Archive for the 'mHealth' Category

The Future of Doctor Internet has already begun …

The future of Doctor Internet has already begun. This knowledge can definitely be taken home from the Medica 2012, and into the doctors‘ offices, hospitals and nursing homes. Medica is the world’s largest medical trade fair and was held from 14 to 17 November in Dusseldorf. Although the number of visitors was down slightly to 130,600, we had significantly higher crowds at our stand in comparison to last year. One reason might be the growing interest in ICT solutions in the medical industry.

The Internet pervades the medicine at a rapid pace. The digital patient record is just the beginning. Height and weight are automatically captured and then transferred to the local data management system. More and more doctors are using medical knowledge portals. Specific social networks allow physicians an unprecedented speed and quality of diagnosis. Intelligent diagnostic algorithms are already competing in various areas with their human original. Through this networking, completely new forms of collaboration arise between physicians and specialists, including their digital version.

ICT support is no longer just about managing practices and hospitals. It comes to the patient close to the skin. The smartphone serves for example as reflected light microscope for the diagnosis of skin diseases. Special smartphones and tablets are designed for seniors, including sensor-based mobile protection systems for dementia patients. These digital assistants expand the memory of our body. For not only the brain processes, stores and transmits information, but also the immune system, the heart, the nervous system and the genetic code do the same. The ubiquitous digital medical assistant comes in and opens up previously unimaginable opportunities.

In medicine happens the same as in other industries: apps on mobile devices are proliferating and the cloud is growing in the background. The data center was yesterday. Cloud is today: very flexible data centers of all sizes, which can be located almost anywhere. Massive amounts of structured and unstructured data are processed: Big Data. This goes hand in hand with mobile devices, interacting with this omnipresent cloud. Thus enabling applications that can take into account the location of the user, including his environment.

Social networks have well been used in marketing. Now they enhance the efficiency of team collaboration. For these “social” teams, there are no limits; they stretch as far as the Internet itself. This saves costs, although there are new challenges in data security. Smartphones at the size of a wrist watch allow an entirely new type of emergency call. In addition to the alarm button they have GPS and medical sensors for blood pressure, heart rate and other things.

This new technology revolutionizes our health system, opening up completely new possibilities. Many processes can be simplified. Startups make it to be profitable with new ideas. And the big Internet companies establish themselves in healthcare. You can often re-use standard components for medicine which „only“ need to be adjusted for that purpose. This principle is a good opportunity for independent contractors who assemble these components into a solution. For manufacturers this results in cost savings, because existing development environments can be re-used.

According to the German Economy Minister Philipp Rösler, networking and digitization create enormous progress: „additional safety in therapies, greater flexibility and higher quality of life for patients and thus improve patient outcomes“. The German Electrical and Electronic Manufacturers‘ Association (ZVEI) even demands that telemedicine shall be part of the usually supply. Currently it was dependent on chance or the respective insurance company. Therefore growth of telemedicine generates a rapidly growing demand for mHealth devices of all kinds.

Author: Bernd Stahl

Die Zukunft von Doktor Internet hat bereits begonnen …

Die Zukunft von Doktor Internet hat bereits begonnen. Diese Erkenntnis kann man auf jeden Fall von der Medica 2012 mit nach Hause nehmen, und in die Arztpraxen, Krankenhäuser und Altenheime. Die Medica ist die weltgrößte Medizinmesse und fand vom 14. Bis 17. November in Düsseldorf statt. Obwohl die Zahl der Fachbesucher mit 130.600 leicht rückläufig war, hatten wir deutlich höheren Andrang an unserem Stand im Vergleich zum letzten Jahr. Einer der Gründe wird das wachsende Interesse an ICT Lösungen in der Medizin-Branche sein.

Das Internet durchdringt die Medizin in rasantem Tempo. Die digitale Patientenakte ist nur der Anfang. Körpergröße und Gewicht werden automatisch erfasst und dann an das lokale Verwaltungssystem übertragen. Immer mehr Ärzte verwenden medizinische Wissensportale. Spezielle soziale Netzwerke ermöglichen Medizinern eine bisher nicht gekannte Geschwindigkeit und Qualität der Diagnose. Intelligente Diagnosealgorithmen sind schon heute in der Lage in verschiedenen Bereichen mit ihrem menschlichen Vorbild zu konkurrieren. Durch diese Vernetzung entstehen völlig neue Formen der Zusammenarbeit von Ärzten und Spezialisten, einschließlich ihrer digitalen Variante.

Die ICT unterstützt heute nicht mehr nur die Verwaltung von Praxen und Krankenhäusern. Sie kommt dem Patienten nah bis auf die Haut. Das Smartphone dient zum Beispiel als Auflichtmikroskop zur Diagnose von Hauterkrankungen. Spezielle Smartphones und Tablets werden für Senioren entwickelt, bis hin zu mobilen Schutzsystemen für Demenzerkrankte mit einer immer ausgefeilteren Sensorik. Diese digitalen Assistenten erweitern das Gedächtnis unseres Körpers. Denn nicht nur das Gehirn verarbeitet, speichert und überträgt Informationen, sondern auch das Immunsystem, das Herz, das Nervensystem und das Erbgut tun das Gleiche. Der allgegenwärtige digitale medizinische Begleiter kommt dazu und eröffnet bisher nicht vorstellbare Möglichkeiten.

In der Medizin passiert das gleiche wie in anderen Branchen auch: Apps auf mobilen Endgeräten breiten sich aus und im Hintergrund wächst die Cloud. Das Rechenzentrum war gestern. Cloud nennt man das heute. Das sind sehr flexible Rechenzentren unterschiedlichster Größe. Und die können sich im Prinzip überall befinden. Riesige Mengen an strukturierten und unstrukturierten Daten werden verarbeitet: Big Data. Dies geht Hand in Hand mit mobilen Endgeräten, deren Standard Apps schon seit langem durch Anwendungen auf der Cloud realisiert werden. Damit schafft man Anwendungen, die den Aufenthaltsort des Users einschließlich seiner Umgebung berücksichtigen können.

Im Marketing werden soziale Netzwerke schon lange verwendet. Jetzt entdeckt man wie die Zusammenarbeit im Team damit verbessert werden kann. Für diese Teams gibt es keine Grenzen, sie reichen so weit wie das Internet selbst. Das spart sogar Kosten, obwohl es neue Herausforderungen in der Datensicherheit mit sich bringt. Smartphones nicht größer wie eine Armbanduhr realisieren eine ganz neue Art des Notrufs. Zusätzlich zum Alarmknopf verfügen sie über GPS und medizinische Sensoren für Blutdruck, Herzfrequenz und ähnliche Dinge.

Diese neue Technik krempelt unser Gesundheitswesen um. Und es entstehen auf einmal ganz neue Möglichkeiten. Viele Abläufe können vereinfacht werden. Startups schaffen es mit neuen Ideen profitabel sein. Und man merkt, wie sich die großen Internet-Firmen auch im Gesundheitswesen etablieren. Häufig kann man Standardkomponenten verwenden, die für die Medizin „nur noch“ angepasst werden müssen. Dieses Prinzip ist eine gute Gelegenheit für unabhängige Dienstleister, die diese Komponenten zu einer Lösung zusammenbauen. Für die Hersteller bedeutet das Kostenersparnis, weil existierende Entwicklungsumgebungen wiederverwendet werden können.

Laut Wirtschaftsminister Rösler schaffen Vernetzung und Digitalisierung enormen Fortschritt: „mehr Sicherheit bei Therapien, größere Flexibilität und mehr Lebensqualität für Patienten, und damit bessere Behandlungsergebnisse.“ Und der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V. – ZVEI fordert sogar, dass die Telemedizin ein Teil der Regelversorgung wird. Derzeit sei es abhängig vom Zufall bzw. der entsprechenden Krankenkasse. Aus diesem Wachstum der Telemedizin würde sich ein stark wachsender Bedarf an mHealth-Geräten aller Art ergeben.

Mein Doktor – mein Smartphone

Die Praxisgebühr wird ja bald wieder abgeschafft. Folgt bald auch die eine oder andere Praxis? Wir haben die Praxis doch sowieso schon in der Tasche: via Smartphone. Klingt verrückt, sogar provokant. Ist es deswegen aber falsch? Bevor wir eine Antwort geben, schauen wir vielleicht mal ein bisschen näher hin.

Smartphones sind schon heute der Hauptsensor mit dem viele Firmen gigantischen Datenmengen sammeln. Es beginnt mit Bewegungsprofilen, die aufgezeichnet werden, sobald das gute Stück auch nur online gegangen ist. Suchmaschinen wissen, wann und wo etwas gefragt wurde. Kaufportale kennen die Geschichte der Käufer. Soziale Netze wissen über unsere Beziehungen, Interessen, Vorlieben, etc. Bescheid. Und Dienste wie Siri fangen an, sich all das zu merken, worüber wir sonst noch so mit dem Smartphone sprechen. „Big Data“ wird gesammelt und intelligente Algorithmen werten das alles aus, in wachsenden Geschwindigkeiten, die wir uns immer weniger vorstellen können.

Der User sieht das Smartphone als Gehilfen. Die Firmen, die sich unsichtbar im Netz tummeln, sehen im Smartphone einen intelligenten Sensor für ihre Geschäftsmodelle. Es kommt also auf die Sichtweise an, was man erkennt.

Nur noch ein kleiner Schritt und das Smartphone wird zu einem Sensor for Fitness- und Gesundheitsdaten. Jason Jacobs, der Gründer der Firma RunKeeper geht davon aus, dass das Smartphone schon bald unser neuer Doktor sein wird. Wenigstens zum Teil. Unsere High Tech Begleiter können jetzt schon Fitness-Werte wie die Herzfrequenz ermitteln – ohne externe Sensoren. Und diese Sensoren werden immer kleiner und passen bald in unsere Kleidung, einschließlich Schnittstelle zum Smartphone. Wir hätten dann also die Möglichkeit, weitere Fitness- und Gesundheitsdaten zu erfassen und auszuwerten.

Was bedeutet das für den User, den Patienten? Er hat einen Fitness- und Gesundheitsassistenten immer bei sich, der ihn permanent berät. Der mHealth Report von PWC prognostiziert, dass Patienten mHealth Services verwenden werden, weil ihnen das eine bessere Kontrolle über ihre eigene Fitness und Gesundheit ermöglicht. Dies beginnt mit Wellness-Monitoring-Systemen und endet mit Möglichkeiten zur professionellen medizinischen Ferndiagnose.

Was bedeutet das für den Arzt? Der Hausarzt könnte mit dem Patienten einen Zugriff auf dessen Fitness- und Gesundheitsdaten haben. Darauf aufbauend könnte er einen verbesserten Service bieten. Ein Teil der Gesundheitsdaten wäre bereits vor der Sprechstunde in der Praxis verfügbar und müsste dort nicht erst erfasst werden. Diese Daten hätten außerdem eine bessere Qualität, da sie im wirklichen Leben entstanden sind. Weiterhin könnte der Arzt höherwertige Dienstleistungen anbieten, wie z.B. eine spontane Beratung für den Fall, dass sich Gesundheit oder Fitness verschlechtert. Der Arzt und seine Praxis werden also nicht verschwinden. Aber der Service wird besser und die Menschen gesünder.

Wen betrifft das noch? Krankenkassen: denn hier geht’s ums Geld. mHealth ermöglicht eine verbesserte Gesundheit zu geringeren Kosten. Eine riesige Gelegenheit für individualisierte Bonussysteme. Krankenhäuser: die durchschnittliche Verweildauer kann abgekürzt werden. Senioren: wir können in Würde alt werden, zu Hause.

Nash Technologies hat Anteil an dieser Entwicklung. Sie finden uns natürlich auch auf der Medica, Halle 15 / E04. Wir freuen uns über inspirierende Diskussionen mit Ihnen.

Bernd Stahl


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