Vernetzte Kunden und die Kunst der Abstraktion

E-Commerce-Seiten, die auf Social Logins verzichten, nehmen dem Kunden beispielsweise die einfache Möglichkeit sich ohne neuen Account anzumelden und auf die Empfehlungen ihrer Freunde einzugehen, berichtet das t3n-Magazin:

„Heute haben bereits zwei Drittel aller erwachsenen Internetnutzer mindestens einen Account bei einem sozialen Netzwerk – seit 2005 ist dieser Wert um das Achtfache gestiegen. Nimmt man dazu die 40 Prozent der Nutzer, die lieber einen Social Login, beispielsweise von Facebook nutzen, als sich einen neuen Account bei einer E-Commerce-Seite anzulegen, ergibt sich eine Menge Potenzial für eine Verringerung der Kaufabbrüche. Laut Monetate sollen immerhin 75 Prozent aller begonnenen Online-Einkäufe aus unterschiedlichen Gründen scheitern, Registrierungsvorgänge sind ein Grund.“

Interessant sei die Tatsache, dass Konsumenten, die sich per Social Login angemeldet haben, deutlich länger im Online-Shop verweilen und dabei mehr Seiten aufrufen, als nicht eingeloggte Besucher.

Deutlich an der Tabellspitze steht natürlich Facebook mit 60 Prozent aller Social Logins .

„Das ist aber auch kaum ein Wunder, denn Facebook verfügt auch insgesamt über die meisten Nutzer – weltweit aktuell etwa 850 Millionen. Zudem sind rund 50 Prozent der Käufer sind eh schon bei Facebook eingeloggt. Auf dem zweiten Platz folgt mit 12 Prozent etwas überraschend Yahoo, noch vor Twitter (11 Prozent) und Google (10 Prozent). Gerade im amerikanischen Bereich besitzt Yahoo immer noch eine große Bedeutung und dürfte auch bei vielen Online-Shops zum festen Inventar gehören“, so t3n.

Generell  steigt die Bedeutung der vernetzten Kunden. Darauf verweist der Smart Service Blog und zitiert den Web-Experten Brian Solis:

„Let’s discuss the experience loop of the connected customer. Please give us a short explanation of this experience loop and how companies should act on that knowledge.“

Das die Bäume für soziale Netzwerke dennoch nicht in den Himmel wachsen, macht der Focus-Netzökonom Holger Schmidt am Beispiel Facebook deutlich:

„Knapp einen Monat vor dem Börsengang hat Facebook weitere Zweifel an seiner 100-Milliarden-Dollar-Bewertung geweckt. Denn die Zahlen für das erste Quartal zeigen einen weiteren Rückgang des Wachstumstempos und auch weniger Gewinn als im Vorjahr. Erstmals ist der Umsatz gegenüber einem Vorquartal zurückgegangen. Dagegen bleibt das Nutzerwachstum hoch.“

Um den Blick für das Ganze nicht zu verlieren, sollten vielleicht auch die Manager von Facebook dem Rat von Dr. Gerhard Wohland vom Institut für Höchstleister folgen:

Abstraktion ist das Mittel, um seine Gedanken zu ordnen!

Lesenswert auch der Artikel in Service Insiders:

Gutenberg-Luther-Zuse-Stephan-Effekte gegen die digitale Trägheit: Über Flughöhen und Gestern-Branchen – mit einer Stellungnahme von uns!

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