Archiv der Kategorie 'Assistenzsysteme'

Live von der Medica: Smartphones als lebenswichtige Gesundheitsüberwacher?

Smartphones verwandeln sich auf der Medizinmesse Medica zu den neuen Gesundheitskontrolleuren. Vom Blutdruck bis zum Herzschlag kann alles überwacht werden – zumindest in der Theorie. Doch sind die tragbaren Geräte für einen professionellen Einsatz auch zuverlässig genug? „Wenn Smartphones kontinuierlich lebenswichtige Datenpakete übermitteln, brauchen Ärzte und Mediziner ein extrem stabiles Netz und keine hakende Verbindung zum Internet“, sagt Bernd Stahl vom Netzwerkspezialisten Nash Technologies.

Die Medizinbranche verschmilzt mit der ITK-Welt

Die Nürnberger gehören zu den rund 400 Ausstellern aus der Informations- und Kommunikationstechnik (ITK). Im Vergleich zu den insgesamt rund 4.500 Ausstellern vertreten sie eine kleine, aber entscheidende Branche auf der Medica. „Die Medizintechnik verschmilzt mit der ITK-Branche. Dadurch entstehen gigantische Möglichkeiten, aber auch viele Herausforderungen, die wir sehr gut gemeinsam lösen können“, sagt Stahl. Nash Technologies ist Projektpartner im Medizintechnik-Cluster Medical Valley, das mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird.

http://www.youtube.com/watch?v=zdHR-VCmzvw

Auf der Medica zeigt das Unternehmen seinen „mHealth-Demonstrator“: Die Gerätestrecke sendet Vitaldaten von Patienten per Bluetooth an eine Smartphone-App und von dort weiter an ein Computersystem, das die Funktion eines „Gesundheitsportals“ übernimmt. Auf das fertige Portal, das noch entwickelt wird, können später Ärzte ihre Patienten in Echtzeit aus der Ferne überwachen.

http://nashtechblog.wordpress.com/2011/10/18/medica-neu-entwickelte-app-misst-ekg-und-blutdruck-arzte-empfangen-zuverlassig-die-lebenswichtigen-daten/

„Das Entscheidende ist: Die gesamte Kommunikationskette – von den Sensoren, die die Vitaldaten erfassen, bis zum emulierten Gesundheitsportal – ist zu 99,999 Prozent zuverlässig. Das entspricht einer Ausfallwahrscheinlichkeit von fünf Minuten pro Jahr“, erklärt IT-Experte Stahl.

Mobilfunkprotokolle werden mit Internetprotokollen „verheiratet“

„Carrier Grade“ nennt sich dies in der Fachsprache – ein Thema, bei dem die Netzwerkspezialisten an vorderster Front arbeiten.

http://nashtechblog.wordpress.com/2011/11/15/carrier-grade-sind-sie-sicher/

„Solch ein mobiler Service muss genau so robust sein wie wir es von der Festnetz-Telefonie gewöhnt sind. Dort bricht die Leitung schließlich auch nicht einfach zusammen, wie wir es beim mobilen Surfen im Internet leider immer noch erleben“, sagt Stahl. Für die Datenübertragung hat Nash Technologies Internetprotokolle mit Mobilfunkprotokollen „verheiratet“, also kombiniert und optimiert. Die neuen Netze müssen auf ihre Zuverlässigkeit getestet werden, erst dann könne ihnen die Verantwortung gegeben werden, Daten zu übermitteln, die über Leben und Tod entscheiden. Auf solche Testszenarien haben sich die Nürnberger spezialisiert: Sie betreiben eine der weltweit größten Mobilfunk-Testanlagen der Welt.

Für Nash Technologies hat sich bereits der erste Tag auf der Medica gelohnt: „Bei vielen Besuchern beginnen die Augen zu leuchten. Denn sie finden in den ITK-Unternehmen die Problemlöser, die sie suchen“, berichtet Stahl. „Von daher freuen wir uns sehr auf den Rest der Veranstaltung.“

Mehr Informationen:

Nash Technologies GmbH
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Bernd Stahl (zuständig für Pressearbeit)
E-Mail: bernd.stahl@nashtech.com
Fon: +49 711 33501 – 7573.

www.nashtech.com
Blog: http://nashtechblog.wordpress.com/
Twitter: http://twitter.com/#!/NashTechGermany
Facebook: http://www.facebook.com/nash.technologies

Gesundheits-Assistent: Smartphone plus robuste Verbindungen

Smartphones verwandeln sich auf der Medizinmesse Medica http://www.medica.de/ zu den neuen Gesundheits-Assistenten. Vom Blutdruck bis zum Herzschlag kann alles überwacht werden – zumindest in der Theorie. Doch sind die tragbaren Geräte für einen professionellen Einsatz auch zuverlässig genug? „Wenn Smartphones kontinuierlich lebenswichtige Datenpakete übermitteln, brauchen Ärzte und Mediziner ein extrem stabiles Netz und keine hakende Verbindung zum Internet“, sagt Bernd Stahl vom Netzwerkspezialisten Nash Technologies http://www.nashtech.com/.

Die Medizinbranche verschmilzt mit der ITK-Welt

Die Nürnberger gehören zu den rund 400 Ausstellern aus der Informations- und Kommunikationstechnik (ITK). Im Vergleich zu den insgesamt rund 4.500 Ausstellern vertreten sie eine kleine, aber entscheidende Branche auf der Medica. „Die Medizintechnik verschmilzt mit der ITK-Branche. Dadurch entstehen gigantische Möglichkeiten, aber auch viele Herausforderungen, die wir sehr gut gemeinsam lösen können“, sagt Stahl. Nash Technologies ist Projektpartner im Medizintechnik-Cluster Medical Valley https://www.medical-valley-emn.de/home , das mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird.

Auf der Medica zeigt das Unternehmen seinen „mHealth-Demonstrator“: Die Gerätestrecke sendet Vitaldaten von Patienten per Bluetooth an eine Smartphone-App und von dort weiter an ein Computersystem, das die Funktion eines „Gesundheitsportals“ übernimmt. Auf das fertige Portal, das noch entwickelt wird, können später Ärzte ihre Patienten in Echtzeit aus der Ferne überwachen.   http://nashtechblog.wordpress.com/2011/10/18/medica-neu-entwickelte-app-misst-ekg-und-blutdruck-arzte-empfangen-zuverlassig-die-lebenswichtigen-daten/

„Das Entscheidende ist: Die gesamte Kommunikationskette – von den Sensoren, die die Vitaldaten erfassen, bis zum emulierten Gesundheitsportal – ist zu 99,999 Prozent zuverlässig. Das entspricht einer Ausfallwahrscheinlichkeit von fünf Minuten pro Jahr“, erklärt IT-Experte Stahl.

Mobilfunkprotokolle werden mit Internetprotokollen „verheiratet“

„Carrier Grade“ nennt sich dies in der Fachsprache – ein Thema, bei dem die Netzwerkspezialisten an vorderster Front arbeiten. http://nashtechblog.wordpress.com/2011/11/15/carrier-grade-sind-sie-sicher/ „Solch ein mobiler Service muss genau so robust sein wie wir es von der Festnetz-Telefonie gewöhnt sind. Dort bricht die Leitung schließlich auch nicht einfach zusammen, wie wir es beim mobilen Surfen im Internet leider immer noch erleben“, sagt Stahl. Für die Datenübertragung hat Nash Technologies Internetprotokolle mit Mobilfunkprotokollen „verheiratet“, also kombiniert und optimiert. Die neuen Netze müssen auf ihre Zuverlässigkeit getestet werden, erst dann könne ihnen die Verantwortung gegeben werden, Daten zu übermitteln, die über Leben und Tod entscheiden. Auf solche Testszenarien haben sich die Nürnberger spezialisiert: Sie betreiben eine der weltweit größten Mobilfunk-Testanlagen der Welt.

Für Nash Technologies hat sich bereits der erste Tag auf der Medica gelohnt: „Bei vielen Besuchern beginnen die Augen zu leuchten. Denn sie finden in den ITK-Unternehmen die Problemlöser, die sie suchen“, berichtet Stahl. „Von daher freuen wir uns sehr auf den Rest der Veranstaltung.“

Hier geht’s zum Video von der Medica.

Für Rückfragen oder Interviewtermine:

Nash Technologies GmbH
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Bernd Stahl (zuständig für Pressearbeit)
E-Mail: bernd.stahl@nashtech.com
Fon: +49 711 33501 – 7573.

Twitter: http://twitter.com/#!/NashTechGermany
Facebook: http://www.facebook.com/nash.technologies

Wieviel Siri gibt es schon?

Vor kurzem haben wir unter Freunden Siri – die Benutzerschnittstelle mit der Spracherkennung – auf dem neuen iPhone 4S getested. Es funktioniert schon gut bei der Frage nach dem Wetterbericht: “Brauche ich heute / morgen einen Regenschirm?” Siri erkennt also indirekt, was der Benutzer will, indem es die Bedeutung, sprich Semantik, erfasst. Bei anderen Themen gab’s auch mal kompletten Blackout. D.h. der Wow-Effekt ist noch nicht da. Ist ja auch noch in Beta. Kein Wunder also, R2D2 und 3-CPO sind noch nicht am Horizont erkennbar. Trotzdem: könnte es eine Killer-App werden?

Siri hat ein gutes Dutzend Apps im Hintergrund mit denen es kommuniziert: Wetter, Börse, Kalender, Wikipedia, Wolfram, Kontakte, Notizen, etc. (Apps für Suchmaschinen sind nicht dabei). Diese Apps sind sehr gut ausgewählt, weil sie sich auf die am häufigsten verwendeten Use Cases beziehen. Das ist der Ansatz, den man sich wünscht. Jede Nutzung von Siri geht direkt auf die Server von Apple. D.h. Apple baut damit eine gigantische semantische Wissensbasis auf. Wenn das gelingt, könnten Suchmaschinen tatsächlich in Gefahr geraten, da man bei den Top-Rankings doch oft Wikipedia und ähnliche Dienste findet. Nach der 80/20-Regel sind es sowieso sehr wenige Apps, die man immer wieder benutzt. Apple hat die richtigen rausgesucht für den Start.

Die Spracherkennung ist ja noch der einfachste Teil. Das Eigentliche ist es, die Bedeutung zu erfassen, am besten losgelöst von der gerade gesprochenen Sprache, aber abhängig von Person, Ort, Dialekt, etc. Und dann eine korrekte Verlinkung zu existierenden Inhalten im Web zu schaffen. Daher reduziert sich die Frage nach der Killer-App, ob die semantische Wissensbasis von Apple zu einem Wow-Effekt führt. Vorstellen könnte ich mir das schon…

Da die verwendeten Apps unter der Haube von Siri aber sehr wenige sind und zum Teil sogar ausschließlich lokal auf dem Smartphone ablaufen, besteht eigentlich kein zwingender Grund für jede Anfrage zum Apple Server zu gehen: außer man möchte richtig viele Informationen sammeln. Die Informationen, die Apple hier sammelt, sind by Nature höherwertig als diejenigen, die typischer Weise von Suchmaschinen gesammelt werden.  Grund: die Anfragen an Siri sind unmittelbare spontane Sätze in menschlicher Sprache; näher ans Natürliche geht nicht. Suchmaschinen auf der anderen Seite fordern bisher noch die Eingabe von syntaktischer, vorstrukturierter Text-information. Klar, auch hieran kann man Semantik knüpfen, aber eben deutlich weniger hochwertig wie bei Apple Siri. Suchmaschinen haben auch heute schon natürlichsprachliche Erweiterungen und vernetzte Anwendungen. Da geht also auch was. Das Entscheidente ist m.E., wer als Erster möglichst nah an die natürlichste Schnittstelle herankommt, die in möglichst vielen Situationen verwendet wird. Das Rennen ist also wieder mal eröffnet. Gibt’s eigentlich auch in Deutschland jemanden, der hier mit am Start ist? D.h. also noch jemand außer dem Datenschutzbeauftragten.

http://www.dl2100.de/newsdetails.php?PHPSESSID=5a31116deb37d4b2f39ac689947a64eb&newsid=2051

http://www.theeuropean.de/gunnar-sohn/8917-smartphone-dienste-statt-warteschleife

http://www.service-insiders.de/artikel-maschinen-und-anlagenbau/show/1110/Deutschland-verpennt-die-Potenziale-des-mobilen-Internets

Bernd Stahl
Senior Systems Architect
Nash Technologies GmbH

Medica: Neu entwickelte App misst EKG und Blutdruck – Ärzte empfangen zuverlässig die lebenswichtigen Daten

Auf der Medizintechnik-Messe Medica präsentieren wir eine Smartphone-Applikation (App), die Vitalfunktionen von Patienten misst und an ein emuliertes Gesundheits-Portal sendet. Von dort können dann in Zukunft medizinische Dienstleistungen in Echtzeit orchestriert werden. Der Unterschied zu einer gewöhnlichen App: Die Versendung der lebenswichtigen Daten muss extrem zuverlässig sein – Stichwort „Carrier grade“. Für Ärzte bedeutet die neue Technologie: Sie müssen nicht vor Ort sein, um ihre Patienten 24 Stunden am Tag sicher im Blick zu haben. Umgekehrt können gesundheitlich angeschlagene Menschen viel länger zu Hause leben.

Der „mHealth-Demonstrator“ besteht aus mehreren Komponenten: Speziell entwickelte Sensoren, die vom Partner-Unternehmen Corsience entwickelt beziehungsweise um eine Funkschnittstelle erweitert wurden, messen unter anderem Vitalfunktionen wie EKG und Blutdruck. Per Bluetooth gelangen die Daten an eine Konzentrator-App auf dem Smartphone. Vom Smartphone werden die Gesundheitsdaten via Mobilfunkzelle in Echtzeit an den hauseigenen Nash Protokoll Tester (NPT) geschickt. Der NPT ist von Natur aus eine flexible Test Suite, die für den Demonstrator leicht zu einem Emulator für ein zukünftiges Gesundheitsportal umgerüstet werden konnte. WLAN, UMTS und EDGE sind die unterstützten Funktechnologien. Das Projekt ist Teil des Medical Valley und wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Neue App auf „Herz und Nieren“ getestet

Um die neue Applikation gegen Ausfälle abzusichern, haben wir die Datenübertragung „auf Herz und Nieren“ überprüft. Für den Demonstrator ahmt das Testgerät sogar das noch zu entwickelnde medizinische Netzwerk nach. Das ist unser Spezialgebiet: Wir betreiben unter anderem eine größten Mobilfunk-Testanlagen der Welt. Solch ein mobiler Service muss genau so robust sein wie wir es von der Festnetz-Telefonie gewöhnt sind. Dort bricht die Leitung schließlich auch nicht einfach zusammen, wie wir es beim mobilen Surfen im Internet leider immer noch erleben.

Für die Datenübertragung haben wir außerdem Internet-Protokolle mit Mobilfunkprotokollen „verheiratet“, also kombiniert und optimiert. Smartphones entstammen der Internet-Welt, kommunizieren aber in der Mobilfunk-Welt. Bei der Datenübertragung via Smartphone kollidieren diese beiden komplexen Welten. Daher ist eine Optimierung des Gesamtsystems erforderlich:

Auch wenn man ein Mobilfunkgerät nur herumträgt, tut es viel mehr als man denkt. Bei diesen unsichtbaren Aktivitäten ist ein optimales Zusammenspiel aller Systeme für den Verbrauch von Energie und Mobilfunkbandbreite unbedingt erforderlich. Außerdem sollte die App nur dann Datenpakete übertragen, wenn dies notwendig ist. Nicht zuletzt müssen medizinische Anwendungen netzwerkweit robust sein und auf schwankende Verbindungsqualität reagieren können.

Wer sich das anschauen möchte, findet uns auf der Düsseldorfer Fachmesse Medica vom 16. bis 19. November in Halle 3, Stand E92. Weitere Informationen zu unserer Messepräsenz findet man hier.

Für Rückfragen oder Interviewtermine:

Nash Technologies GmbH
Lorenzstraße 10
70435 Stuttgart
Bernd Stahl (zuständig für Pressearbeit)
E-Mail: bernd.stahl@nashtech.com
Fon: +49 711 33501 – 7573.

Twitter: http://twitter.com/#!/NashTechGermany
Facebook: http://www.facebook.com/nash.technologies

Carrier Grade Networking: Intelligente und robuste Assistenzsysteme für die Medizin #medica

„Unsterblichkeit für alle“ titelt die Frankfurter Allgemeine Zeitung und schreibt über den Auftritt des US-Visionärs und Informatikers Ray Kurzweil. Der amerikanische Erfinder verkündete in New York erneut seine Botschaft: das menschliche Hirn und die Welt der Computer werden fusionieren. In 20 Jahren sind Technologie und Mensch nicht mehr unterscheidbar. Der nächste Evolutionsschritt ist zwangsläufig die Unsterblichkeit, prognostiziert Kurzweil. Für den Weg dorthin muss man nicht in die USA reisen – es reicht ein Blick nach Nürnberg ins Medizintechnikcluster „Medical Valley“.

Ray Kurzweil ist kein Verrückter. Das belegen nicht nur seine zahlreichen Entwicklungen, die von Computerprogrammen über Lesegeräte bis zu elektronischen Musikinstrumenten reichen. Bei seinem New Yorker Auftritt hatte Kurzweil seine Freunde mitgebracht – unter ihnen Steve Wozniak, Mitbegründer von Apple, und den populären Astrophysiker Michio Kaku, der schon zu Jugendzeiten auf Zeitreise gehen wollte.

Ausgangspunkt für Kurzweils Theorie ist die Annahme, dass sich Technik und Wissenschaft immer rascher entwickeln – ähnlich wie die Rechnerleistungen ständig schneller wachsen. Die Evolution nimmt immer rasanter an Fahrt auf. Kein Wunder, dass Kurzweil auf Denkschranken liebend gerne verzichtet: Er spekuliert zum Beispiel über Kontaktlinsen, die mit dem Internet verbunden sind, oder über künstliche Gliedmassen, die unseren Armen und Beinen weit überlegen sind. “Bis vor kurzem hatten wir keine Möglichkeit, die scheinbare Zwangsläufigkeit von körperlichem Verfall und Tod aufzuheben. Mittlerweile haben wir allerdings Alternativen. Mit dem heutigen Wissen können selbst Angehörige meiner Generation in 15 Jahren noch bei guter Verfassung sein. Dann wird es möglich sein, unser biologisches Programm durch Biotechnologie zu modifizieren, was uns lange genug leben lassen wird, bis uns die Nanotechnologie befähigt ewig zu leben“, sagt Kurzweil in einem FAZ-Interview.

Ganz so weit sind die Forscher in Nürnberg noch nicht. Aber es es ist kleiner Schritt in diese Richtung. Unsere Netzwerkspezialisten sind Mitglied im „Medical Valley“, dem nationalen Spitzencluster für Medizintechnik, und sind am Projekt „Smart Sensors“ beteiligt. Dahinter steckt ein intelligentes Assistenzsystem, das besonders älteren Menschen im Lebensalltag unterstützen wird. Eine intelligente Armbanduhr überwacht zum Beispiel den Blutgaswert, die Körpertemperatur und Bewegungen. Ausserdem ist ein automatisches Notfall-System integriert. Die Technik steckt zwar noch nicht wie bei Kurzweils Vision im Menschen, aber sie liegt am Menschen an. Und sie macht das Leben angenehmer und sicherer. Das System läuft mobilfunkgestützt, also über UMTS und LTE und ist damit ans Internet gekoppelt. Nash Technologies entwickelt die Smartphone-Applikation, die später auf dem Gerät in der Grösse einer Armbanduhr laufen soll. Damit die intelligenten Assistenzdienste überhaupt funktionieren, müssen sie via Internet mit Application Servern verbunden sein, rund um die Uhr und mit kurzen Reaktionszeiten. „Carrier Grade Networking” ist dafür das Zauberwort.

Die Armbanduhr der Zukunft ist wie ein persönlicher Assistent, der den Demenzerkrankten ständig betreut – auch außerhalb des eigenen Hauses. Vor wenigen Tagen gelang ein erster Test mit der Armbanduhr der Zukunft in unserer Nürnberger Zentrale. Die Überprüfung des Blutdrucks funktioniert bereits. Auf der Medizintechnik-Messe „Medica“, die vom 16. bis 19. November in Düsseldorf stattfindet, kann voraussichtlich auch das EKG gemessen werden.

Der Kern unsererer Arbeit von Nash Technologies liegt in der Zuverlässigkeit des Systems. Der Anspruch an solch ein Gerät ist sehr hoch. Die Daten müssen hochverfügbar sein, in Echtzeit gesendet werden und das System muss extrem skalierbar sein. Die Technik darf also nicht zusammenbrechen, wenn sie von Millionen Menschen genutzt wird. Letztlich muss solch ein Mobile Health-Service genauso robust sein wie wir es von der Festnetz-Telefonie gewöhnt sind. Dort bricht die Leitung schließlich auch nicht einfach zusammen. Im Internet haben wir uns dagegen leider daran gewöhnt, dass wir zum Beispiel bei Youtube-Videos dauernd kleine Klötzchen sehen.

Für die Datenübertragung haben wir Internet-Protokolle mit Mobilfunk-Protokollen „verheiratet“. Durch Optimierung der Informationsübertragung spart das Gerät sogar noch Energie. Die Armband-Uhr mit Internetanschluss ist also letztlich auch „Green IT“, grüne Technologie der Zukunft. Die Energie, die wir dadurch einsparen, erlaubt zum Beispiel eine Verlängerung der Batterielaufzeiten.


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