Archive for the 'Informationstechnologie' Category

Umsätze von Amazon in Deutschland – Ich hab da mal ne Frage …

Heute Morgen habe einen Artikel gelesen: Amazon: Der unterschätzte Handelsriese und die Rückständigkeit Deutschlands als Netzwerkökonomie. Eigentlich wollte ich das nur kurz re-bloggen … Aber dann fiel mir immer mehr dazu ein. Und WordPress hat beim Re-blog-Button nicht so viel Komfort wie ich mir das wünsche.

Amazon macht in Deutschland 6,4-6,7 Milliarden Euro Umsatz und übertrifft damit alle Erwartungen. Und das in einer Zeit, in der ganze Branchen hierzulande unter Druck stehen: Buchhandel, Zeitungen, Medien, Versandhandel. Vielleicht auch der Einzelhandel.

Amazon folgt einem einfachen Prinzip: digital geht vieles einfacher und besser. Die Beziehung zum Kunden, nicht mehr nur die Jungen. Die Angebot und Logistik sind hervorragend und haben eine mobile Schnittstelle via Smartphone. Selbst Umtausch und Garantie funktioniert digital.

Josef Schumpeter nannte das „kreative Zerstörung“. Heute nennt man das „Disruptive Innovation“. Hoppla, die Sprache hat gewechselt. Das ist ja Englisch! Wieso haben wir im Moment kein deutsches Wort dafür? Könnte es sein: eine Sprache kann nur solche Konzepte ausdrücken, die sie in ihrer Kultur auch versteht, sonst fehlen ihr einfach die Worte?

Laut Schumpeter ist diese kreative Zerstörung der Preis für Innovation, Fortschritt, Wohlstand und neue Arbeitsplätze. Wir reden gerne sonntags über Innovation, Fortschritt, Wohlstand und neue Arbeitsplätze, verschweigen aber den Preis, der während dem Rest der Woche zu bezahlen ist: kreative Zerstörung. Ohne das eine ist das andere nicht zu haben.

Es ist unmöglich, Arbeitsplätze festzuhalten, die sich überlebt haben. Ich rede als Betroffener. Es ist nicht leicht diesem Problem ins Auge zu sehen. Aber, ein Problem, dem man nicht ins Angesicht schaut, kann man auch nicht lösen. Es ist an der Zeit, Fragen zu stellen. Persönliche Fragen. Und um Antworten zu ringen. Sich neu fokussieren. Und dann transformieren. Nach dem ersten Schock kann das sogar richtig Spaß machen. Alles fängt an mit Fragen wie:

  • Wenn ich noch mal ganz von vorne anfangen könnte, was würde ich dann machen?
  • Mit dem, was ich gut kann?
  • Mit dem, was ich in der Tiefe verstehe?
  • Wie kann ich das transformieren?
  • Einfacher machen?
  • Angenehmer zu nutzen?
  • Mit anderem kombinieren, so wie es bisher noch keiner gemacht hat?
  • Wem könnte das richtig gut gefallen?
  • Wer sucht vielleicht schon lange nach so was?
  • Wer würde mir dabei helfen?
  • Wer würde für so was auch bezahlen?

Eine gute Frage ist immer besser als eine schlechte Antwort. Fragen haben Zukunft. Für Antworten kann die Vergangenheit schneller kommen, als erwartet.

Hätten wir mal lieber auf Schumpeter gehört. Vor ein paar Jahrzehnten. Und sofort angefangen richtig zu üben. Sehr wahrscheinlich wäre dann „kreative Zerstörung“ in die englische Sprache aufgenommen worden, so wie z.B. „Kindergarden“.

Autor: Bernd Stahl

The Future of Doctor Internet has already begun …

The future of Doctor Internet has already begun. This knowledge can definitely be taken home from the Medica 2012, and into the doctors‘ offices, hospitals and nursing homes. Medica is the world’s largest medical trade fair and was held from 14 to 17 November in Dusseldorf. Although the number of visitors was down slightly to 130,600, we had significantly higher crowds at our stand in comparison to last year. One reason might be the growing interest in ICT solutions in the medical industry.

The Internet pervades the medicine at a rapid pace. The digital patient record is just the beginning. Height and weight are automatically captured and then transferred to the local data management system. More and more doctors are using medical knowledge portals. Specific social networks allow physicians an unprecedented speed and quality of diagnosis. Intelligent diagnostic algorithms are already competing in various areas with their human original. Through this networking, completely new forms of collaboration arise between physicians and specialists, including their digital version.

ICT support is no longer just about managing practices and hospitals. It comes to the patient close to the skin. The smartphone serves for example as reflected light microscope for the diagnosis of skin diseases. Special smartphones and tablets are designed for seniors, including sensor-based mobile protection systems for dementia patients. These digital assistants expand the memory of our body. For not only the brain processes, stores and transmits information, but also the immune system, the heart, the nervous system and the genetic code do the same. The ubiquitous digital medical assistant comes in and opens up previously unimaginable opportunities.

In medicine happens the same as in other industries: apps on mobile devices are proliferating and the cloud is growing in the background. The data center was yesterday. Cloud is today: very flexible data centers of all sizes, which can be located almost anywhere. Massive amounts of structured and unstructured data are processed: Big Data. This goes hand in hand with mobile devices, interacting with this omnipresent cloud. Thus enabling applications that can take into account the location of the user, including his environment.

Social networks have well been used in marketing. Now they enhance the efficiency of team collaboration. For these “social” teams, there are no limits; they stretch as far as the Internet itself. This saves costs, although there are new challenges in data security. Smartphones at the size of a wrist watch allow an entirely new type of emergency call. In addition to the alarm button they have GPS and medical sensors for blood pressure, heart rate and other things.

This new technology revolutionizes our health system, opening up completely new possibilities. Many processes can be simplified. Startups make it to be profitable with new ideas. And the big Internet companies establish themselves in healthcare. You can often re-use standard components for medicine which „only“ need to be adjusted for that purpose. This principle is a good opportunity for independent contractors who assemble these components into a solution. For manufacturers this results in cost savings, because existing development environments can be re-used.

According to the German Economy Minister Philipp Rösler, networking and digitization create enormous progress: „additional safety in therapies, greater flexibility and higher quality of life for patients and thus improve patient outcomes“. The German Electrical and Electronic Manufacturers‘ Association (ZVEI) even demands that telemedicine shall be part of the usually supply. Currently it was dependent on chance or the respective insurance company. Therefore growth of telemedicine generates a rapidly growing demand for mHealth devices of all kinds.

Author: Bernd Stahl

Die Zukunft von Doktor Internet hat bereits begonnen …

Die Zukunft von Doktor Internet hat bereits begonnen. Diese Erkenntnis kann man auf jeden Fall von der Medica 2012 mit nach Hause nehmen, und in die Arztpraxen, Krankenhäuser und Altenheime. Die Medica ist die weltgrößte Medizinmesse und fand vom 14. Bis 17. November in Düsseldorf statt. Obwohl die Zahl der Fachbesucher mit 130.600 leicht rückläufig war, hatten wir deutlich höheren Andrang an unserem Stand im Vergleich zum letzten Jahr. Einer der Gründe wird das wachsende Interesse an ICT Lösungen in der Medizin-Branche sein.

Das Internet durchdringt die Medizin in rasantem Tempo. Die digitale Patientenakte ist nur der Anfang. Körpergröße und Gewicht werden automatisch erfasst und dann an das lokale Verwaltungssystem übertragen. Immer mehr Ärzte verwenden medizinische Wissensportale. Spezielle soziale Netzwerke ermöglichen Medizinern eine bisher nicht gekannte Geschwindigkeit und Qualität der Diagnose. Intelligente Diagnosealgorithmen sind schon heute in der Lage in verschiedenen Bereichen mit ihrem menschlichen Vorbild zu konkurrieren. Durch diese Vernetzung entstehen völlig neue Formen der Zusammenarbeit von Ärzten und Spezialisten, einschließlich ihrer digitalen Variante.

Die ICT unterstützt heute nicht mehr nur die Verwaltung von Praxen und Krankenhäusern. Sie kommt dem Patienten nah bis auf die Haut. Das Smartphone dient zum Beispiel als Auflichtmikroskop zur Diagnose von Hauterkrankungen. Spezielle Smartphones und Tablets werden für Senioren entwickelt, bis hin zu mobilen Schutzsystemen für Demenzerkrankte mit einer immer ausgefeilteren Sensorik. Diese digitalen Assistenten erweitern das Gedächtnis unseres Körpers. Denn nicht nur das Gehirn verarbeitet, speichert und überträgt Informationen, sondern auch das Immunsystem, das Herz, das Nervensystem und das Erbgut tun das Gleiche. Der allgegenwärtige digitale medizinische Begleiter kommt dazu und eröffnet bisher nicht vorstellbare Möglichkeiten.

In der Medizin passiert das gleiche wie in anderen Branchen auch: Apps auf mobilen Endgeräten breiten sich aus und im Hintergrund wächst die Cloud. Das Rechenzentrum war gestern. Cloud nennt man das heute. Das sind sehr flexible Rechenzentren unterschiedlichster Größe. Und die können sich im Prinzip überall befinden. Riesige Mengen an strukturierten und unstrukturierten Daten werden verarbeitet: Big Data. Dies geht Hand in Hand mit mobilen Endgeräten, deren Standard Apps schon seit langem durch Anwendungen auf der Cloud realisiert werden. Damit schafft man Anwendungen, die den Aufenthaltsort des Users einschließlich seiner Umgebung berücksichtigen können.

Im Marketing werden soziale Netzwerke schon lange verwendet. Jetzt entdeckt man wie die Zusammenarbeit im Team damit verbessert werden kann. Für diese Teams gibt es keine Grenzen, sie reichen so weit wie das Internet selbst. Das spart sogar Kosten, obwohl es neue Herausforderungen in der Datensicherheit mit sich bringt. Smartphones nicht größer wie eine Armbanduhr realisieren eine ganz neue Art des Notrufs. Zusätzlich zum Alarmknopf verfügen sie über GPS und medizinische Sensoren für Blutdruck, Herzfrequenz und ähnliche Dinge.

Diese neue Technik krempelt unser Gesundheitswesen um. Und es entstehen auf einmal ganz neue Möglichkeiten. Viele Abläufe können vereinfacht werden. Startups schaffen es mit neuen Ideen profitabel sein. Und man merkt, wie sich die großen Internet-Firmen auch im Gesundheitswesen etablieren. Häufig kann man Standardkomponenten verwenden, die für die Medizin „nur noch“ angepasst werden müssen. Dieses Prinzip ist eine gute Gelegenheit für unabhängige Dienstleister, die diese Komponenten zu einer Lösung zusammenbauen. Für die Hersteller bedeutet das Kostenersparnis, weil existierende Entwicklungsumgebungen wiederverwendet werden können.

Laut Wirtschaftsminister Rösler schaffen Vernetzung und Digitalisierung enormen Fortschritt: „mehr Sicherheit bei Therapien, größere Flexibilität und mehr Lebensqualität für Patienten, und damit bessere Behandlungsergebnisse.“ Und der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V. – ZVEI fordert sogar, dass die Telemedizin ein Teil der Regelversorgung wird. Derzeit sei es abhängig vom Zufall bzw. der entsprechenden Krankenkasse. Aus diesem Wachstum der Telemedizin würde sich ein stark wachsender Bedarf an mHealth-Geräten aller Art ergeben.

Alt werden und technologischer Fortschritt?

Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, wie Ihr Leben nach dem 65. oder 67. Lebensjahr aussehen soll?

Quelle: Gerd AltmannQuelle: Gerd Altmann, Pixelio

Ich meine genauer gesagt. Wie möchten Sie leben wenn Sie ihr Rentenalter erreicht haben? Alleine? In einer Gemeinschaft wie zum Beispiel in einem Mehrgenerationenhaus? Oder möchten Sie erst im Rentenalter noch die Welt entdecken? Oder auch nur zu Hause im trauten Heim verbringen und sich um Familie, Garten und die Folgegeneration kümmern? Oder sogar weiter arbeiten? Also, Ich fände es toll, wenn sich JEDER jetzt schon Gedanken darüber macht, wie er im Alter leben möchte. Was sind Ihre ureigensten Bedürfnisse, die aber vor allem nicht getrieben sein dürfen von Gesellschaft und politischen Beschlüssen!

Ich heiße S. Lehmann (44), in einer glücklichen Partnerschaft, keine Kinder und arbeite bei Nash Technologies in Nürnberg im Marketing. Wie der Firmenname alleine schon verrät, die Firma hat zu tun mit Technologien. Das bedeutet, unsere Firma nimmt teil am technologischen Wandel, jeden Tag, Woche um Woche, Monat um Monat, Jahr um Jahr. Unsere 260 Ingenieure in Nürnberg und Stuttgart befassen sich quasi jeden Tag mit der Thematik, wie sich Datenmengen noch schneller und sicherer von A nach B transportieren lassen oder wie man das Leben noch einfacher gestalten kann. Oder wie wir mit unseren hochqualifizierten Fachkräften und unserem Know-how nutzbringende Lösungen anbieten können, wie z.B. in folgenden Bereichen, Telekommunikation, Gesundheitswesen, Energie und Automotive. Kommunikationstechnologien wie LTE und Small Cell sind zur Zeit in aller Munde – aber was danach kommt, dass kann im Moment noch keiner so genau sagen. Wir können nur spekulieren oder erahnen was sich durchsetzen wird und was gebraucht werden könnte – mehr verrät uns aber auch ein Blick in die Glaskugel nicht! Oder wissen Sie es?

Seit langem ist schon bekannt, dass bis zum Jahr 2050, Japan gefolgt von Deutschland zu den Vorreitern der Bevölkerungsschrumpfung gehören wird und mehr Menschen immer älter werden. Dies wird einige demografische Änderungen mit sich bringen! Der Begriff „Demografischer Wandel“ ist ja fast schon zu einem Modewort geworden, derzeit aber leider durch die Euro- und Finanzkrise wieder stark nach hinten gerückt. Und? Geschehen ist hier noch nicht viel, oder? Das Thema „Älter werden“ geht uns alle an und muss auf jeden Fall noch viel mehr in der Öffentlichkeit und in den Unternehmen vorangetrieben werden! Aber was können wir selber dazu beitragen? Die Lösung: Teilen Sie sich mit, seien Sie kommunikativ, netzwerken Sie was das Zeug hält. Teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Mit uns meine ich die Welt um Sie herum. http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,785939,00.html

Fakt ist auch, die Datenmengen werden immer größer und wollen möglichst schnell, zuverlässig und sicher übertragen werden. Im Umland von großen Städten und in strukturschwächeren Gebieten krankt es immer noch an der Netzabdeckung (Breitbandausbau). Gerade hier findet man viele ältere Menschen. Es gilt also auch zu hinterfragen, was brauchen wir Menschen denn wirklich? Was bringt uns wirklich Erleichterung? Was kann uns im Alltag sinnvoll unterstützen? Das gilt auch für das Geschäftsleben!
Muss ich als Privatmann den Trends denn immer folgen? Ich meine, Ja, denn größtenteils oder gezwungener Massen werden Sie einfach mitgerissen, ob Sie wollen oder nicht. Außerdem ist es doch für Sie von Vorteil, wenn Sie in Zukunft auch noch weiterhin mitreden können, oder? Deswegen, bleiben Sie am Ball, informieren sie sich und reden Sie mit.

Es gibt ältere Menschen, die sich erst jetzt mit 86 Jahren einen Laptop anschaffen und einen Internetkurs an der Volkshochschule belegen – Hut ab für soviel Mut! Ziel ist hier sicherlich in erster Linie, sich mit den Kindern, den Enkelkindern und Freunden auszutauschen. Verstreut sind die Menschen ja heute bereits über die ganze Welt, sei es aus beruflichen, privaten oder politischen Gründen, sei es aber auch nur um den Anschluss an die Gesellschaft nicht zu verlieren. Dieser Trend wir sicherlich weiterhin anhalten. Wir haben immer weniger Zeit und alles dreht sich immer schneller. Ich kann mir vorstellen, das das Wort„Service“ oder Dienstleistung am Menschen in Deutschland wieder einen ganz neuen Stellenwert bekommt. Ich denke aber auch, daß wir da unbedingt wieder hin müssen – Servicewüste Deutschland ade.

Aber jetzt habe ich noch gar nicht verraten, wie ich mir meinen Lebensabend vorstelle. Ich möchte auf jeden Fall bis ins hohe Alter, sofern es der Gesundheitszustand zulässt, mobil bleiben. Das heißt für mich, ein Auto zu besitzen und auch zu teilen, um von A nach B zu kommen. Sollte der Partner irgendwann mal nicht mehr sein, möchte ich nicht unbedingt alleine leben, mich aber auf jeden Fall selbst versorgen können. Denn Selbständigkeit im Alter hält physisch und geistig fit. Für den Notfall oder auch nur für alltägliche Probleme würde ich es allerdings begrüßen, jemanden oder etwas zu haben, wo ich mit jemanden in Kontakt treten kann und sofort jemand zur Stelle ist – eine Person meines Vertrauens. Mögliche Hilfsmittel könnten sein: Geräte wie zum Beispiel eine intelligente Armbanduhr oder ein mobiles Endgerät. Eine stabile Netzverbindung von jedem Ort und eine einfach Bedienung sollte selbstverständlich sein. Gleichzeitig sollten im Hintergrund möglichst viele Informationen übermittelt werden, damit auf der anderen Seite richtige reagiert wird.
www.zukunftsentwicklungen.de/

Auch wenn bis dahin noch viel, viel Zeit ins Land vergeht, es ist dennoch ein Gedanke wert. Man sollte sich nicht treiben lassen und alles dem Zufall überlassen, man kann sein Leben auch selbst aktiv steuern – wenn man jetzt schon weiß was man will.

Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich den Rest meines Lebens zu verbringen.
(Albert Einstein)

Schnelles Internet genossenschaftlich organisieren: Glasfaser in jede Wohnung!

Gibt man in die Suchmaschinen die Stichworte „Genossenschaften“ und „Breitband“ ein, erkennt man sofort, dass es in Deutschland schon eine Vielzahl von kommunalen Initiativen gibt, um mit Bürger-Engagement die Voraussetzungen für eine moderne Kommunikations-Infrastruktur zu schaffen. Beispielhaft sei hier nur Ruppertshofen genannt. Spätestens in zwölf Monaten will man die Voraussetzungen für einen blitzschnellen Datentransfer schaffen, wie die Rems-Zeitung berichtet:

„Schnelles Internet ist nicht nur ein Anliegen von immer mehr Bürgern. sondern ein echter Standortvorteil für eine Kommune. Es ging in Ruppertshofen darum, einen ausgelagerten Knotenpunkt für einen Anschluss ans nächstgelegene Breitbandkabel nahe Spraitbach zu schaffen, weil die Gemeinde bislang im Schatten von Internet-Hochleistungsverbindungen lag. Hauptverbündeter der Bürgerinitiative und der Gemeindeverwaltung wurde Franz Frauenhoffer mit seiner gleichnamigen Verbindung. Auch bei der gestrigen Beschwörung des hochtechnologischen Gemeinschaftsgeistes und Bürgersinns erwies sich der Kämpfer als Motivator. Das Prinzip: Genossenschaftliche Strukturen schaffen und Spenden sammeln, um damit die Netzbetreiber anzutreiben.“

Interessant ist auch das Projekt in Herrieden:

Das Ganze ist löblich und vorbildhaft. Was fehlt, ist eine netzpolitische Agenda, die gemeinsam von Bund und Ländern getragen werden muss. Auf dem nächsten Breitbandgipfel von Kanzlerin Merkel sollte dieser Punkt auf der Tagesordnung ganz oben stehen.

Um alle Haushalte in Deutschland mit Glasfaserkabel für den Empfang von schnellem Internet zu versorgen, rechnen Experten mit Investitionen von 70 bis 80 Milliarden. Beim Breitbandausbau rutschen wir im internationalen Maßstab immer mehr ab und liegen nur noch auf dem 40. Platz – Tendenz sinkend. Von den Netzbetreibern ist das nicht zu finanzieren. Man braucht rund 40 Jahre für die Refinanzierung. Im schnelllebigen Technologiegeschäft ist das nicht zu stemmen. Der Staat kann aus europarechtlichen Gründen als Investor nicht einspringen. Deshalb halte ich die Genossenschafts-Idee für den besten und schnellsten Weg, einen weiteren Abstieg als vernetzte Ökononomie zu verhindern.

Grob über den Daumen geschätzt hat man in Deutschland 40 Millionen Erwerbstätige. Wenn man die Gesamtsumme von 80 Milliarden Euro durch 40 Millionen teilt, kommt man auf 2000 Euro. Ich würde diesen Betrag investieren. Damit hätte ich einen Anteil an einer breitbandigen Infrastruktur. Damit hätte ich die Sicherheit, vorausgesetzt man findet genügend Mitstreiter, dass es in den nächsten zwei bis drei Jahren auch wirklich flächendeckend ausgebaut würde. Ich hätte dann Breitband bei mir in der Wohnung, mit der ganzen Zukunftsperspektive, die es bietet. Ich wäre dann Eigentümer und könnte über Geschäftsmodelle nachdenken, wie man eine solide Rendite machen kann. Wir brauchen Raiffeisen, um den Breitbandausbau nach vorne zu bringen!

Als Miteigentümer des Netzes ist man eher bereit, den Ausbau politisch mitzutragen. Entscheidend ist das dezentrale Investment. Zudem müsse nicht die gesamte Summe über Genossenschaften finanziert werden. Die großen Netzbetreiber sind jetzt schon dabei, kräftig für den Breitbandausbau zu finanzieren. Insofern könnte man eine gute Lastenteilung organisieren. Das Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2018 den flächendeckenden Breitbandausbau zu realisieren. Ohne dezentrale Initiativen ist das nicht zu erreichen.

Was bislang in der Berliner Politik diskutiert wird, hat mit schnellem Internet und Breitbandausbau nicht viel zu tun: Da geht es eher um die Nutzung der installierten Kupferleitungen auf der letzten Meile für ein bisschen schnelleres xDSL. Das trifft nicht den Kern der Sache. Glasfaser in jede Wohnung muss das Motto sein.

Dabei ist es für viele Themen unabdingbar, die Digitalisierung über schnelle Internetverbindungen voranzutreiben. Etwa bei der Energiewende. Man kann auch beides kombinieren. Wenn man bei dem einen über genossenschaftliche Konzepte nachdenkt, warum dann nicht auch bei dem anderen. Bei der Energiewende geht es ja gerade um die Dezentralisierung. Übrigens sollte sich vielleicht auch der nächste IT-Gipfel mit diesem Thema beschäftigen.

Breitbandausbau dezentral und genossenschaftlich organisieren

So ganz einfach kann der Staat gar nicht in die Bresche springen beim Breitbandausbau. Experten schätzen die Investitionssumme für die Verlgung von Glasfaserkabel in alle Haushalte in Deutschland auf rund 80 Milliarden Euro. Die öffentliche Hand darf hier aus europarechtlichen Gründen nicht tätig werden – anders als beispielsweise in Singapur. An der Notwendigkeit eines schnellen Internet dürften aber wohl keine Zweifel mehr bestehen. Und wenn wir nicht völlig ins Mittelmaß fallen wollen, sollten wir jetzt über neue Lösungen nachdenken und diese auch schnell umsetzen. Im internationalen Maßstab rangieren wir nur noch auf dem 40. Platz – mit sinkender Tendenz. Das dürfte uns irgendwann auch volkswirtschaftlich auf die Füße fallen.

Im Interview mit dem Ich sag mal-Blog bin ich ausführlich auf die Idee eines genossenschaftlichen Ausbau des Breitbandes eingegangen:

Vernetzte Kunden und die Kunst der Abstraktion

E-Commerce-Seiten, die auf Social Logins verzichten, nehmen dem Kunden beispielsweise die einfache Möglichkeit sich ohne neuen Account anzumelden und auf die Empfehlungen ihrer Freunde einzugehen, berichtet das t3n-Magazin:

„Heute haben bereits zwei Drittel aller erwachsenen Internetnutzer mindestens einen Account bei einem sozialen Netzwerk – seit 2005 ist dieser Wert um das Achtfache gestiegen. Nimmt man dazu die 40 Prozent der Nutzer, die lieber einen Social Login, beispielsweise von Facebook nutzen, als sich einen neuen Account bei einer E-Commerce-Seite anzulegen, ergibt sich eine Menge Potenzial für eine Verringerung der Kaufabbrüche. Laut Monetate sollen immerhin 75 Prozent aller begonnenen Online-Einkäufe aus unterschiedlichen Gründen scheitern, Registrierungsvorgänge sind ein Grund.“

Interessant sei die Tatsache, dass Konsumenten, die sich per Social Login angemeldet haben, deutlich länger im Online-Shop verweilen und dabei mehr Seiten aufrufen, als nicht eingeloggte Besucher.

Deutlich an der Tabellspitze steht natürlich Facebook mit 60 Prozent aller Social Logins .

„Das ist aber auch kaum ein Wunder, denn Facebook verfügt auch insgesamt über die meisten Nutzer – weltweit aktuell etwa 850 Millionen. Zudem sind rund 50 Prozent der Käufer sind eh schon bei Facebook eingeloggt. Auf dem zweiten Platz folgt mit 12 Prozent etwas überraschend Yahoo, noch vor Twitter (11 Prozent) und Google (10 Prozent). Gerade im amerikanischen Bereich besitzt Yahoo immer noch eine große Bedeutung und dürfte auch bei vielen Online-Shops zum festen Inventar gehören“, so t3n.

Generell  steigt die Bedeutung der vernetzten Kunden. Darauf verweist der Smart Service Blog und zitiert den Web-Experten Brian Solis:

„Let’s discuss the experience loop of the connected customer. Please give us a short explanation of this experience loop and how companies should act on that knowledge.“

Das die Bäume für soziale Netzwerke dennoch nicht in den Himmel wachsen, macht der Focus-Netzökonom Holger Schmidt am Beispiel Facebook deutlich:

„Knapp einen Monat vor dem Börsengang hat Facebook weitere Zweifel an seiner 100-Milliarden-Dollar-Bewertung geweckt. Denn die Zahlen für das erste Quartal zeigen einen weiteren Rückgang des Wachstumstempos und auch weniger Gewinn als im Vorjahr. Erstmals ist der Umsatz gegenüber einem Vorquartal zurückgegangen. Dagegen bleibt das Nutzerwachstum hoch.“

Um den Blick für das Ganze nicht zu verlieren, sollten vielleicht auch die Manager von Facebook dem Rat von Dr. Gerhard Wohland vom Institut für Höchstleister folgen:

Abstraktion ist das Mittel, um seine Gedanken zu ordnen!

Lesenswert auch der Artikel in Service Insiders:

Gutenberg-Luther-Zuse-Stephan-Effekte gegen die digitale Trägheit: Über Flughöhen und Gestern-Branchen – mit einer Stellungnahme von uns!


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