Archive for the 'ITK' Category

Schnelles Internet genossenschaftlich organisieren: Glasfaser in jede Wohnung!

Gibt man in die Suchmaschinen die Stichworte „Genossenschaften“ und „Breitband“ ein, erkennt man sofort, dass es in Deutschland schon eine Vielzahl von kommunalen Initiativen gibt, um mit Bürger-Engagement die Voraussetzungen für eine moderne Kommunikations-Infrastruktur zu schaffen. Beispielhaft sei hier nur Ruppertshofen genannt. Spätestens in zwölf Monaten will man die Voraussetzungen für einen blitzschnellen Datentransfer schaffen, wie die Rems-Zeitung berichtet:

„Schnelles Internet ist nicht nur ein Anliegen von immer mehr Bürgern. sondern ein echter Standortvorteil für eine Kommune. Es ging in Ruppertshofen darum, einen ausgelagerten Knotenpunkt für einen Anschluss ans nächstgelegene Breitbandkabel nahe Spraitbach zu schaffen, weil die Gemeinde bislang im Schatten von Internet-Hochleistungsverbindungen lag. Hauptverbündeter der Bürgerinitiative und der Gemeindeverwaltung wurde Franz Frauenhoffer mit seiner gleichnamigen Verbindung. Auch bei der gestrigen Beschwörung des hochtechnologischen Gemeinschaftsgeistes und Bürgersinns erwies sich der Kämpfer als Motivator. Das Prinzip: Genossenschaftliche Strukturen schaffen und Spenden sammeln, um damit die Netzbetreiber anzutreiben.“

Interessant ist auch das Projekt in Herrieden:

Das Ganze ist löblich und vorbildhaft. Was fehlt, ist eine netzpolitische Agenda, die gemeinsam von Bund und Ländern getragen werden muss. Auf dem nächsten Breitbandgipfel von Kanzlerin Merkel sollte dieser Punkt auf der Tagesordnung ganz oben stehen.

Um alle Haushalte in Deutschland mit Glasfaserkabel für den Empfang von schnellem Internet zu versorgen, rechnen Experten mit Investitionen von 70 bis 80 Milliarden. Beim Breitbandausbau rutschen wir im internationalen Maßstab immer mehr ab und liegen nur noch auf dem 40. Platz – Tendenz sinkend. Von den Netzbetreibern ist das nicht zu finanzieren. Man braucht rund 40 Jahre für die Refinanzierung. Im schnelllebigen Technologiegeschäft ist das nicht zu stemmen. Der Staat kann aus europarechtlichen Gründen als Investor nicht einspringen. Deshalb halte ich die Genossenschafts-Idee für den besten und schnellsten Weg, einen weiteren Abstieg als vernetzte Ökononomie zu verhindern.

Grob über den Daumen geschätzt hat man in Deutschland 40 Millionen Erwerbstätige. Wenn man die Gesamtsumme von 80 Milliarden Euro durch 40 Millionen teilt, kommt man auf 2000 Euro. Ich würde diesen Betrag investieren. Damit hätte ich einen Anteil an einer breitbandigen Infrastruktur. Damit hätte ich die Sicherheit, vorausgesetzt man findet genügend Mitstreiter, dass es in den nächsten zwei bis drei Jahren auch wirklich flächendeckend ausgebaut würde. Ich hätte dann Breitband bei mir in der Wohnung, mit der ganzen Zukunftsperspektive, die es bietet. Ich wäre dann Eigentümer und könnte über Geschäftsmodelle nachdenken, wie man eine solide Rendite machen kann. Wir brauchen Raiffeisen, um den Breitbandausbau nach vorne zu bringen!

Als Miteigentümer des Netzes ist man eher bereit, den Ausbau politisch mitzutragen. Entscheidend ist das dezentrale Investment. Zudem müsse nicht die gesamte Summe über Genossenschaften finanziert werden. Die großen Netzbetreiber sind jetzt schon dabei, kräftig für den Breitbandausbau zu finanzieren. Insofern könnte man eine gute Lastenteilung organisieren. Das Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2018 den flächendeckenden Breitbandausbau zu realisieren. Ohne dezentrale Initiativen ist das nicht zu erreichen.

Was bislang in der Berliner Politik diskutiert wird, hat mit schnellem Internet und Breitbandausbau nicht viel zu tun: Da geht es eher um die Nutzung der installierten Kupferleitungen auf der letzten Meile für ein bisschen schnelleres xDSL. Das trifft nicht den Kern der Sache. Glasfaser in jede Wohnung muss das Motto sein.

Dabei ist es für viele Themen unabdingbar, die Digitalisierung über schnelle Internetverbindungen voranzutreiben. Etwa bei der Energiewende. Man kann auch beides kombinieren. Wenn man bei dem einen über genossenschaftliche Konzepte nachdenkt, warum dann nicht auch bei dem anderen. Bei der Energiewende geht es ja gerade um die Dezentralisierung. Übrigens sollte sich vielleicht auch der nächste IT-Gipfel mit diesem Thema beschäftigen.

Breitbandausbau dezentral und genossenschaftlich organisieren

So ganz einfach kann der Staat gar nicht in die Bresche springen beim Breitbandausbau. Experten schätzen die Investitionssumme für die Verlgung von Glasfaserkabel in alle Haushalte in Deutschland auf rund 80 Milliarden Euro. Die öffentliche Hand darf hier aus europarechtlichen Gründen nicht tätig werden – anders als beispielsweise in Singapur. An der Notwendigkeit eines schnellen Internet dürften aber wohl keine Zweifel mehr bestehen. Und wenn wir nicht völlig ins Mittelmaß fallen wollen, sollten wir jetzt über neue Lösungen nachdenken und diese auch schnell umsetzen. Im internationalen Maßstab rangieren wir nur noch auf dem 40. Platz – mit sinkender Tendenz. Das dürfte uns irgendwann auch volkswirtschaftlich auf die Füße fallen.

Im Interview mit dem Ich sag mal-Blog bin ich ausführlich auf die Idee eines genossenschaftlichen Ausbau des Breitbandes eingegangen:

Vernetzte Kunden und die Kunst der Abstraktion

E-Commerce-Seiten, die auf Social Logins verzichten, nehmen dem Kunden beispielsweise die einfache Möglichkeit sich ohne neuen Account anzumelden und auf die Empfehlungen ihrer Freunde einzugehen, berichtet das t3n-Magazin:

„Heute haben bereits zwei Drittel aller erwachsenen Internetnutzer mindestens einen Account bei einem sozialen Netzwerk – seit 2005 ist dieser Wert um das Achtfache gestiegen. Nimmt man dazu die 40 Prozent der Nutzer, die lieber einen Social Login, beispielsweise von Facebook nutzen, als sich einen neuen Account bei einer E-Commerce-Seite anzulegen, ergibt sich eine Menge Potenzial für eine Verringerung der Kaufabbrüche. Laut Monetate sollen immerhin 75 Prozent aller begonnenen Online-Einkäufe aus unterschiedlichen Gründen scheitern, Registrierungsvorgänge sind ein Grund.“

Interessant sei die Tatsache, dass Konsumenten, die sich per Social Login angemeldet haben, deutlich länger im Online-Shop verweilen und dabei mehr Seiten aufrufen, als nicht eingeloggte Besucher.

Deutlich an der Tabellspitze steht natürlich Facebook mit 60 Prozent aller Social Logins .

„Das ist aber auch kaum ein Wunder, denn Facebook verfügt auch insgesamt über die meisten Nutzer – weltweit aktuell etwa 850 Millionen. Zudem sind rund 50 Prozent der Käufer sind eh schon bei Facebook eingeloggt. Auf dem zweiten Platz folgt mit 12 Prozent etwas überraschend Yahoo, noch vor Twitter (11 Prozent) und Google (10 Prozent). Gerade im amerikanischen Bereich besitzt Yahoo immer noch eine große Bedeutung und dürfte auch bei vielen Online-Shops zum festen Inventar gehören“, so t3n.

Generell  steigt die Bedeutung der vernetzten Kunden. Darauf verweist der Smart Service Blog und zitiert den Web-Experten Brian Solis:

„Let’s discuss the experience loop of the connected customer. Please give us a short explanation of this experience loop and how companies should act on that knowledge.“

Das die Bäume für soziale Netzwerke dennoch nicht in den Himmel wachsen, macht der Focus-Netzökonom Holger Schmidt am Beispiel Facebook deutlich:

„Knapp einen Monat vor dem Börsengang hat Facebook weitere Zweifel an seiner 100-Milliarden-Dollar-Bewertung geweckt. Denn die Zahlen für das erste Quartal zeigen einen weiteren Rückgang des Wachstumstempos und auch weniger Gewinn als im Vorjahr. Erstmals ist der Umsatz gegenüber einem Vorquartal zurückgegangen. Dagegen bleibt das Nutzerwachstum hoch.“

Um den Blick für das Ganze nicht zu verlieren, sollten vielleicht auch die Manager von Facebook dem Rat von Dr. Gerhard Wohland vom Institut für Höchstleister folgen:

Abstraktion ist das Mittel, um seine Gedanken zu ordnen!

Lesenswert auch der Artikel in Service Insiders:

Gutenberg-Luther-Zuse-Stephan-Effekte gegen die digitale Trägheit: Über Flughöhen und Gestern-Branchen – mit einer Stellungnahme von uns!

Mobile World Congress: How Femtocells can Move Digitalization Forward

Press Release

Barcelona, 22/02/2012 – With every new Smartphone and every new tablet, potential problems escalate for network providers. They need to keep their mobile communication networks in top shape, otherwise customers could very well drown in data bottlenecks – as they themselves could in prohibitive power costs. “Digitalization of all economic sectors greatly depends on the industry’s willingness to invest”, states IT expert Bernd Stahl from network specialist Nash Technologies. The digitalization of all private and business processes is a megatrend that opens up huge opportunities for innovation and growth.

Hardly a day goes by without a device manufacturer announcing a new product to be launched at the Mobile World Congress in Barcelona, where the entire mobile communications sector is coming together to further drive the mobile Internet vision while setting new impetus for growth. In Germany alone, over 20 million people already have a Smartphone – and the trend is rising.

“The industry is currently facing three major challenges. On the one hand, network providers have to reduce their energy costs. Also, coverage has to be extended to address more rural areas. And finally, frequency ranges also have to be increased, if market needs are to be covered”, says Stahl. Energy costs arise for the most part through the base stations, which currently remain greatly responsible for supply. “The stations, which are often installed in high buildings or on their own masts, cover wide areas. For them to function sufficiently on the edges of these areas,  performance at their center automatically needs to be excessively high. This draws the balance downwards”, adds Stahl. Moreover, high costs arise through locations that are either rented or purchased.

A considerably more high-performance and cost-efficient solution is available through Femtocells: “The radio cells can be used where there is a high concentration of people – at hot spots in urban centers for instance. They can deliver in a highly targeted way rather than by providing widespread coverage.” For example, football stadiums or shopping centers can be equipped with their own radio cells. As well, they enable more cost-efficient coverage in rural areas.

The reliability factor is also extremely important in the mobile Internet. No one can afford to have their networks malfunction or break down due to overloading or unexpected events. This is even more important in view of the fast-rising numbers of mobile users and their increased need for bandwidth due to innovative Internet services. Femtocells are no exception, they carry their own set of challenges. This is why the specialists from Nuremberg are also showing their “Nash Protocol Tester” in Barcelona, with which Femtocell performance and efficacy can be tested. http://www.nashtech.com/home/products/nptr/

“Femtocells and Small Cells create the technological infrastructure for the ongoing development of entire economic sectors”, says Stahl. The degree of digitalization in certain industries can be as low as 30 to 45 percent. With digitalization, we are referring to communication, closeness to suppliers, process chains and delivery to end-customers – and not only straightforward LTE access. “The trend is crystal clear: what can be digitalized will be digitalized”, says Stahl.

Nash Technologies at the Mobile World Congress, Barcelona, February 27 to March 1, Hall 2, Stand E18.

http://www.mobileworldcongress.com/exhibitor-list/nash-technologies-1

For more information, contact:

Bernd Stahl
Senior Systems Architect
Nash Technologies Stuttgart GmbH
ES/VS/E
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Email: bernd.stahl@nashtech.com
www.nashtech.com

iPhone: +49 (0) 160 / 97304915
Tel: +49 (0) 711 / 33501-7573
Fax: +49 (0) 711 / 33501-5403

Blog: https://nashtechblog.wordpress.com/
Twitter: http://twitter.com/#!/NashTechGermany
Facebook: http://www.facebook.com/nash.technologies

Vor dem Mobile World Congress: Wie Femtozellen die Digitalisierung nach vorne bringen

Pressemitteilung

Nürnberg/Stuttgart/Barcelona, 22. Februar 2012 – Mit jedem neuen Smartphone und jedem neuen Tablet wachsen die Probleme der Netzbetreiber: Sie müssen ihre Mobilfunknetze schnell genug fit machen, sonst versinken ihre Kunden im Datenstau – und sie selbst in Stromkosten. „Gleichzeitig hängt an der Investitionsbereitschaft der Branche die Digitalisierung aller Wirtschaftszweige“, sagt IT-Experte Bernd Stahl vom Dienstleistungspartner für Netzwerkausrüster Nash Technologies. Die Digitalisierung aller privaten und geschäftlichen Prozesse ist ein robuster Megatrend. Hier liegt eine riesige Chance für Innovation und Wachstum.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem Gerätehersteller nicht verkünden, welches neue Produkt sie auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentieren werden. Die Mobilfunkbranche kommt zusammen, um die Vision des mobilen Internet weiter zu treiben und neue Wachstumsimpulse zu setzen. Allein in Deutschland haben bereits über 20 Millionen Bürger ein Smartphone. Tendenz: steigend. „Die Branche steht vor drei großen Herausforderungen: Zum einen müssen die Netzbetreiber ihre Energiekosten senken. Außerdem müssen sie die Abdeckung in den ländlichen Gebieten ausbauen. Und die Bandbreite muss ebenfalls steigen, wenn man den Bedarf decken will“, sagt Stahl. Die Energiekosten entstehen zum großen Teil durch die Basisstationen, die zurzeit noch flächendeckend für die Versorgung zuständig sind. „Die Stationen, die häufig in hohen Gebäuden oder eigenen Masten installiert sind, decken weite Flächen ab. Dadurch dass sie an den Rändern noch ausreichend funktionieren müssen, ist ihre Leistung im Zentrum automatisch überdimensioniert. Das zieht die Energiebilanz nach unten“, sagt Stahl. Außerdem entstünden hohe Kosten durch die Standorte, die angemietet oder gekauft werden müssten.

Eine deutlich leistungsstärkere und kostengünstige Lösung steht mit den Femtozellen bereit: „Die Funkzellen können dort eingesetzt werden, wo viele Menschen sind – also an Hot Spots in den Städten. Sie können punktgenau liefern anstatt großflächig abzudecken.“ So könnten beispielsweise Fußballstadien oder Einkaufszentren mit eigenen Funkzellen ausgestattet werden. Außerdem ließe sich damit eine kostengünstigere Abdeckung im ländlichen Raum erreichen.

Auch im mobilen Internet ist das Thema Zuverlässigkeit enorm wichtig: niemand kann es sich leisten, dass seine Netze wegen Überlastung oder unerwarteter Zwischenfälle ausfallen. Dies wird umso wichtiger angesichts stark wachsender Zahlen der mobilen User und deren erhöhtem Bedarf an Bandbreite aufgrund innovativer Internetdienste. Femtozellen machen hier keine Ausnahme, sondern bringen auch neue Herausforderungen mit sich. Daher zeigen die Nürnberger Spezialisten auf dem Kongress in Barcelona unter anderem ihren „Nash Protocol Tester“ http://www.nashtech.com/home/products/nptr/, mit dem Femtozellen auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft werden.

„Femtozellen und Small Cells bilden die technologische Infrastruktur für die weitere Entwicklung ganzer Wirtschaftszweige“, sagt Stahl. Der Grad der Digitalisierung liegt in einzelnen Branchen erst bei 30 bis 45 Prozent. Mit Digitalisierung sind Kommunikation, Anbindung an Zulieferer, Prozessketten und die Lieferung an Endkunden gemeint – und nicht bloß der profane LTE-Anschluss: „Der Trend ist ganz klar: Was digitalisiert werden kann, das wird auch digitalisiert“, sagt Stahl.

Nash Technologies auf dem Mobile World Congress, Barcelona, 27. Februar bis 1. März, Halle 2, Stand E18.

http://www.mobileworldcongress.com/exhibitor-list/nash-technologies-1

 

Kontakt:

Bernd Stahl
Senior Systems Architect
Nash Technologies Stuttgart GmbH
ES/VS/E
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Email: bernd.stahl@nashtech.com
www.nashtech.com

iPhone: +49 (0) 160 / 97304915
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Fax: +49 (0) 711 / 33501-5403

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Die Hauptthesen aus dem Video:

http://youtu.be/FQhU6gK1NNc

 

Die Netze müssen fit gemacht werden für Smart Grid. Das bedeutet konkret:

  • Neue Netzelemente müssen jederzeit hinzufügbar sein. Dazu ist es notwendig, dass diese neuen Netzelemente nicht nur den funktionalen Test gemäß Spezifikation bestehen, sondern auch im wirklichen Netz funktionieren, d.h. interoperabel sind. Es passiert einfach zu häufig, dass funktional als korrekt getestete Geräte im Wirknetz nicht mehr funktionieren und sogar den Betrieb anderen Netzelemente stören.
  • Lasttests sind ein weiteres Thema. Es ist einfach ein großer Unterschied, ob man ein Netz mit ein paar duzend Netzelementen hat, oder eines mit Zig-tausenden oder gar Millionen, oder noch mehr. Große Datenvolumen verändern das Verhalten des Netzes. Das muss man kennen bevor man online geht.
  • Schliesslich sind da die unerwarteten Fehlerfälle. Es reicht nicht aus, nur die erlaubten Use Cases zu testen (Sunny Day Scenarios) man muss auch die Fehlerfälle testen (Rainy Day Scenarios), um sicher zu stellen, dass das Netz stabil bleibt. Dabei gilt: es gibt viel mehr Rainy Day Scenarios als Sunny Day Scenarios.

Wer aus der Telekommunikation kommt, kennt diese Problematik schon lange. Ein weltweites, sehr robustes Netz wurde aufgebaut, mit ca. einer Milliarde Usern, zu vertretbaren Kosten. Hier die optimale Testabdeckung zu finden erfordert sehr viel Erfahrung. Es die nicht da, können die Kosten für die Verifikation des Netzes schnell explodieren.

Auf der E-World stellen wir eine Testumgebung vor, die genau auf diese Bedürfnisse eingeht: neben funktionalen Tests werden Interoperabilitäts-Tests unterstützt, Lasttests sind nahtlos skalierbar möglich, Fehlerfälle können similiert werden, andere Netzelemente können emuliert werden, um das „System Under Test“ einem realistischen Szenario zu unterziehen.

Es gibt für das Intelligente Netz schon Insellösungen mit großer Strahlkraft: z.B. Elektromobilität Region Stuttgart.

Ich sag mal

Interview mit der Energieexpertin Martina Dietschmann von Nash Technologies. Was müssen die Netz leisten, um die Energiewende zu bewerkstelligen? Welche Fehlerquellen müssen berücksichtigt werden, welche intelligenten Technologien werden gebraucht für einen sparsamen Umgang mit Energie. Alles das ist Thema der Energy World in Essen, die ich heute besucht habe.

Im intelligenten Netz verschmelzen zahlreiche neue Technologien mit der bestehenden Energie-Infrastruktur. Wind, Solar, Bioenergie – die dezentral aus ganz Deutschland Energie liefern – müssen mit der klassischen Energieerzeugung verwoben werden und in die sich verändernden Netze integriert werden. Die Steuerung des Smart Grids läuft über das Internet, was noch mehr Integrationsarbeit bedeutet. „Wir müssen dies von Anfang an beachten“, sagt Dietschmann und plädiert für einen branchenübergreifenden Dialog über die Standards und die Architektur des Netzes.

Ein Beispiel für die verschiedenen Komponenten, die im Smart Grid berücksichtigt werden müssen, sind die „Smart Meter Gateways“. In den Gateways werden die Energieverbrauchswerte von vielen…

Ursprünglichen Post anzeigen 56 weitere Wörter

„Outbreak“ – keine Killer, aber genauso lautlos im Smart Metering

1995 kam Wolfgang Petersens Biowaffen-Thriller unter dem deutschen Nebentitel „lautlose Killer“ in die Kinos, der etwas vereinfacht darin gipfelt, wie mit einem hochansteckenden Virus umgegangen werden soll. Auf der einen Seite die Philanthropen auf der Suche nach dem Impfstoff, auf der anderen ein austickender US-General, der die besonders einfache und nachhaltige Lösung des noch lokalisierbaren Problems mit einer Aerosolbombe anordnet und am Ende des Films arrestiert wird.

Kein Happy End finden flächendeckende Virusinfektionen üblicherweise im Internet, auch ohne die Option mit der Bombe. Stichworte I Love You, Conficker, Melissa, Nimda, Sasser und viele mehr. Hat mit Smart Metering nichts zu tun? Oder doch? Die BSI-Architektur schreibt ein Smart Metering Gateway als Bindeglied mit Internet-Anschluß zwischen den Zählern zuhause und den Betreibern vor, das optional die Proxy-Funktion für intelligente Hausgeräte übernehmen soll. Auch die Nutzeranfragen über den persönlichen Verbrauch, mit dem Smart Metering dem Endkunden schmackhaft gemacht werden soll, sind von diesem Gateway zu beantworten.

Es verhält sich wie im vorne mit Iriserkennung und Fingerabdruck-Terminal gesicherten Rechenzentrum, in dem die hintere Tür zum Hof verkeilt wurde, damit der Paketbote eine erwartete Lieferung drinnen abstellen kann. Auch wenn das Gateway abgesehen vom sogenannten „Wake Up“ Dienst, mit dem das Gateway Verbindung zum legitimen Betreiber aufnimmt, keinerlei zugängliche Schnittstellen zum öffentlichen Internet exponiert – auf dessen „Rückseite“ soll es Verbindungsversuche aus dem intelligenten Zähler- und Heimnetz bearbeiten können. Gelingt es dem Hacker, solche Heimnetze zu kompromittieren, hat er den gewünschten Ausgangspunkt für den Angriff auf das Gateway. Um hundert Ecken gedacht? Man betrachte das klassische Szenario zur Kaperung von korporativen Netzen: Andocken, Eindringen in einen Rechner, Eskalation von Privilegien, Überspringen auf die anderen Rechner des Netzes. Intelligente Hausgeräte können, müssen aber nicht das Smart Metering Gateway als Brücke zum Internet verwenden – der Anschluß an den hauseigenen DSL-Router ist nicht nur denkbar, sondern für manche Geräte bereits heute Realität. Und letzterer ist nur scheinbar die unüberwindliche Festungsmauer zuhause (kleiner Test: haben Sie das Default-Passwort Ihres DSL-Routers geändert?).

Mehrere Faktoren arbeiten solch einem Szenario zu. Zuerst der Skalenfaktor – es wird nicht unendlich viele Kombinationen aus Gateway und Heimnetzendgeräten geben. D.h. wurde eine Kombination aus DSL-Router/Heimnetzgerät/Gateway „geknackt“, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dieses Muster mühelos – vom heimischen Schreibtisch aus – replizieren zu können. Weder vertiefte Branchenkenntnisse, die das böse Tun zumindest erschweren, noch schwer beschaffbare oder teure Hardware sind notwendige Voraussetzung für den Einstieg. Kunden und Betreiber freuen sich über niedrige Kosten für Endgeräte und Gateways – wenn nicht, werden sie diese zu erzwingen versuchen. Damit ist für Eigenentwicklungen von Betriebssystemen, die einen gewissen Schutz vor Gelegenheitsangreifern bieten, wenig Raum. Sog. „embedded“-Versionen von gängigen Betriebssystemen werden zum Einsatz kommen, die nicht über jeden Zweifel erhaben sind.

Das BSI deutet diese Problematik zwar an, führt sie aber nicht näher aus. Schade. Für die Betreiber. Denn im Fall der flächendeckenden Kompromittierung der Infrastruktur bleiben sie auf diesem Problem der sog. „Business Continuity“ sitzen. Was, wenn im Gateway plazierte Malware dazu führt, daß das Gateway keine oder nur noch manipulierte Verbindungen aufbaut? Datentechnisch ist das Gateway dem Betreiber entglitten. Auch heute schon kein Problem im Einzelfall, der Stoff für das TV-Vorabendprogramm liefert,  – aber ganze Flotten von Montagetrupps, die die gesamte Kundenbasis sequentiell zur Reparatur anfahren? Unrealistisches Szenario? Versuchen Sie doch einfach, sich gegen diesen Fall zu versichern. Wenn es das Problem nicht gibt, verlangt Ihre Versicherung gegen dieses Risiko 0 € Prämie. An dieser Stelle sei einfach die Behauptung aufgestellt, daß nach der Analyse durch den Rückversicherer die Prämie nicht 0 € betragen wird.

Lösungen sind denkbar, jedoch im Hinblick auf den regulatorischen Aspekt nicht trivial. Dies ist nur ein Grund, warum Blaupausen von Standard-IT Lösungen nicht helfen werden. Tiefgehende Analyse der Anforderungen im Hinblick auf denkbare Bedrohungen, sorgsame Auswahl der Lieferanten und vor allem erschöpfende Praxistests werden dem Betreiber der Smart Metering Infrastruktur nicht erspart bleiben.

Wolf-Dieter Wurst
Senior Systems Architect
Nash Technologies GmbH

Mehr Informationen:

Nash Technologies GmbH
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Bernd Stahl (zuständig für Pressearbeit)
E-Mail: bernd.stahl@nashtech.com
Fon: +49 711 33501 – 7573.

www.nashtech.com
Blog: https://nashtechblog.wordpress.com/
Twitter: http://twitter.com/#!/NashTechGermany
Facebook: http://www.facebook.com/nash.technologies


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