnittstelle/56158/2

In Deutschland laufen zwar einzelne Pilotprojekte an wie auf der Nordsee-Insel Pellworm, wo das erste intelligente Stromnetz entstehen soll. http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/Pellworm-wird-bald-zum-Smart-Grid-Labor/55901/2 Eine grundsätzliche, branchenübergreifende Debatte über die Standards und die Architektur des Smart Grids gibt es jedoch bisher kaum. „Die Telekommunikationsbranche und die Energie-Industrie leben in zwei völlig verschiedenen Welten. Wenn wir das neue Energienetz aber durch Kommunikationstechnologien steuern wollen, müssen wir es ganzheitlich betrachten“, sagt Dietschmann. Die Energiewende und damit der stetig wachsende Anteil dezentraler Energieeinspeisung in die Verteilnetze werde eine ähnlich disruptive Wirkung haben, wie sie die Telekommunikationsbranche in den vergangenen Jahren bereits erlebt hat.

An die Stelle weniger Versorger treten Millionen von Erzeuger, die per Solardach oder über kleine Windparks Energie einspeisen. Die fluktuierenden Energieträger – wie Wind und Solar – müssen nahezu in Echtzeit gesteuert werden. Wenn beispielsweise ein Windpark ausfällt, muss die nächstliegende Stadt über andere Kanäle sofort weiterversorgt werden. Zugleich werden die Bundesbürger über ihre Elektroautos deutschlandweit Strom von unterwegs abzapfen. Über Smart Grid-Konzepte und die zugehörigen Smart Meter werden neben völlig neuen Geschäftsmodellen auch völlig andere Messstandards entwickelt, prognostiziert die Expertin des Netzwerkausrüsters. „Ein Messstellenbetreiber, der seit Jahrzehnten für die Energiebranche die Hauszähler kontrolliert, hat dies in der Regel nicht im Blick.“ Und auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Energie-Branche habe noch Defizite: „Überspitzt gesagt darf das Internet nicht mehr nur eine Fußnote in der Starkstrom-Vorlesung sein. Die Branche sollte sich das hohe Innovationspotenzial der IKT-Branche zu Nutze machen.“ Umgekehrt müsse sich die Telekommunikationsbranche mit der spezifischen Situation in der Energiebranche auseinandersetzen. „Solardächer und kleinere Windparks laufen über das Mittel- und Niederspannungsnetz. Genau dieses Netz wird über intelligente Kommunikationstechnologien gesteuert werden.

Die Nürnberger Netzwerkspezialisten verstehen sich als Schnittstelle zwischen Energie- und IKT-Branche. Auf der e-World 2012 stellen sie einen „Demonstrator“ für ihr Smart Energy Testing Framework vor, welches die verschiedenen Protokollstandards unter einen Hut bringt. Eine Testumgebung simuliert die gesamte Kette vom Smart Meter-Gerät bis zur Plattform, auf der die Datenpakete gesammelt und weitergeschickt werden. Dabei ist die Testumgebung „Carrier Grade“ gestaltet – sie funktioniert also zu 99,999 Prozent zuverlässig. „Carrier Grade bedeutet, dass das System eine Ausfallwahrscheinlichkeit von maximal fünf Minuten pro Jahr hat“, erklärt Dietschmann. Diese Stabilität werde vor allem in den Mittelpunkt rücken, wenn in Deutschland nicht mehr Pilotprojekte im Fokus stünden, sondern eine deutschlandweites Smart Grid. Denn das neue System muss Last tragen – und darf nicht bei jeder Schwankung ins Stocken geraten oder gar zusammenbrechen. Nur ein derartig stabiles Kommunikationsnetz erfüllt damit alle zukünftigen Anforderungen, die ein schon heute hochverfügbares Energienetz in Zukunft von einem Smart Grid verlangt.

Für Dietschmann ist letzten Endes klar: „Die Energie- und die Telekommunikationsbranche gehören für die Smart Grid-Entwicklung zusammen – so wie beim Menschen das Muskeln und das Nervensystem.“ Wie stark die beiden Branchen zusammenwachsen wird sich auf der e-World zeigen.

Mehr Informationen:

Nash Technologies GmbH
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Bernd Stahl (zuständig für Pressearbeit)
E-Mail: bernd.stahl@nashtech.com
Fon: +49 711 33501 – 7573.

www.nashtech.com
Blog: https://nashtechblog.wordpress.com/
Twitter: http://twitter.com/#!/NashTechGermany
Facebook: http://www.facebook.com/nash.technologies

Live von der Medica: Smartphones als lebenswichtige Gesundheitsüberwacher?

Smartphones verwandeln sich auf der Medizinmesse Medica zu den neuen Gesundheitskontrolleuren. Vom Blutdruck bis zum Herzschlag kann alles überwacht werden – zumindest in der Theorie. Doch sind die tragbaren Geräte für einen professionellen Einsatz auch zuverlässig genug? „Wenn Smartphones kontinuierlich lebenswichtige Datenpakete übermitteln, brauchen Ärzte und Mediziner ein extrem stabiles Netz und keine hakende Verbindung zum Internet“, sagt Bernd Stahl vom Netzwerkspezialisten Nash Technologies.

Die Medizinbranche verschmilzt mit der ITK-Welt

Die Nürnberger gehören zu den rund 400 Ausstellern aus der Informations- und Kommunikationstechnik (ITK). Im Vergleich zu den insgesamt rund 4.500 Ausstellern vertreten sie eine kleine, aber entscheidende Branche auf der Medica. „Die Medizintechnik verschmilzt mit der ITK-Branche. Dadurch entstehen gigantische Möglichkeiten, aber auch viele Herausforderungen, die wir sehr gut gemeinsam lösen können“, sagt Stahl. Nash Technologies ist Projektpartner im Medizintechnik-Cluster Medical Valley, das mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird.

http://www.youtube.com/watch?v=zdHR-VCmzvw

Auf der Medica zeigt das Unternehmen seinen „mHealth-Demonstrator“: Die Gerätestrecke sendet Vitaldaten von Patienten per Bluetooth an eine Smartphone-App und von dort weiter an ein Computersystem, das die Funktion eines „Gesundheitsportals“ übernimmt. Auf das fertige Portal, das noch entwickelt wird, können später Ärzte ihre Patienten in Echtzeit aus der Ferne überwachen.

https://nashtechblog.wordpress.com/2011/10/18/medica-neu-entwickelte-app-misst-ekg-und-blutdruck-arzte-empfangen-zuverlassig-die-lebenswichtigen-daten/

„Das Entscheidende ist: Die gesamte Kommunikationskette – von den Sensoren, die die Vitaldaten erfassen, bis zum emulierten Gesundheitsportal – ist zu 99,999 Prozent zuverlässig. Das entspricht einer Ausfallwahrscheinlichkeit von fünf Minuten pro Jahr“, erklärt IT-Experte Stahl.

Mobilfunkprotokolle werden mit Internetprotokollen „verheiratet“

„Carrier Grade“ nennt sich dies in der Fachsprache – ein Thema, bei dem die Netzwerkspezialisten an vorderster Front arbeiten.

https://nashtechblog.wordpress.com/2011/11/15/carrier-grade-sind-sie-sicher/

„Solch ein mobiler Service muss genau so robust sein wie wir es von der Festnetz-Telefonie gewöhnt sind. Dort bricht die Leitung schließlich auch nicht einfach zusammen, wie wir es beim mobilen Surfen im Internet leider immer noch erleben“, sagt Stahl. Für die Datenübertragung hat Nash Technologies Internetprotokolle mit Mobilfunkprotokollen „verheiratet“, also kombiniert und optimiert. Die neuen Netze müssen auf ihre Zuverlässigkeit getestet werden, erst dann könne ihnen die Verantwortung gegeben werden, Daten zu übermitteln, die über Leben und Tod entscheiden. Auf solche Testszenarien haben sich die Nürnberger spezialisiert: Sie betreiben eine der weltweit größten Mobilfunk-Testanlagen der Welt.

Für Nash Technologies hat sich bereits der erste Tag auf der Medica gelohnt: „Bei vielen Besuchern beginnen die Augen zu leuchten. Denn sie finden in den ITK-Unternehmen die Problemlöser, die sie suchen“, berichtet Stahl. „Von daher freuen wir uns sehr auf den Rest der Veranstaltung.“

Mehr Informationen:

Nash Technologies GmbH
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Bernd Stahl (zuständig für Pressearbeit)
E-Mail: bernd.stahl@nashtech.com
Fon: +49 711 33501 – 7573.

www.nashtech.com
Blog: https://nashtechblog.wordpress.com/
Twitter: http://twitter.com/#!/NashTechGermany
Facebook: http://www.facebook.com/nash.technologies

Carrier Grade – sind Sie sicher?

Vor kurzem habe ich auf meinem Smartphone ein Betriebssystem-Upgrade von 4.x auf 5.0 gemacht. Eine Stunde lang lag das gute Stück auf der Intensivstation und anschliessend fehlten Emails und ToDo-Items. Wenn man im Voice Network ein Software-Upgrade macht, merkt der Teilnehmer gar nichts davon und es fehlen anschliessend auch keine Daten. Woran liegt das?

„Carrier Grade“ heißt das Geheimnis. Aber was ist das eigenlich? Schauen wir mal bei Wikipedia nach. „Carrier Grade“ heißt auf deutsch Betreiberniveau und bezieht sich auf die Ausfallsicherheit eines Systems. Das System ist hier ein Computer- oder Telekommunikationsnetz. Und was verlangen diese Betreiber, wie die Telekom, Vodafone, etc.? Heutzutage normalerweise eine Verfügbarkeit von 99,999%. Diese Zahl ist auch als „Die 5 Neuner“ bekannt. Sie bedeutet in der Praxis, dass ein Netz oder Teile davon nur maximal etwa 5 Minuten pro Jahr ausfallen dürfen, einschließlich geplanter Wartungsaktivitäten für Hardware und Software. Mittlerweile sind aber auch schon 6 und sogar 7 Neuner im Gespräch. Weil die Technik ja fortschreitet. Dann sind wir also bald bei maximalen Ausfallzeiten von 3 Sekunden pro Jahr.

Bei PCs, Servern, Smart Phone, Tables, etc. liegt die Latte etwas niedriger, ungefähr um zwei Größenordnungen. Macht also etwa sechs Stunden pro Jahr. Das kommt also in etwa hin.

Der Begriff „Carrier Grade“ kommt eigentlich aus der Telekommunikation. Da das Internet nach und nach die heute existierenden Kommunikationsnetze ablöst, wird er vermehrt auch auf das Internet bezogen. „Carrier Grade bedeutet aber nicht nur eine sehr hohe Ausfallsicherheit, sondern es gehören auch noch eine Reihe weiterer Leistungsmerkmale dazu, die wir als Nutzer von Telefondiensten als selbstverständlich voraussetzen.

Quality of Service, zu Deutsch Dienstgüte, ist eine weitere Messlatte. Das bedeutet ganz einfach, dass ich immer telefonieren kann, mit einer gewissen Mindestqualität der Sprache. Ebenso bedeutet es, dass ich mein Gespräch, nachdem ich es einmal angefangen habe, auch bis zu dem von mir gewünschten Ende fortsetzen kann. Und schliesslich sind da noch die Notrufnummern: also Krankenhaus, Feuerwehr, Polizei und so. Da kommt man natürlich immer bei der nächstgelegenen Dienststelle raus, damit auch schnell genug Hilfe kommt. Fällt dieser Dienst aus, kann das unmittelbar Einfluss auf Menschenleben haben und der Netzbetreiber sowie die Hersteller der verursachenden Systeme finden sich am Abend in der Tagesschau wieder.

Wendet man diese beiden Kriterien – extreme Ausfallsicherheit bei gleichzeitig garantierter Dienstgüte – auf das Internet an, dann findet man folgendes. Es gibt erfreulicherweise viele Software-Anwendungen, die Sprache, Video, Chat, etc. attraktiv über das Internet anbieten, und die für Einsteiger nix kosten. Das freut die User. Es gibt aber in den Nutzungsbedingungen wichtige Punkte, die nicht übersehen werden dürfen. Man erklärt sich z.B. einverstanden, dass man keinen Notruf zu Krankenhäusern, Feuerwehr und Polizei absetzen kann. Ebenso, dass man wegen der schwankenden Verfügbarkeit des Internets nicht erwartet, dass man immer telefonieren, und man sein Gespräch bis zum Ende fortsetzen kann. Daher wird dort dringend geraten, sich auf jeden Fall noch einen „normalen“ Telefondienst zu besorgen.

Klar ist, das Internet wird alle bisherigen Netze ersetzen, auch das heutige Telefonnetz. Das bedeutet aber, dass extrem hohe Ausfallsicherheit bei gleichzeitig garantierter Dienstgüte dort gewährleistet werden muss. Es gibt also noch was zu tun. Die Frage ist, was denn alles? Hinter der Eigenschaft „Carrier Grade“ des Telefonnetzes steckt eine erhebliche Ingenieurs-Leistung. Diese gilt es zu verstehen und via Metamorphose in ein zukünftiges Internet zu transformieren.

https://nashtechblog.wordpress.com/2011/10/25/eine-doppelhelix-fur-die-energie-der-zukunft/

Bernd Stahl
Senior Systems Architect
Nash Technologies GmbH

NIK IT- Forum: Anders testen, besser testen

99,999 % Ausfallsicherheit von Software: Was Softwareentwickler von der TK-Branche lernen können – Das Windows Testcenter der DATEV – Qualitätssicherung bei outgesourcten Projekten

Als Mit-Organisator und Sprecher zu einem der Themengebiete, hatte ich schon frühzeitig eine sehr intensive Beziehung zu dieser Veranstaltung und war daher auch sehr gespannt, wie die Thematik „Anders Testen – Besser Testen“ bei den Teilnehmern der Veranstaltung ankommen würde.

Durch die organisatorische  Unterstützung durch das Team um Herrn Nordschild von der NIK (Nürnberger Initiative für Kommunikations-Wirtschaft) konnten die andern Beteiligten sich auf die inhaltliche die Ausgestaltung der Veranstaltung konzentrieren.
(http://www.nik-nbg.de/veranstaltung/anders-testen-besser-testen)

Während der Planung und auch bei der Durchführung haben wir bewusst den Bogen von der Herangehensweise an Tests im uns sehr vertrauten Mobilfunkbereich über die Umsetzung einer ähnlichen Strategie beim Test unter Windows bis hin zu Einblicken in die Tools-Welt gespannt, die ein ausgelagertes, unabhängiges Testen unterstützt.

Die Veranstaltung war grob in 3 Teile gegliedert:

  1. Beiträge über die Test-Strategie von Nash in den von Dr. Michel und mir, die mit den Laborführungen interessant bereichert worden sind.
  2. Der Vortrag von Herrn Dr. Allgeyer von der Firma DATEV eG, der die Umsetzung des  gemeinsamen Pilotprojektes zum Inhalt hatte „Microsoft Hotfix-Test“, als die Durchführung des Verträglichkeits-Tests für die DATEV SW bzgl. der regelmäßigen Freigabe von MicrosoftUpdates.
  3. Abgerundet wurde das Ganze mit einem Ausblick auf die Zukunft und Möglichkeiten der Microsoft  Tools-Welt. Hierbei wurde durch den Einsatz von kurzen Demo-Vorführungen auch die praktische Komponente durch Herrn Niesporek von Microsoft hervorgehoben.

Nicht zuletzt die interessante Art der Darstellung hat dazu geführt, dass fast alle 38 Teilnehmer anderer Firmen und Institutionen, bis zum Ende den Vorträgen gespannt gefolgt sind.

Aufgrund der Fragen und den Gesprächen beim anschließenden „Socializing“ wurde deutlich, dass die Thematik in allen Bereichen sehr gut beim Publikum ankam und dass sich daraus Ansätze für zukünftige Partnerschaften ableiten lassen.

Mein Resümee: Kurz und „knackig“ (2-3 Stunden Gesamtdauer) reichen aus, um eine komplexe Thematik wie diese interessant darzustellen.

Mein Dank an dieser Stelle an alle, die als Akteur oder Zuhörer zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben!

Volker Arnold
Progamm Manager Windows-Testcenter
Nash Technologies GmbH

Medica: Neu entwickelte App misst EKG und Blutdruck – Ärzte empfangen zuverlässig die lebenswichtigen Daten

Auf der Medizintechnik-Messe Medica präsentieren wir eine Smartphone-Applikation (App), die Vitalfunktionen von Patienten misst und an ein emuliertes Gesundheits-Portal sendet. Von dort können dann in Zukunft medizinische Dienstleistungen in Echtzeit orchestriert werden. Der Unterschied zu einer gewöhnlichen App: Die Versendung der lebenswichtigen Daten muss extrem zuverlässig sein – Stichwort „Carrier grade“. Für Ärzte bedeutet die neue Technologie: Sie müssen nicht vor Ort sein, um ihre Patienten 24 Stunden am Tag sicher im Blick zu haben. Umgekehrt können gesundheitlich angeschlagene Menschen viel länger zu Hause leben.

Der „mHealth-Demonstrator“ besteht aus mehreren Komponenten: Speziell entwickelte Sensoren, die vom Partner-Unternehmen Corsience entwickelt beziehungsweise um eine Funkschnittstelle erweitert wurden, messen unter anderem Vitalfunktionen wie EKG und Blutdruck. Per Bluetooth gelangen die Daten an eine Konzentrator-App auf dem Smartphone. Vom Smartphone werden die Gesundheitsdaten via Mobilfunkzelle in Echtzeit an den hauseigenen Nash Protokoll Tester (NPT) geschickt. Der NPT ist von Natur aus eine flexible Test Suite, die für den Demonstrator leicht zu einem Emulator für ein zukünftiges Gesundheitsportal umgerüstet werden konnte. WLAN, UMTS und EDGE sind die unterstützten Funktechnologien. Das Projekt ist Teil des Medical Valley und wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Neue App auf „Herz und Nieren“ getestet

Um die neue Applikation gegen Ausfälle abzusichern, haben wir die Datenübertragung „auf Herz und Nieren“ überprüft. Für den Demonstrator ahmt das Testgerät sogar das noch zu entwickelnde medizinische Netzwerk nach. Das ist unser Spezialgebiet: Wir betreiben unter anderem eine größten Mobilfunk-Testanlagen der Welt. Solch ein mobiler Service muss genau so robust sein wie wir es von der Festnetz-Telefonie gewöhnt sind. Dort bricht die Leitung schließlich auch nicht einfach zusammen, wie wir es beim mobilen Surfen im Internet leider immer noch erleben.

Für die Datenübertragung haben wir außerdem Internet-Protokolle mit Mobilfunkprotokollen „verheiratet“, also kombiniert und optimiert. Smartphones entstammen der Internet-Welt, kommunizieren aber in der Mobilfunk-Welt. Bei der Datenübertragung via Smartphone kollidieren diese beiden komplexen Welten. Daher ist eine Optimierung des Gesamtsystems erforderlich:

Auch wenn man ein Mobilfunkgerät nur herumträgt, tut es viel mehr als man denkt. Bei diesen unsichtbaren Aktivitäten ist ein optimales Zusammenspiel aller Systeme für den Verbrauch von Energie und Mobilfunkbandbreite unbedingt erforderlich. Außerdem sollte die App nur dann Datenpakete übertragen, wenn dies notwendig ist. Nicht zuletzt müssen medizinische Anwendungen netzwerkweit robust sein und auf schwankende Verbindungsqualität reagieren können.

Wer sich das anschauen möchte, findet uns auf der Düsseldorfer Fachmesse Medica vom 16. bis 19. November in Halle 3, Stand E92. Weitere Informationen zu unserer Messepräsenz findet man hier.

Für Rückfragen oder Interviewtermine:

Nash Technologies GmbH
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Bernd Stahl (zuständig für Pressearbeit)
E-Mail: bernd.stahl@nashtech.com
Fon: +49 711 33501 – 7573.

Twitter: http://twitter.com/#!/NashTechGermany
Facebook: http://www.facebook.com/nash.technologies

Ausfallsicherheit für LTE-Netz

Woche für Woche geben die grossen Mobilfunkbetreiber bekannt, dass sie die LTE-Technologie massiv ausbauen. Doch schon jetzt deutet sich an: Auch der UMTS-Nachfolger wird den ursprünglich definierten Anforderungen nicht genügen, die ganze Wirtschaftszweige an das mobile Internet haben: Alles soll über das Internet Protokoll (IP) laufen. Long Term Evolution (LTE) hat in seiner ersten Fassung ein Hinkebein: Während wir mit unseren LTE-Smartphones über das IP-Netz auf das Internet zugreifen werden, telefonieren wir über den Circuit Switched-Standard – vereinfacht gesagt eine Art mobiles ISDN. Es gibt also zwei Leitungen: eine fürs Internet und eine fürs Telefon. Mit dieser Hybrid-Lösung kann das volle LTE-Potenzial nicht ausgeschöpft werden.

An Anwendungsmöglichkeiten für ein leistungsfähiges LTE-Netz mangelt es nicht: Die Automobilindustrie schraubt an ihrer Idee des „Connected Car“ – Autos, in denen das Internet dauerhaft integriert ist. Die Energiebranche tüftelt am Smart Grid – dem intelligenten Stromnetz, das über das Internet gesteuert werden könnte und Energielieferanten und -nutzer miteinander verbindet. Per LTE-Funkzellen könnte im Einzelhandel jeder Supermarkt, oder generell jeder Unternehmenskomplex mit seinem eigenen Internet ausgestattet sein.

Doch für alle denkbaren Applikationen im Markt für Geschäfts- oder Privatkunden braucht es einen Standard, der hundertprozentig funktioniert, im Fachjargon beschrieben als „Quality of Service“ (Dienstgüte) und „Carrier Grade“ (Ausfallsicherheit). Wenn Sie auf Youtube statt einem laufenden Video nur kleine Klötzchen sehen, ärgern sie sich über ihre schlechte Leitung. Wenn ihre Geschäftsprozesse in der Leitung festhängen, vernichten Sie Geld. Die Applikationen der Zukunft werden also an die Internetverbindung viel höhere Anforderungen stellen. Sie treiben die Netztechnologie. Das Internet wandelt sich zum einem multifunktionales Beförderungssystem für alle Arten der Kommunikation, und dafür braucht es eine technologische Basis.

Im IP-Netz werden die Daten in kleine Pakete gepackt und losgeschickt. Doch ab einer Netzauslastung von 35 bis 40 Prozent beginnt die Dienstqualität spürbar abzunehmen; bei Sprachübertragung im Internet kann das schon deutlich früher passieren. Darum werden die Netze überdimensioniert: Wir haben Autobahnen, die weniger stark befahren werden dürfen, als man eigentlich erwarten würde. Experten wie der US-Netzvisionär John Day würden dazu lapidar sagen: „Man kann aus einem Schweineohr keine Seidentasche machen.“ Was so viel bedeutet: Das Internet ist wie es ist. Doch damit wollen wir uns aber nicht zufrieden geben: Wenn wir eine Seidentasche wollen, brauchen wir eben Seide.

Eine Lösung liege im Know How, das in den ISDN- und NGN-Netzen stecke, so der Netzwerk-Spezialist. Denn genau dort sei die Dienstgüte vorhanden, die dem IP-Netz fehlt. Wer telefoniert, der erhält garantierte Netzressourcen. So haben sich zum Beispiel beim Voice Peering im klassischen Telefonnetz und im NGN (Next Generation Network) die Netzbetreiber darauf geeinigt, wie zwischen ihren Netzen abgerechnet wird und wie im Gegenzug die Ressourcen garantiert werden. Solch ein Wissen muss in das Future Internet, also das Internet der nächsten Generation, einfliessen. Dann wird auch das LTE-Netz irgendwann kein Hinkebein mehr haben.


Twitter us

Enter your email address to follow this blog and receive notifications of new posts by email.

Schließe dich 23 Followern an

Am Besten bewertet

Dezember 2017
M D M D F S S
« Feb    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Flickr Photos

RSS Technology Review Blogs

  • Die Sehnsucht nach Entvielung Dezember 15, 2017
    Mit Information ist es ein wenig wie mit dem Bitcoin-Kurs: Man denkt, es wird weniger, aber dann wird es doch immer mehr – und unhandhabbarer. Auch wenn sich nunmehr bereits Künstliche Intelligenzen darüber hermachen, kann Information ein kolossales Problem sein.
  • Daniel Suarez: Ideenreich und stereotyp Dezember 14, 2017
    Mit "Bios" legt Daniel Suarez ein neues Science-Fiction-Werk vor. Er bedient sich üblicher Thriller-Elemente, verortet sie aber vor dem spannenden Hintergrund der Gentechnik.
  • Alles wird gut Dezember 13, 2017
    Die Digitalisierung wird die Wirtschaft auf den Kopf stellen. Aber die Ökonomen McAfee und Brynjolfsson erklären, wie man den Sturm reiten kann.
  • Studium generale Dezember 12, 2017
    Der Physiker Lars Jaeger will in seinem neuen Buch den aktuellen Stand der Wissenschaft präsentieren – und ihre Schattenseiten.
  • Gemälde im DNA-Format Dezember 11, 2017
    Wenn Kunst und Naturwissenschaft zusammenfließen, entstehen die faszinierendsten Exponate. Das demonstrierten Ingenieure der Nanotechnologie mithilfe des Gemäldes der Mona Lisa.
  • Der große Benutzeroberflächenraub Dezember 8, 2017
    Manche Geschichten werden so oft erzählt, dass Mythen zu scheinbaren Fakten gerinnen. Ein famoses Beispiel ist die Herkunft der digitalen Schreibtischoberfläche.
  • Mit Wasserstoff nur halb so weit Dezember 7, 2017
    Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hat sich mit einem zentralen Argument für Brennstoffzellenfahrzeuge auseinandergesetzt.
  • Maschinenlieder Dezember 6, 2017
    Die Dadabots geben der Bezeichnung "Heavy Metal" eine völlig neue Bedeutung.
  • Kein Schnee von gestern Dezember 5, 2017
    Es gibt Hinweise, dass die amerikanische Zuckerindustrie Forschungsergebnisse über die Schädlichkeit von Zucker verheimlicht hat. Angesichts der aktuellen Diskussionen hat man den Eindruck: Es hat sich nicht viel geändert.
  • Digitale Amöben Dezember 1, 2017
    Der Unterschied zwischen dem ersten, zweiten und dritten Ort verliert an Trennschärfe. Software schafft neue Formen des Soziallebens, läßt aber zugleich die Ränder verschwimmen, die den neuen Zonen Umrisse verleihen sollen.