Die Hauptthesen aus dem Video:

http://youtu.be/FQhU6gK1NNc

 

Die Netze müssen fit gemacht werden für Smart Grid. Das bedeutet konkret:

  • Neue Netzelemente müssen jederzeit hinzufügbar sein. Dazu ist es notwendig, dass diese neuen Netzelemente nicht nur den funktionalen Test gemäß Spezifikation bestehen, sondern auch im wirklichen Netz funktionieren, d.h. interoperabel sind. Es passiert einfach zu häufig, dass funktional als korrekt getestete Geräte im Wirknetz nicht mehr funktionieren und sogar den Betrieb anderen Netzelemente stören.
  • Lasttests sind ein weiteres Thema. Es ist einfach ein großer Unterschied, ob man ein Netz mit ein paar duzend Netzelementen hat, oder eines mit Zig-tausenden oder gar Millionen, oder noch mehr. Große Datenvolumen verändern das Verhalten des Netzes. Das muss man kennen bevor man online geht.
  • Schliesslich sind da die unerwarteten Fehlerfälle. Es reicht nicht aus, nur die erlaubten Use Cases zu testen (Sunny Day Scenarios) man muss auch die Fehlerfälle testen (Rainy Day Scenarios), um sicher zu stellen, dass das Netz stabil bleibt. Dabei gilt: es gibt viel mehr Rainy Day Scenarios als Sunny Day Scenarios.

Wer aus der Telekommunikation kommt, kennt diese Problematik schon lange. Ein weltweites, sehr robustes Netz wurde aufgebaut, mit ca. einer Milliarde Usern, zu vertretbaren Kosten. Hier die optimale Testabdeckung zu finden erfordert sehr viel Erfahrung. Es die nicht da, können die Kosten für die Verifikation des Netzes schnell explodieren.

Auf der E-World stellen wir eine Testumgebung vor, die genau auf diese Bedürfnisse eingeht: neben funktionalen Tests werden Interoperabilitäts-Tests unterstützt, Lasttests sind nahtlos skalierbar möglich, Fehlerfälle können similiert werden, andere Netzelemente können emuliert werden, um das „System Under Test“ einem realistischen Szenario zu unterziehen.

Es gibt für das Intelligente Netz schon Insellösungen mit großer Strahlkraft: z.B. Elektromobilität Region Stuttgart.

Ich sag mal

Interview mit der Energieexpertin Martina Dietschmann von Nash Technologies. Was müssen die Netz leisten, um die Energiewende zu bewerkstelligen? Welche Fehlerquellen müssen berücksichtigt werden, welche intelligenten Technologien werden gebraucht für einen sparsamen Umgang mit Energie. Alles das ist Thema der Energy World in Essen, die ich heute besucht habe.

Im intelligenten Netz verschmelzen zahlreiche neue Technologien mit der bestehenden Energie-Infrastruktur. Wind, Solar, Bioenergie – die dezentral aus ganz Deutschland Energie liefern – müssen mit der klassischen Energieerzeugung verwoben werden und in die sich verändernden Netze integriert werden. Die Steuerung des Smart Grids läuft über das Internet, was noch mehr Integrationsarbeit bedeutet. „Wir müssen dies von Anfang an beachten“, sagt Dietschmann und plädiert für einen branchenübergreifenden Dialog über die Standards und die Architektur des Netzes.

Ein Beispiel für die verschiedenen Komponenten, die im Smart Grid berücksichtigt werden müssen, sind die „Smart Meter Gateways“. In den Gateways werden die Energieverbrauchswerte von vielen…

Ursprünglichen Post anzeigen 56 weitere Wörter

0 Responses to “”



  1. Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




Twitter us

Enter your email address to follow this blog and receive notifications of new posts by email.

Schließe dich 23 Followern an

Am Besten bewertet

Februar 2012
M D M D F S S
« Jan   Mrz »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829  

Flickr Photos

Tokyo

Moke Lake

Lower Kentucky Falls (Mapleton, OR)

Mehr Fotos

RSS Technology Review Blogs

  • Zu einem ungeheueren Wochenende verwandelt Juni 23, 2017
    Neuestes aus dem Technology-Review-Labor für Nanopoesie und angewandte Anekdotik.
  • Niedrig hängende Früchte Juni 22, 2017
    Ob es um Elektroautos, öffentlichen Verkehr oder Erneuerbaren Energien geht – immer wieder taucht das „Aber-was-ist-mit“-Argument auf.
  • Mit Sicherheit Juni 21, 2017
    Apple ist besorgt, um die Sicherheit meiner Daten. Und verführt mich deshalb zu ziemlich unsicherem Verhalten.
  • Keine schöne neue Welt Juni 20, 2017
    Das Wissen über die Beschaffenheit der Gene erlaubt es künftig vielleicht einmal, Krankheiten zu besiegen. Vorerst aber sollte jeder Mensch Herr über seine eigenen Daten bleiben dürfen.
  • Am Ende war der Apfel Juni 19, 2017
    Bereits die zweite Graphic Novel, die mir zu Alan Turing auf den Tisch kommt. Was hat dieses neue Werk zu bieten?
  • Rollendes und Robotereskes Juni 16, 2017
    In seinen Netztagebuch über "Spiel und Kunst mit Mechanik" zeigt Falk Keuten: Die Welt ist weit mehr als nur eine Kugel.
  • Den Speicherplatz nicht wert Juni 15, 2017
    Alle reden von "intermodalem Verkehr", also einer durchgängigen Verbindung verschiedener Verkehrmittel. Dabei schaffen es die Verkehrsverbünde nicht einmal, Nah- und Fernverkehr auf der Schiene zu verzahnen.
  • Wo bleibt der Fortschritt? Juni 14, 2017
    Künstliche Intelligenz, Petaflop-Computer, hochauflösende Satelliten – und trotzdem noch immer keine zuverlässige Wettervorhersage. Was stimmt nicht, mit diesem technischen Fortschritt?
  • Was uns das Blut zu sagen hat Juni 13, 2017
    Von einem, der auszog, ein Buch über das Blut schreiben, und einen Band über die Errungenschaften der Genetik und ihren Stellenwert für unser Leben vorlegte.
  • Moderne Arche soll nicht schwimmen Juni 12, 2017
    Es wirkt wie eine Ironie der Geschichte: Ausgerechnet dem Saatgutspeicher auf Spitzbergen machen warme Temperaturen zu schaffen. Dabei soll der Inhalt doch gerade dann nützlich sein, wenn etwa Klimaveränderungen eintreten.

%d Bloggern gefällt das: