Archive for the 'Digitalisierung' Category

Die Digitale Transformation – Triebkräfte und Konsequenzen

Die digitale Transformation ist in vollem Gange. Jede Branche ist davon betroffen. Bernd Stahl spricht mit Stephan Grabmeier, dem Gründer und Geschäftsführer der Innovation Evangelists GmbH über die treibenden Kräfte hinter dieser Entwicklung und die Konsequenzen, die sich daraus für Führungskräfte und IT-Spezialisten ergeben.

BS: Herr Grabmeier, wir befinden inmitten einer umfassenden digitalen Transformation. Was genau hat man darunter zu verstehen?

SG: die digitale Transformation ist aus meiner Erfahrung heraus nicht nur die Technologie, obwohl diese natürlich eine große Rolle spielt. Ich sehe vier Bereiche: neben der Technologie sind es der Druck durch die ökonomischen Veränderungen, einhergehend mit einem sozialen und kulturellen Wandel.

BS: Welche Branchen sind momentan besonders betroffen?

SG: Ich weiß gar nicht, ob es eine Branche gibt, die nicht davon betroffen ist. Jede Branche ist in unterschiedlichen Reifegraden davon betroffen. Die Branchen, die eine hohe Wissensintensität haben sind sicherlich stärker betroffen: allen voran die Verlage und die ICT, aber auch das produzierende Gewerbe im Kontext von Industrie 4.0, das Gesundheitswesen und die Energiewirtschaft.

BS: Wer oder was treibt das Ganze?

Zum vollständigen Interview geht es hier.

Umsätze von Amazon in Deutschland – Ich hab da mal ne Frage …

Heute Morgen habe einen Artikel gelesen: Amazon: Der unterschätzte Handelsriese und die Rückständigkeit Deutschlands als Netzwerkökonomie. Eigentlich wollte ich das nur kurz re-bloggen … Aber dann fiel mir immer mehr dazu ein. Und WordPress hat beim Re-blog-Button nicht so viel Komfort wie ich mir das wünsche.

Amazon macht in Deutschland 6,4-6,7 Milliarden Euro Umsatz und übertrifft damit alle Erwartungen. Und das in einer Zeit, in der ganze Branchen hierzulande unter Druck stehen: Buchhandel, Zeitungen, Medien, Versandhandel. Vielleicht auch der Einzelhandel.

Amazon folgt einem einfachen Prinzip: digital geht vieles einfacher und besser. Die Beziehung zum Kunden, nicht mehr nur die Jungen. Die Angebot und Logistik sind hervorragend und haben eine mobile Schnittstelle via Smartphone. Selbst Umtausch und Garantie funktioniert digital.

Josef Schumpeter nannte das „kreative Zerstörung“. Heute nennt man das „Disruptive Innovation“. Hoppla, die Sprache hat gewechselt. Das ist ja Englisch! Wieso haben wir im Moment kein deutsches Wort dafür? Könnte es sein: eine Sprache kann nur solche Konzepte ausdrücken, die sie in ihrer Kultur auch versteht, sonst fehlen ihr einfach die Worte?

Laut Schumpeter ist diese kreative Zerstörung der Preis für Innovation, Fortschritt, Wohlstand und neue Arbeitsplätze. Wir reden gerne sonntags über Innovation, Fortschritt, Wohlstand und neue Arbeitsplätze, verschweigen aber den Preis, der während dem Rest der Woche zu bezahlen ist: kreative Zerstörung. Ohne das eine ist das andere nicht zu haben.

Es ist unmöglich, Arbeitsplätze festzuhalten, die sich überlebt haben. Ich rede als Betroffener. Es ist nicht leicht diesem Problem ins Auge zu sehen. Aber, ein Problem, dem man nicht ins Angesicht schaut, kann man auch nicht lösen. Es ist an der Zeit, Fragen zu stellen. Persönliche Fragen. Und um Antworten zu ringen. Sich neu fokussieren. Und dann transformieren. Nach dem ersten Schock kann das sogar richtig Spaß machen. Alles fängt an mit Fragen wie:

  • Wenn ich noch mal ganz von vorne anfangen könnte, was würde ich dann machen?
  • Mit dem, was ich gut kann?
  • Mit dem, was ich in der Tiefe verstehe?
  • Wie kann ich das transformieren?
  • Einfacher machen?
  • Angenehmer zu nutzen?
  • Mit anderem kombinieren, so wie es bisher noch keiner gemacht hat?
  • Wem könnte das richtig gut gefallen?
  • Wer sucht vielleicht schon lange nach so was?
  • Wer würde mir dabei helfen?
  • Wer würde für so was auch bezahlen?

Eine gute Frage ist immer besser als eine schlechte Antwort. Fragen haben Zukunft. Für Antworten kann die Vergangenheit schneller kommen, als erwartet.

Hätten wir mal lieber auf Schumpeter gehört. Vor ein paar Jahrzehnten. Und sofort angefangen richtig zu üben. Sehr wahrscheinlich wäre dann „kreative Zerstörung“ in die englische Sprache aufgenommen worden, so wie z.B. „Kindergarden“.

Autor: Bernd Stahl

Schnelles Internet genossenschaftlich organisieren: Glasfaser in jede Wohnung!

Gibt man in die Suchmaschinen die Stichworte „Genossenschaften“ und „Breitband“ ein, erkennt man sofort, dass es in Deutschland schon eine Vielzahl von kommunalen Initiativen gibt, um mit Bürger-Engagement die Voraussetzungen für eine moderne Kommunikations-Infrastruktur zu schaffen. Beispielhaft sei hier nur Ruppertshofen genannt. Spätestens in zwölf Monaten will man die Voraussetzungen für einen blitzschnellen Datentransfer schaffen, wie die Rems-Zeitung berichtet:

„Schnelles Internet ist nicht nur ein Anliegen von immer mehr Bürgern. sondern ein echter Standortvorteil für eine Kommune. Es ging in Ruppertshofen darum, einen ausgelagerten Knotenpunkt für einen Anschluss ans nächstgelegene Breitbandkabel nahe Spraitbach zu schaffen, weil die Gemeinde bislang im Schatten von Internet-Hochleistungsverbindungen lag. Hauptverbündeter der Bürgerinitiative und der Gemeindeverwaltung wurde Franz Frauenhoffer mit seiner gleichnamigen Verbindung. Auch bei der gestrigen Beschwörung des hochtechnologischen Gemeinschaftsgeistes und Bürgersinns erwies sich der Kämpfer als Motivator. Das Prinzip: Genossenschaftliche Strukturen schaffen und Spenden sammeln, um damit die Netzbetreiber anzutreiben.“

Interessant ist auch das Projekt in Herrieden:

Das Ganze ist löblich und vorbildhaft. Was fehlt, ist eine netzpolitische Agenda, die gemeinsam von Bund und Ländern getragen werden muss. Auf dem nächsten Breitbandgipfel von Kanzlerin Merkel sollte dieser Punkt auf der Tagesordnung ganz oben stehen.

Um alle Haushalte in Deutschland mit Glasfaserkabel für den Empfang von schnellem Internet zu versorgen, rechnen Experten mit Investitionen von 70 bis 80 Milliarden. Beim Breitbandausbau rutschen wir im internationalen Maßstab immer mehr ab und liegen nur noch auf dem 40. Platz – Tendenz sinkend. Von den Netzbetreibern ist das nicht zu finanzieren. Man braucht rund 40 Jahre für die Refinanzierung. Im schnelllebigen Technologiegeschäft ist das nicht zu stemmen. Der Staat kann aus europarechtlichen Gründen als Investor nicht einspringen. Deshalb halte ich die Genossenschafts-Idee für den besten und schnellsten Weg, einen weiteren Abstieg als vernetzte Ökononomie zu verhindern.

Grob über den Daumen geschätzt hat man in Deutschland 40 Millionen Erwerbstätige. Wenn man die Gesamtsumme von 80 Milliarden Euro durch 40 Millionen teilt, kommt man auf 2000 Euro. Ich würde diesen Betrag investieren. Damit hätte ich einen Anteil an einer breitbandigen Infrastruktur. Damit hätte ich die Sicherheit, vorausgesetzt man findet genügend Mitstreiter, dass es in den nächsten zwei bis drei Jahren auch wirklich flächendeckend ausgebaut würde. Ich hätte dann Breitband bei mir in der Wohnung, mit der ganzen Zukunftsperspektive, die es bietet. Ich wäre dann Eigentümer und könnte über Geschäftsmodelle nachdenken, wie man eine solide Rendite machen kann. Wir brauchen Raiffeisen, um den Breitbandausbau nach vorne zu bringen!

Als Miteigentümer des Netzes ist man eher bereit, den Ausbau politisch mitzutragen. Entscheidend ist das dezentrale Investment. Zudem müsse nicht die gesamte Summe über Genossenschaften finanziert werden. Die großen Netzbetreiber sind jetzt schon dabei, kräftig für den Breitbandausbau zu finanzieren. Insofern könnte man eine gute Lastenteilung organisieren. Das Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2018 den flächendeckenden Breitbandausbau zu realisieren. Ohne dezentrale Initiativen ist das nicht zu erreichen.

Was bislang in der Berliner Politik diskutiert wird, hat mit schnellem Internet und Breitbandausbau nicht viel zu tun: Da geht es eher um die Nutzung der installierten Kupferleitungen auf der letzten Meile für ein bisschen schnelleres xDSL. Das trifft nicht den Kern der Sache. Glasfaser in jede Wohnung muss das Motto sein.

Dabei ist es für viele Themen unabdingbar, die Digitalisierung über schnelle Internetverbindungen voranzutreiben. Etwa bei der Energiewende. Man kann auch beides kombinieren. Wenn man bei dem einen über genossenschaftliche Konzepte nachdenkt, warum dann nicht auch bei dem anderen. Bei der Energiewende geht es ja gerade um die Dezentralisierung. Übrigens sollte sich vielleicht auch der nächste IT-Gipfel mit diesem Thema beschäftigen.

Bandbreite für die Digitalisierung unserer Geschäfts- und Lebensbereiche

Warum wir dem Branchenverband VATM begetreten sind.

Ob ein intelligentes Energienetz, Gesundheits-Apps für Smartphones oder das elektrobetriebene Auto mit Internetanschluss: „Wir erleben zurzeit die vollständige Digitalisierung aller Geschäfts- und Lebensbereiche“, sagt Udo Nadolski, Geschäftsführer von Nash Technologies. „In dieser Digitalisierungswelle liegen enorme Wachstumschancen für die Kommunikationsbranche. Und es ist die Basis für die Entwicklung der gesamten Wirtschaft in Deutschland in den nächsten Jahren.“

Doch bis es soweit ist, gibt es noch eine ganze Reihe von Hürden zu beseitigen. Das ist der Grund, warum der Netzwerkspezialist Nash Technologies dem VATM beigetreten ist, dem Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten. „Die Telekommunikationsbranche sollte  gemeinsam und fokussiert auf die Klärung wichtiger Themen drängen, wie etwa die Entwicklung des intelligenten Energienetzes  Smart Grid, dem flächendeckenden Breitbandausbau oder einer vernünftigen Position zur Netzneutralität. Deswegen sind wir dem Verband beigetreten“, sagt Udo Nadolski.

Überspitzt gesagt: Auch wenn Deutschland häufig als Technologie-Vorreiter gilt, muss es im internationalen Wettbewerb aufpassen, dass es nicht zum Entwicklungsland mutiert. „Fortschritt braucht die entsprechende Infrastruktur, damit er nicht abgewürgt wird“, so der Geschäftsführer des Netzwerkspezialisten Nash Technologies, der zur Harvey Nash Gruppe gehört.

Der Erfolg des Automobils in den letzten 100 Jahren wäre ohne eine funktionierende Infrastruktur bestehend aus Straßen, Tankstellen, Werkstätten, etc. nicht denkbar gewesen. In gleicher Weise ist die Digitalisierung abhängig von einer leistungsfähigen Kommunikations-Infrastruktur, gehosteten Services in der Cloud, und intelligenten Endgeräten, Häusern, Autos, etc.

Ein konkretes Beispiel sind Smartphones, die sich derzeit zu den neuen Gesundheitskontrolleuren entwickeln. Vom Blutdruck bis zum Herzschlag kann alles überwacht werden – zumindest in der Theorie. Doch sind die tragbaren Geräte für einen professionellen Einsatz auch zuverlässig genug? „Wenn Smartphones kontinuierlich lebenswichtige Datenpakete übermitteln, brauchen Mediziner ein extrem stabiles Netz und keine hakende Verbindung zum Internet“, sagt Udo Nadolski.

Ältere Bürger, die es aufgrund des demografischen Wandels immer mehr geben wird, könnten mit solchen Lösungen länger zu Hause leben, was sowohl die Lebensqualität steigere als auch allgemeine Gesundheitskosten senke.  So beeinflusse die technologische Infrastruktur die Entwicklung ganzer Sektoren.

Mit dem Beitritt zum VATM, in dem über 100 Unternehmen vertreten sind, verspricht sich Nash Technologies außerdem ein Networking auf hohem Niveau. „Wir sind gespannt, wie sich die Zukunft entwickeln wird und mit welchen Lösungen die Branche zum Motor der gesamten Wirtschaft wird“, so Udo Nadolski.

Weitere Links zu Thema:

Breitbandausbau dezentral und genossenschaftlich organisieren

Neu entwickelte App misst EKG und Blutdruck

Wie Femtozellen die Digitalisierung nach vorne bringen

Bernd Stahl
Senior Systems Architect & Media Relations
Nash Technologies GmbH

Breitbandausbau dezentral und genossenschaftlich organisieren

So ganz einfach kann der Staat gar nicht in die Bresche springen beim Breitbandausbau. Experten schätzen die Investitionssumme für die Verlgung von Glasfaserkabel in alle Haushalte in Deutschland auf rund 80 Milliarden Euro. Die öffentliche Hand darf hier aus europarechtlichen Gründen nicht tätig werden – anders als beispielsweise in Singapur. An der Notwendigkeit eines schnellen Internet dürften aber wohl keine Zweifel mehr bestehen. Und wenn wir nicht völlig ins Mittelmaß fallen wollen, sollten wir jetzt über neue Lösungen nachdenken und diese auch schnell umsetzen. Im internationalen Maßstab rangieren wir nur noch auf dem 40. Platz – mit sinkender Tendenz. Das dürfte uns irgendwann auch volkswirtschaftlich auf die Füße fallen.

Im Interview mit dem Ich sag mal-Blog bin ich ausführlich auf die Idee eines genossenschaftlichen Ausbau des Breitbandes eingegangen:

Open Innovation-Projekt von Nash Technologies: Mobiles Assistenzsystem für Pflegebedürftige

Durch die Überalterung der Gesellschaft steigt die Zahl der pflegebedürftigen Menschen – eine bekannte Tatsache. Immer mehr können nicht allein und selbstbestimmt leben. Entsprechend wichtiger werden Assistenzsysteme, um beispielsweise Demenzkranken so lange wie möglich eine Unterbringung in einem Pflegeheim zu ersparen.

„Das hat sehr viel mit Lebensqualität zu tun, wenn man länger in der gewohnten Umgebung mit vertrauten Menschen bleiben kann. Dafür werden telemedizinische Systeme entwickelt, um die häusliche Pflege zu verbessern und den Patienten ein Sicherheitsgefühl zu vermitteln. Hier setzt die barrierefreie Gesundheits-Assistenz an, die im Nürnberger Medizintechnik-Cluster Medical Valley unter Beteiligung unseres Unternehmens entwickelt wird“, sagt Nash Technlogies-Kollege Rolf Bittner.

Das Gerät sieht aus wie eine Armbanduhr, um Stigmatisierungen der Betroffenen zu vermeiden. Es überprüft 24 Stunden am Tag den Gesundheitszustand dementer Patienten und sendet die Daten automatisch an einen Gesundheits-Server weiter, auf den Ärzte und Pflegepersonal Zugriff haben.

Nash Technologies ist für die Software verantwortlich. Die Applikation gleicht einem Trichter: Medizinische Sensoren überprüfen die wichtigsten Vitalfunktionen wie EKG und Blutdruck, aber auch die Position des Patienten und senden diese Daten an den Gesundheits-Server. Von dort aus gelangen sie über eine Internetverbindung an das medizinische Netzwerk.

„Mobile Assistenzsysteme für Pflegebedürftige sind heute noch nicht verfügbar. Vielen Herstellern von Medizinprodukten fehlen schlichtweg die technologischen Erfahrungen, denn es handelt sich um ein System der Telekommunikation. Der Anspruch an solch ein Gerät ist sehr hoch. Und genau hier liegt die Kompetenz unseres Unternehmens. Die Datenübertragung muss so stabil und zuverlässig sein wie die Festnetz-Telefonie. Die Daten müssen hochverfügbar sein, in Echtzeit gesendet werden und das System muss extrem skalierbar sein. Die Technik darf also nicht zusammenbrechen, wenn sie von Millionen Menschen genutzt wird“, so Bittner.

Der Netzwerk-Spezialist greift dafür zurück auf die jahrzehntelange Erfahrung, die das Unternehmen in der Telekommunikationsbranche gemacht hat. Für die Datenübertragung hat Nash Technologies Internet-Protokolle mit Mobilfunk-Protokollen „verheiratet“. Durch Optimierung der Informationsübertragung spart das Gerät sogar noch Energie, so dass beispielsweise die Batterielaufzeiten verlängert werden. Nash Technologies verfolgt dabei den Open Innovation-Ansatz als Problemlöser für die Gesundheitsbranche.

„Als eigentlich branchenfremdes Unternehmen sehen wir uns als richtigen Partner an, um die Herausforderung auf der Seite der Telekommunikation zu bewältigen. Ein mobiles System muss ganz andere Aufgaben bewältigen als ein Hausnotruf. Deshalb wird es für die Hersteller von Medizinprodukten wichtig sein, auf externe Expertisen in der Telekommunikation zurückzugreifen“, resümiert Bittner.

Präsentiert wird das mobile Assistenzsystem am Messestand (Standnummer 105) von Nash Technologies auf der MedTech Pharma  in Nürnberg vom 4. bis 5. Juli im NCC Ost der Nürnberg Messe.

Für Interviewtermine und Informationsgespräche bitte Rolf Bittner kontaktieren: Mobil erreichbar unter: 0151 – 5500 3342. Bittner wird auch an unserem Messestand sein.

Vernetzte Kunden und die Kunst der Abstraktion

E-Commerce-Seiten, die auf Social Logins verzichten, nehmen dem Kunden beispielsweise die einfache Möglichkeit sich ohne neuen Account anzumelden und auf die Empfehlungen ihrer Freunde einzugehen, berichtet das t3n-Magazin:

„Heute haben bereits zwei Drittel aller erwachsenen Internetnutzer mindestens einen Account bei einem sozialen Netzwerk – seit 2005 ist dieser Wert um das Achtfache gestiegen. Nimmt man dazu die 40 Prozent der Nutzer, die lieber einen Social Login, beispielsweise von Facebook nutzen, als sich einen neuen Account bei einer E-Commerce-Seite anzulegen, ergibt sich eine Menge Potenzial für eine Verringerung der Kaufabbrüche. Laut Monetate sollen immerhin 75 Prozent aller begonnenen Online-Einkäufe aus unterschiedlichen Gründen scheitern, Registrierungsvorgänge sind ein Grund.“

Interessant sei die Tatsache, dass Konsumenten, die sich per Social Login angemeldet haben, deutlich länger im Online-Shop verweilen und dabei mehr Seiten aufrufen, als nicht eingeloggte Besucher.

Deutlich an der Tabellspitze steht natürlich Facebook mit 60 Prozent aller Social Logins .

„Das ist aber auch kaum ein Wunder, denn Facebook verfügt auch insgesamt über die meisten Nutzer – weltweit aktuell etwa 850 Millionen. Zudem sind rund 50 Prozent der Käufer sind eh schon bei Facebook eingeloggt. Auf dem zweiten Platz folgt mit 12 Prozent etwas überraschend Yahoo, noch vor Twitter (11 Prozent) und Google (10 Prozent). Gerade im amerikanischen Bereich besitzt Yahoo immer noch eine große Bedeutung und dürfte auch bei vielen Online-Shops zum festen Inventar gehören“, so t3n.

Generell  steigt die Bedeutung der vernetzten Kunden. Darauf verweist der Smart Service Blog und zitiert den Web-Experten Brian Solis:

„Let’s discuss the experience loop of the connected customer. Please give us a short explanation of this experience loop and how companies should act on that knowledge.“

Das die Bäume für soziale Netzwerke dennoch nicht in den Himmel wachsen, macht der Focus-Netzökonom Holger Schmidt am Beispiel Facebook deutlich:

„Knapp einen Monat vor dem Börsengang hat Facebook weitere Zweifel an seiner 100-Milliarden-Dollar-Bewertung geweckt. Denn die Zahlen für das erste Quartal zeigen einen weiteren Rückgang des Wachstumstempos und auch weniger Gewinn als im Vorjahr. Erstmals ist der Umsatz gegenüber einem Vorquartal zurückgegangen. Dagegen bleibt das Nutzerwachstum hoch.“

Um den Blick für das Ganze nicht zu verlieren, sollten vielleicht auch die Manager von Facebook dem Rat von Dr. Gerhard Wohland vom Institut für Höchstleister folgen:

Abstraktion ist das Mittel, um seine Gedanken zu ordnen!

Lesenswert auch der Artikel in Service Insiders:

Gutenberg-Luther-Zuse-Stephan-Effekte gegen die digitale Trägheit: Über Flughöhen und Gestern-Branchen – mit einer Stellungnahme von uns!


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