Das Smart Service Manifest

Ein wichtiges Manifest. Ich bin davon überheugt, dass wir in den nächsten Jahren einiges sehen werden, was die Service-Ökonomie kräftig durcheinanderwirbeln wird. Viele Dienste werden mobil ablaufen und der Kunde wird davon gar nichts merken. Hier kommt das virtuelle Fräulein vom Amt ins Spiel. Ich bin davon überzeugt, dass man von der Kommunikation überhaupt nichts mehr sehen wird. Die Netzintelligenz kann man überall abrufen – völlig unabhängig von den Endgeräten.

Man kommuniziert über Endgeräte, die eigentlich keine mehr sind. Ein Geschäftskunde sagt beispielsweise seiner Armbanduhr, dass er nach Brüssel reisen wolle zu einem möglichst günstigen Preis. Er nennt noch das Datum und die Ankunftszeit. Die Anfrage geht ins Netz rein, das System sucht sich die Reiseportale, schaut nach den Übernachtungsmöglichkeiten und recherchiert völlig eigenständig alle notwendigen Informationen. Zurück kommen die kompletten Reiseunterlagen. Der Geschäftskunde legt seine Armbanduhr auf den Tisch, es erscheint eine 3D-Ansicht und er braucht nur noch das für ihn Relevante auswählen. Man kommuniziert über Sprache mit anderen Systemen, Servern oder Menschen und am Ende kommt etwas zurück. Hier kommt das berühmte Fräulein vom Amt wieder – allerdings vollautomatisiert und virtuell.
Alles wird gesteuert durch ein hochintelligentes Netz auf Basis semantischer Technologien und völlig neuen Geschäftsmodellen. Der Nutzer muss sich überhaupt keine Gedanken mehr machen über spezielle Endgeräte, die Auswahl von Diensten, das Netzwerk oder Serviceprovider. Er muss kein Ziel mehr eingeben über Telefonnummern, IP-Adressen oder Links. Alles das wird vom intelligenten semantischen Netz übernommen. Die Bedeutung der Anfrage wird automatisch in Einzelteile zerlegt, an unterschiedliche Ziele geschickt und zurück kommt der gewünschte Service oder das fertige Produkt.

1 Response to “Das Smart Service Manifest”


  1. 1 Rolf Januar 31, 2012 um 12:26

    Der intelligente persönliche Assistent wurde ja schon vor vielen Jahren von Visionären wie Ray Kurzweil prognostiziert. Mit der Weiterentwicklung der Mobilen Endgeräte, der Cloud sowie immer ausgereifteren serverbasierten Mehrwertdiensten wie Siri rückt ein solcher Gedanke wirklich in in eine vorstellbare Nähe. Durch die immer breitbandig werdendere Netzwerkinfrastruktur spielt es beinahe keine Rolle mehr, ob ein Dienst auf dem Endgerät oder transparent in der Cloud funktioniert. Durch Skaleneffekte sind netzbasierte Lösungen flexibler und entwickeln sich entsprechend der Nutzerbedürfnisse, anders als statische Apps. Wir leben in interessanten Zeiten.


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